Immortal Realms: Vampire Wars REVIEW

Ist es ein Flugzeug? Oder ist es ein Vogel? Nein, es ist ein Vampir! Genau diese Gestalten werden interessierte Zocker in Immortal Realms: Vampire Wars zuhauf finden. Es handelt sich hierbei um ein Taktik-Strategiespiel, welches eine düstere Geschichte rund um Menschen und die Blutsauger erzählt. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern schaurig schöne Erwartungen erfüllt werden oder ob es sich bei diesem Titel doch eher um ein stinknormales und eintöniges Strategiespiel handelt. Das klären wir wie immer in unserem ausführlichen Test für euch.

Menschen und Vampire leben friedlich zusammen?!

Bisher waren die Menschen mit dem Dasein der Vampire einverstanden und haben auch eine Art Waffenstillstand erreicht. Dieser Vertrag wurde mit Blut unterzeichnet und seitdem stellt die menschliche Bevölkerung die Versorgung der Vampire mittels regelmäßiger Abgaben sicher. Diese Abgabe ist vergleichbar mit einer Art Schutzgeld. Solange sich die Menschen an die Abmachung halten, passiert ihnen nichts und sie können in Frieden weiterleben.

Natürlich ist diese Vereinbarung auf wackeligen Füßen und es dauert somit nicht lange, bis sich ein paar Bewohner erheben und nicht länger wandelnde Blutbeutel sein wollen. Um ihre Stärke zu beweisen, zündet eine kleine Gruppe Widerständler nach und nach die Dörfer der Vampire an und legt diese in Schutt und Asche.

So vergrößert sich der Konflikt. Und ihr, als Vampir-Lord, steht vor der Entscheidung, den nächsten taktisch klugen Zug zu machen. Die Bedrohung wird größer und nicht nur die Menschen lehnen sich gegen die Vampire auf. Auch unter den verschiedenen Clans gibt es Unstimmigkeiten.

Taktisches Gameplay mit Kartenspielfunktion

Immortal Realms: Vampire Wars macht im Allgemeinen sehr viel richtig und bringt frischen Wind in das Strategiespiel-Genre. Da wäre zunächst die düstere Geschichte rund um die unterschiedlichen Vampirclans. Auf der einen Seite die sogenannten Dracul, mit Rittern und Werwölfen an ihrer Seite. Dann die Nosfernu, mit ihren Totenbeschwörern und Zombies. Und zu guter Letzt noch die Moira, mit ihren Hexern und Gargoyles. Normalerweise sind Spiele aus der Richtung Heroes of Might & Magic eher darauf bedacht, Fantasy-Kreaturen wie Elfen, Zwerge oder Zauberer in die Geschichte einzubinden. Aber Immortal Realms: Vampire Wars geht hier bereits am Anfang eine andere Richtung und macht damit nichts falsch. Das Setting wirkt frisch und unbenutzt und auch das taktische Gameplay braucht sich hinter der Konkurrenz nicht verstecken.

Wie oben bereits angedeutet, hält sich Immortal Realms: Vampire Wars an das große Vorbild Heroes of Might & Magic. Auf einer großen Übersichtskarte bewegt ihr eure Einheiten in unterschiedliche Dörfer und Städte, um dort die wichtige Ressource Blut zu farmen. Sollte es dabei zu Konfrontationen kommen, dann wechselt der Titel in eine taktische Kampfansicht und ihr bewegt verschiedene Einheiten über das Spielfeld. Nach einem Sieg erhaltet ihr neben Blut auch wichtige Erfahrungspunkte, mit denen ihr eure Einheiten und Helden aufsteigen lassen könnt. Durch dieses Training schaltet ihr auch nach und nach neue Fähigkeiten frei, die ihr dann in der nächsten Schlacht einsetzten könnt.

So bekommt man auf den ersten Blick den Eindruck, einen Klon zu spielen, der lediglich die fantastischen Kreaturen durch Vampire ersetzt hat. Doch Immortal Realms: Vampire Wars ist soviel mehr. Und um das herauszufinden, muss man dem Spiel Zeit geben. Denn sobald man etwas weiter in der Geschichte vorangeschritten ist, werden neue Gameplay-Mechaniken eingeführt, die das Game wirklich einzigartig machen und somit von der breiten Masse abheben.

Immortal Realms: Vampire Wars bietet in den zahlreichen Auseinandersetzungen auch die Möglichkeit, Sammelkarten einzusetzen. Aber hier sollte man keinen direkten Vergleich zu Magic oder Yu-Gi-Oh ziehen, denn die Anwendung der Karten unterscheidet sich von klassischen Trading Card Games. Man kann diese eher mit Spezialfähigkeiten vergleichen, für die bestimmte Ressourcen vorgesehen sind. Sobald man während des Kampfes eine Karte bekommen hat, darf man diese aktivieren. So könnt ihr Zaubersprüche wirken, eure Rüstung verstärken oder neue Kämpfer für eure Gruppe rekrutieren.

