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Sailor Moon S Box 5 Folge 90-108 REZENSION

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Mit dem Beginn der dritten Staffel, wird das klassische Sailor Moon Anime etwas Erwachsener. Natürlich ist die dritte Staffel wieder in zwei Boxen unterteilt. So konzentriert sich Box 5 mit der ersten Hälfte und stellt unter anderem die neuen Gegner vor. Diese noch größtenteils unbekannten Feinde sind auf der Jagd nach reinen Herzen und erschaffen dafür Monster, die zumeist aus Gegenständen wie Staubsauger, Geigen oder Trommeln bestehen. In Verbindung mit einem mysteriösen Samen, wird dem Gegenstand Leben eingehaucht und sogleich die Mission implantiert. Dennoch ist der neue Gegner noch recht planlos, wo die reinen Herzen zu finden sind. So kann tatsächlich jeder Bewohner Opfer werden.

Neue Freunde, neue Feinde

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Sailor Neptun und Sailor Uranus

Sailor Moon und ihre begleitenden Kriegerinnen nehmen somit den Kampf auf, der schon in der ersten Folge schwerwiegende Folgen hat. Zum einen ist Rei aka Sailor Mars das erste Opfer, zum anderen verliert Bunny ihre Kräfte als Sailor Moon, da das Monster zu stark für ihre bisherigen Fähigkeiten ist. Doch inmitten der Gefahr tauchen plötzlich zwei weitere Gestalten auf, die ebenso an den reinen Herzen interessiert sind, aber sich gegen die Monster stellen.

Hier kommt es zum ersten Auftritt von Sailor Neptun und Sailor Uranus, die eine ganz eigene Mission verfolgen. Beide suchen jene reinen Herzen, die Talismane verbergen. Mit drei an der Zahl kann der heilige Gral zusammengesetzt werden und der Messias wird erweckt. Und nur der Messias ist in der Lage, die Stille aufzuhalten, die sich langsam der Welt nährt.

Die vierte Box mit Folge 90 bis 108 kümmert sich dabei weniger um die gesamten Verflechtungen, sondern stellt unter anderem Uranus und Neptun näher vor, die natürlich auch eine geheime Identität haben. Haruka und Mischiru, wie die beiden heißen, kommen auch nicht selten in den Genuss, an Bunny und ihre Freundinnen zu geraten. Dort kommt es oft zu lustigen Situationen, insbesondere dadurch, da sich Haruka wie ein junger Mann kleidet. Somit verliert auch die dritte Staffel, die als Sailor Moon S bezeichnet wird, nie den albernden Humor. Nichtsdestotrotz sind die Folgen deutlich düsterer gehalten als noch die vorangegangenen Geschichten. Viel Spannung wird in den Folgen leider nicht geboten, denn zumeist sind die Folgen mit wenig Zusammenhang aneinandergereiht. Natürlich dürfen wir dabei sein, wie sich die Mission von Sailor Uranus und Sailor Neptun aufklärt und wie Sailor Moon an neue Kräfte gelangt. Doch der Schwerpunkt der Staffel wird erst in der zweiten Hälfte offengelegt. So erwartet uns hier nun ein fast sorgloser TV-Genuss, der auch endlich Bunnys und Mamorus Liebesgeschichte nicht weiter blockiert. Zudem gibt es gar eine überraschende Rückkehr eines Charakters, der gegen Ende der gepressten Episoden erfolgt.

Nostalgie pur

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Sailor Moon mit neuer Power

Wo wir auch gerade bei der Thematik gepresst sind: Die Folgen 90 bis 108 benötigen nur noch 5 DVDs, die wieder in einem schönen Schuber verpackt wurden. Statt 550 Minuten Serienspass sind es nun nur noch 475 Minuten. Allgemein hat Sailor Moon S weniger Folgen als die vorangegangenen Staffeln. Dennoch wird sich wieder für jeden einzelnen Charakter und die zwischenmenschliche Konstante Zeit genommen. Daher wirken die Figuren weitaus lebhafter, lustiger, sturer oder alberner als in dem Remake – Sailor Moon Crystal. Durch die beiden Zugänge Haruka und Michiru wird das Material abseits der Kämpfe noch sehenswerter. Die Episoden bleiben mit dem Publikum aber relativ milde, sodass die Altersfreigabe auf 12 Jahre gesetzt wurde.

