Elden Ring Tarnished Edition (Nintendo Switch 2) REVIEW
Nein, ich bin wahrlich kein Fan von Soulslike-Games. Doch Elden Ring hat mich seinerzeit mit der Veröffentlichung auf der PlayStation 5 neugierig gemacht. Und irgendetwas war anders, denn andere Games aus dem Genre konnten mich keine 2 Tag halten. Schnell war ich genervt, überfordert und überdrüssig weitere Versuche beim Vorankommen zu wagen.
Elden Ring packe mich jedoch, obwohl ich auch regelmäßig meine Spielfigur einbüßen musste. Immer und immer wieder durchstreifte ich dieselben Abschnitte, um langsam aber beständig meinen Charakter der Schwierigkeit anzupassen und weiter in dem Arealen vordringen zu können. Doch so schnell mich das Game gepackt hatte, ließ es mich auch wieder los – nicht weil es langweilig oder schlecht war, sondern weil andere Spiele für mich interessanter wurden.
Tiefgründig und Umfangreich

Mit der Elden Ring Tarnished Edition für Nintendo Switch 2 starte ich noch einmal das Abenteuer, welches mich nie ganz losgelassen hat und versuchte, das gesamte Spiel zu erleben. Wie ich den zweiten Run auf der aktuellen Konsole von Nintendo erlebe, werde ich euch in ein paar Worten schildern. Wer noch mehr Hintergrundinformationen benötigt, sollte unbedingt das Review von Adrian zur PlayStation-Version nachholen.
Doch noch bevor ich meine Erfahrung und Eindrücke in den nachfolgenden Zeilen darlege sei gesagt, die Elden Ring Tarnished Edition wird sehr viele Spielstunden einfordern. Wer ein kurzes Abenteuer sucht, ist hier komplett verkehrt. Dasselbe gilt für diejenigen, die ein leichtes Abenteuer suchen. Weit über 50 Spielstunden und viele virtuelle Tode solltet ihr einplanen. Die Welt selbst und die vielen Geheimnisse die sie verbirgt, fordern aber weit aus mehr Zeit, wie Geduld und Nerven ein. Hinzukommt, dass die große Erweiterung Shadow of the Erdtree in der Edition enthalten ist.
Elden Ring – Shadow of the Erdtree entführt euch in ein komplett neues Gebiet mit neuer Storyrahmung. Einmal mehr müsst ihr es mit korrumpierten Gegnern aufnehmen, die einst über das Land geherrscht haben, nun aber nur noch Schrecken verbreiten. FromSoftware bleibt sich treu und zieht den Schwierigkeitsgrad für die Erweiterung noch einmal mächtig an. Entsprechend müsst ihr auch im Endgame von Elden Ring sein, um das neue Gebiet betreten zu können.
Leichterer Einstieg