Ferner ist es auch möglich, eure Aufbaugier in Immortal Realms: Vampire Wars zu befriedigen. Obwohl es sich hier eher um ein kleineres Feature handelt, sorgt es dennoch für Abwechslung im Kriegsalltag. So könnt ihr kleinere Gebäude erobern und aufbauen, um dadurch Zugriff auf neue Einheitentypen zu erhalten. Auch die Einnahme von Städten bringt euch zahlreiche Vorteile, wie beispielsweise wichtige Ressourcen. Um hier dann die Menge der Einnahmen zu erhöhen, könnt ihr die Wohngebiete zu riesigen Metropolen ausbauen.

Zudem ist Immortal Realms: Vampire Wars um einiges einsteigerfreundlicher als seine direkte Konkurrenz. Es gibt nur eine Ressource und die nennt sich Blut. Und auch die Auswahl der verschiedenen Gebäude ist nicht übermäßig groß, während die Oberweltkarte übersichtlich und überschaubar wirkt. Somit werden Neulinge und Anfänger nicht direkt mit Informationen überwältigt und man bewegt sich langsam zum Ziel.

Grafisch und spielerisch überraschend erfrischend

Im übrigen ist das Stellungspiel in Immortal Realms: Vampire Wars sehr wichtig. Ihr könnt euch beispielsweise nicht durch feindliche Einheiten hindurchbewegen und auch die Umgebung macht euch ab und an einen Strich durch die Rechnung. So erinnert das Kampfsystem sehr stark an Fire Emblem, was Immortal Realms: Vampire Wars an sich noch interessanter und abwechslungsreicher gestaltet.

Auch grafisch überzeugt das Spiel im Test. So wirken die Umgebungen wirklich düster und dreckig. Der Nebel auf den Schlachtfeldern tut sein Übriges, um die Stimmung gruselig und spannend zu halten. Ab und an hat Immortal Realms: Vampire Wars mit Frameeinbrüchen zu kämpfen. Außerdem hat man sich an den immer wiederkehrenden Animationen der Charaktere schnell satt gesehen, wobei der Detailgrad im Einzelnen wirklich erstaunlich gut ist. So findet man stets neue Sachen an den Vampiren oder Werwölfen und merkt, dass die Entwickler sich bei der Erstellung besonders viel Mühe gegeben haben.

Soundtechnisch gibt es nichts zu meckern. Die Sprecher machen alle einen soliden Job und die Effekte im Kampf und auf dem Schlachtfeld untermalen die brutale Stimmung. Gelächter, klirrende Schwerter und Zauber runden das Spielgefühl sehr gut ab. Ein wirklich überzeugendes Gesamtpaket, was Palindrome Interactive mit Immortal Realms: Vampire Wars hier abgeliefert.

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Pro
  • Einsteigerfreundlich
  • Interessante Gameplay-Mechaniken
  • Lange Spielzeit
  • Spannende Story
  • Abwechslungsreiche Einheiten

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Kontra
  • Man muss dem Titel etwas Zeit geben
  • Keine bahnbrechende Grafik
  • Kein Multiplayermodus

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Pro & Kontra

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Pro
  • Einsteigerfreundlich
  • Interessante Gameplay-Mechaniken
  • Lange Spielzeit
  • Spannende Story
  • Abwechslungsreiche Einheiten

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Kontra
  • Man muss dem Titel etwas Zeit geben
  • Keine bahnbrechende Grafik
  • Kein Multiplayermodus

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Spiel Bewertung
Singleplayer
85
85
Gut
-
Multiplayer

FAZIT

Immortal Realms: Vampire Wars ist ein wirklich gutes Strategiespiel geworden und liefert mit seinen neuen Ideen frischen Wind für das etwas eingestaubte Genre. Und wer steht bitte nicht auf Vampire - Okay, ich möchte nicht verallgemeinern, aber der Hype hat gefühlt nie geendet! Das Setting wurde gut gewählt sowie umgesetzt und auch die Grafik kann überzeugen. Selbstverständlich sollte man von einem Strategiespiel keinen Quantensprung in Sachen Grafik erwarten, aber was Immortal Realms: Vampire Wars abliefert, kann sich durchaus sehen lassen. Wer aktuell ein gutes Strategiespiel sucht, wird es mit Immortal Realms: Vampire Wars definitiv finden, was insbesondere für Konsolen-Spieler interessant sein könnte.

- Von  Timo

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Immortal Realms: Vampire Wars REVIEW

USK 1 PEGI 1

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