Die Zeichnungen sind deutlich flüssiger und die Farben mit mehr Schattierungen angereichert, als es noch in Staffel 1 der Fall war. Trotzdem merkt man auch Sailor Moon S das stolze Alter von 23 Jahren an. Die eigentliche Bildqualität ist teilweise sehr pixlig. Dies kommt durch die Tatsache zustande, dass es sich bei der deutschen Version um die Fernseh-Adaption handelt. Dadurch bekommen die Zuschauer, die seinerzeit schon auf RTL2 das Anime verfolgten, in einen regelmäßigen Nostalgie-Modus, der noch durch die Songs der Super Moonies gestärkt wird. Sozusagen gibt es ein auf deutsch eingesungenes Lied für die schon damals sehr beliebte Serie.

Noch mehr Nostalgie verschafft die Synchronisation, die an einigen Stellen albern und übertrieben mit der Verzerrung der Stimmen wirkt. Hierzu muss man aber auch sagen, dass das perfekt zu der durchaus witzigen Darbietung des Animes passt. Zudem ist in einigen Gastrollen Sabine Bohlmann wieder zu hören, die noch in der ersten Staffel selbst Sailor Moon aka Bunny sprach. Der Cast der dritten Staffel bleibt gegenüber dem Vorgänger nahezu unverändert. Somit übernimmt unter anderem Inez Günther wieder Bunnys Sprachrohr, währenddessen Dominik Auer Tuxedo Mask in die deutsche Sprache einweiht.

Wer aber allgemein nicht so viel von der deutschen Synchronisation hält oder noch mehr in ein Anime-Feeling verfallen mag, kann die Folgen allesamt mit japanischer Tonspur anschauen. Eine Umstellung des gezeigten Bildes auf 16:9 gibt es nicht. Da das Bild künstlich gestreckt werden würde, wurde auf das Feature zugunsten der passenden Darstellung verzichtet. Ihr bekommt eine 1:1 Adaption der Serie und dessen Qualität, ohne jedwede Überarbeitung. Für euch bedeutet es also, dass ihr mit dem Bildformat 4:3 Vorlieb nehmen müsst.

An einem wurde aber nicht gespart und so bekommen die gewillten Käufer wieder eine wunderschöne Box. Im Fokus des Schubers ist Sailor Moon selbst zu sehen, die von Glitzer umringt wird. Als Beigabe bekommt ihr Aufkleber von vier Kriegerinnen und ein Booklet, das als interessanter Guide dient. Ein paar Informationen und eine Episodenübersicht sind Bestandteil des kleinen Heftchens, das ebenso wenig schöne Abbildungen der Charaktere vermissen lässt.

Rena sagt

Ich bin ehrlich, dass ich Staffel 1 und 2 am Besten finde, doch storytechnisch bietet Sailor Moon S wohl die Geschichte, die Anime-Fans am Meisten ansprechen könnte. An vielen Stellen wird es mysteriös und vor allem auch weitaus anspruchsvoller, ohne aber auf den bekannten Humor zu verzichten. Es wird sich wieder genügend Zeit genommen, die Sorgen, Ängste, Wünsche sowie Hoffnungen der einzelnen Charaktere genauer zu beäugen sowie neue interessante Charaktere einzubringen, die die ganze Story zusehends aufmischen. Letztlich ist nur der visuelle Aspekt ein wenig hinter den Erwartungen zurückgeblieben, was ich aber unter dem Nostalgie-Faktor verbuche

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