Im Jahre 2022 startete ich das Spiel und musste mir mühselig erste Rüstungsgegenstände zusammensuchen, um überhaupt den Hauch einer Chance zu haben, in der Welt von Elden Ring überleben zu können. Kleinere Gegner schenkten mir nach ihrem Ableben Runen, die ich ferner in meinen Charakter und seinen Attributen investieren durfte. 2026 gehe ich zwar geplanter an den Einstieg, den Zauber verliert das Spiel aber in einem Muskel. Elden Ring Tarnished Edition hat nichts von seinem Anspruch gegenüber dem Original verloren. Erst nach einigen Ableben kann ich mich mit dem Befleckten vorkämpfen und neue Regionen ebnen.
Bei Spielstart habt ihr zwar die Auswahl zwischen mehreren „Klassen“, die jedoch keinen Einfluss auf die Geschichte selbst haben. Ihr müsst für euch aber in diesem Moment entscheiden, wie ihr die Siege bestmöglich einstreicht. Seid ihr eher Richtung Magie aufgestellt, oder liegt euch der Nahkampf, der mehr als nur gezielte Treffer einfordert. Eine falsche Wahl oder eine schwerfällige Entscheidung wird irgendwann zum Verhängnis werden, wenn die Gegner euch körperlich überragen. Das Spiel verzeiht schwer.
Und schon hier zeigt sich eine kleine Schwäche der Version. Auf der PlayStation 5 wirkten die Umsetzungen der Befehlseingaben etwas genauer. Insbesondere bei dem Versuch meinen Charakter während einer Flucht zu heilen, scheint eine kleine Verzögerung vorzuliegen. Dies ist in Bosskämpfen nahezu unverzeihlich, denn das Genre lebt von der Präzession. Nur durch viel Übung und mehr vorausschauenden Moves kann ich dieses Problem unterbinden. Für Pro-Spieler mag das vielleicht keine Herausforderung zu sein, Neulinge bekommen hier aber Probleme.
Gegenüber der herkömmlichen Version bietet die Nintendo Switch 2 Edition zwei weitere Charakterklassen, die vielleicht einen besseren Einstieg gewähren. Für jene, die den Titel zum allerersten Mal spielen, ist vielleicht etwas herumtesten die beste Alternative, um gut ins Soulslike von FromSoftware einzusteigen.
Ein Held sie zu knechten… oder so

Nun kommt auch der Name „Tarnished“ ins Spiel, was den Befleckten betitelt – Eine eher unscheinbarer Figur, die ein großes Schicksal erwartet. Um den kommenden Aufeinandertreffen gewappnet zu sein, muss dieser jedoch nicht nur immer bessere Rüstungsgegenstände und Waffen finden, sondern auch die gegebenen Attribute ausbauen. Die erkämpften Runen lassen sich aber nicht spontan nutzen, sondern können nur während einer Rast gezielt verwendet werden. Mit der Entscheidung, ob die Runen in die Kraft, den Geist, das Geschick, oder der Weisheit etc. fließen sollen, legt ihr den Weg fest, welche Fähigkeiten ferner den größten Schaden verursachen. Dabei dürfen verschiedene Zauber sogar Beschwörungen auf den Bildschirm bringen, die im Kampf helfen, jedoch auch ein perfektes Ablenkungsmanöver sein können, um Treffer bestmöglich zu platzieren.
Die Elden Ring Tarnished Edition setzt nicht auf sinnloses Gemetzel, sondern taktische Kämpfe, die das Ausweichen ebenso einfordern, um nicht mit wenigen Hieben ausgeknockt zu werden. Und auch wenn es an einigen Stellen unfair erscheint, ist es einfach nur die fehlende Erfahrung, die in den Momenten des Ablebens die Schild trägt.
Um das Spiel ein wenig interaktiver zu halten hat FromSoftware unter anderem Ort über einen Blutfleck markiert, an denen andere Spielerinnen und Spieler das zeitliche gesegnet haben. Auch Nachrichten sind gut verteilt und geben gelegentlich den ein oder anderen Tipp. Ich finde dies ein nettes Feature, das aber nicht erst mit der Tarnished Edtion eingeführt wurde.
Technik

Wenn ich über all die Meldungen nachdenke, die über den Allgemeinzustand von Elden Ring Tarnished Edition berichtet haben, bin ich nahezu zufrieden wie das Spiel läuft. Ja, 30fps ist sicherlich nicht die Norm der Nintendo Switch 2 und war so auch nicht angedacht, aber läuft das Spiel ohne größere Probleme. Die angesprochene Verzögerung bei der Umsetzung von Befehlen und die kleinen Einbrüche der Bildrate bei etwas mehr Gegenwehr auf dem Bildschirm kann ich irgendwie verkraften – hoffe aber dennoch, dass hier noch ein Patch nachgereicht wird.
Die wundervolle Spielwelt und der grandiose Sound wurden schon in vielen Reviews thematisiert. Ich schließe mich diesen Lobeshymnen einfach nur an, um nicht den Rahmen der Review zu sprengen.
Video zum Spiel
Das könnte dir auch gefallen




























Schreibe einen Kommentar