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Spider-Man und seine außergewöhnlichen Freunde REZENSION

Ich erinnere mich gerne an meine Kindheit zurück. Noch bevor es in die Schule ging, lief die Flimmerkiste. Serien wie Saber Rider, Galaxy Rangers oder Spider-Man 5000 wurden mit Faszination verfolgt. Doch noch lieber als Spider-Man 5000 schaute ich Spider-Man und seine außergewöhnlichen Freunde.

Produziert zwischen 1981 und 1983, musste man hierzulande warten, bis die erste Folge ausgestrahlt wurde. Für mich war es aber genau die richtige Zeit, um die 24 Folgen, die auf drei Staffeln verteilt waren, im Gedächtnis zu verankern. Ich kann auch nicht behaupten, dass sich seinerzeit die verhältnismäßig wenigen Folgen so angefühlt haben. In meiner Erinnerung gab es jeden Tag ein komplett neues Abenteuer. Selbstverständlich kristallisierten sich auch Lieblingsfolgen dabei heraus.

Das Trio

In Spider-Man und seine außergewöhnlichen Freunde schließen sich zwei weitere Superhelden dem Wandkrabbler an. Wie das Trio sich fand, wird jedoch erst in einer späteren Episode aufgeklärt. So startet die erste Folge sofort ohne explizite Klärung, warum Spider-Man nun weitere Helden an seiner Seite hat.

Zum Gespann gehören Iceman, hinter dem sich der junge Mann Bobby Drake verbirgt und Firestar, die als Angelica Jones geboren wurde. Iceman kann Eis erschaffen und hüllt bei der Verwandlung seinen gesamten Körper in eine Eisschicht. Zudem bewegt er sich über selbsterschaffene Eisstraßen fort, die nicht an Höhe gebunden sind. Firestar kann hingegen fliegen und Wärme sowie Feuer erzeugen. Bei der Verwandlung ändert sich ihre Haarfarbe in knalliges Rot, das sich auch zusammen mit der Farbe Gelb im Kostüm wiederholt.

Über Spider-Man muss ich wohl keine weiteren Worte verlieren. In der Trickfilmserie ist der der Anführer des Trios. Die drei nennen sich sogar „das Spider-Team“, da Peter sie zusammengeführt hat.

Der Kern

Die 24 Folgen beginnen immer mittels eines Erzählers. In der Originalfassung war dies niemand geringeres als Stan Lee, der die Zuschauer begrüßt. Die Episoden setzen auf bekannte Schurken, wie den grünen Kobold, Dr. Doom, Sandman oder den Scorpion. Auch Juggernaut ist mit von der Partie. der in der deutschen Fassung kurzerhand zu „Tut-Ench-Schlagzu“ umbenannt wurde.

Einige der Folgen zielen darauf ab zu erklären, wie die drei zu den jeweiligen Superhelden geworden sind. Private Erlebnisse der jungen Studenten bekommen genauso ihren Platz, wie die Abenteuer, die sie zusammen erleben. Ebenfalls wird die Aufnahme von Iceman und Firestar bei den X-Men thematisiert. Allgemein gibt es einige Stargäste wie unter anderem Hulk, Captain America, Iron-Man oder Thor, was die Folgen noch sehenswerter macht. Letztlich darf natürlich Tante May nicht fehlen, die immer wieder betont, wie sehr sie Spider-Man verabscheut, sowie J. Jonah Jameson, der jede Schlagzeile in seinem Daily Bugle gegen Spidey nutzen möchte.

Audiovisuell

Optisch zeigen sich zügig die Parallelen zu anderen US-Cartoons aus den 80igern. Dennoch ist visuell ein enormer Sprung gegenüber dem Erstlingswerk aus dem Jahre 1967 gelungen. Die Hintergründe sind detaillierte und das Kostüm gegenüber der Vorlage authentischer. Auch die Darstellungen von Firestar und Iceman gefallen mir sehr gut. Gleichzeitig ist es genüsslich zu sehen, wie langweilig die Kostüme der Superschurken seinerzeit doch waren. Ein Scorpion sieht einfach nur aus, als käme er gerade von einer Kostümparty.

Die Musikstücke wiederholen sich ständig und eröffnen schnell, in welchem Jahrzehnt der Trickfilm entstanden ist. Das vermittelt aber zugleich auch einen gewissen Charme. Der Synchronisation kann ich nur wenig anlasten. Die Stimmen der Hauptdarsteller sind auf jeden Fall passend gewählt. Einige der Nebencharaktere klingen hingegen recht steril oder künstlich.

Rena sagt:

Damit schließe ich meinen kleinen Erinnerungstrip an die 80iger und 90iger Jahre ab. Die Trickfilmserie hätte meines Erachtens gerne weitere Folgen haben können. Eine Neuauflage würde ich ebenfalls sehr begrüßen, was aber unwahrscheinlich ist. Nichtsdestotrotz ist es erfrischend, in Spider-Man und seine außergewöhnlichen Freunde den Wandkrabbler mit Iceman und Firestar an seiner Seite zu sehen. Letztlich kann ich zusammenfassend sagen, dass die 24. Folgen dank des 80iger Jahre Charmes auch heute noch eine Ausstrahlung im TV verdient hätten.

 

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