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Bericht: Remake zu The Last of Us in Arbeit; Naughty Dog arbeitet wieder an Uncharted

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Dragonball Super: Broly REZENSION


Ende Januar 2019 lief im Rahmen der KAZÉ Anime Nights die OmU-Fassung von Dragonball Super: Broly für einen Tag in deutschen und österreichischen Kinos und brachte es auf sagenhafte 104.000 Zuschauer, die den neuesten Film aus dem von Akira Toriyama geschaffenen Kosmos sehen wollten. Dieser Ansturm und der Erfolg andere Anime, die in meist kleiner Stückzahl in hiesigen Kinos aufgeführt werden, zeigt das große Potenzial der Nische Anime. Kein Wunder also, dass nun auch die deutsch vertonte Fassung ab den 30. Juli 2019 noch einmal im Kino zu sehen sein wird.

Die Rache eines Vaters


Während sich Son Goku, Vegeta und Co. von den Strapazen des Universums-Turnier erholen, ist Freezer mal wieder dabei sich die Dragonballs unter den Nagel zu reizen. Gleichzeitig sind seine Schergen in anderen Sternensystemen unterwegs und auf der ständigen Suche nach starken Kriegern, die sich Freezers-Armee anschließen. Auf Vampa, einem abgelegenen Planeten, wird man schließlich fündig, nachdem man ein altes Notsignal abfängt und schließlich die beiden Saiyajins Paragus und Broly findet. Bei den beiden handelt es sich nicht nur um Vater und Sohn, sondern auch um Verstoßene des Planeten Vegeta. Paragus hat einst Rache für das an seinem Sohn und ihn ausgesprochene Unrecht geschworen und seinen Sohn infolgedessen zum mächtigen Krieger erzogen. Entsprechend ist Paragus angetan, als er erfährt das sein Heimatplanet zerstört und seine einstigen Herrscher längst tot sind, aber mit Vegeta noch ein Nachkomme seiner Feinde am Leben ist. Da auch Freezer Hass gegen den Saiyajin hegt und ihn sowie seinen Erzfeind Son Goku vernichten will, schließen sich Paragus und Broly der Armee an, um ihre Rache zu bekommen.

Reizüberflutungs-Orgie ohne Pause


Es kommt natürlich, wie es kommen muss und Broly, Vegeta, Son Goku und Freezer treffen aufeinander. Dieses Showdown wird in nahezu der kompletten zweiten Filmhälfte mit einem brachialen Kampf inszeniert, in welchen die Macher sämtliche Superlativen auffahren, die ihnen zur Verfügung stehen. Das ist ein stellenweise atemberaubendes Spektakel, indem die Saiyajins durch ihre verschiedenen Stufen wechseln, mit gewaltigen Attacken um sich werfen, sich das Klima der Antarktis einfach mal in Sekundenbruchteilen ändert und jeder einzelne Schlag eine solche Wucht verströmt, wie ich es selten in einem Anime gesehen habe. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt da weder für die handelnden Figuren, noch für die Zuschauer. Und so fantastisch und visuell eindrucksvoll der Kampf auch in Szene gesetzt ist, so habe ich mir nach einer halben Stunde dann doch gedacht „Okay, jetzt ist aber auch mal Schluss“. Leider haben Regisseur Tatsuya Nagamine und der diesmal für das Drehbuch mitverantwortliche Akira Toriyama das anders gesehen und überziehen viel mehr, als es dem Film letztlich gut tut und feiern lieber eine pausenlose Reizüberflutungs-Orgie, als der Geschichte Substanz zu geben.

Dabei bringt der Plot einiges an Potenzial mit, insbesondere die Neugestaltung von Broly hat mir ziemlich gut gefallen. Broly dürfte vielen Fans kein Unbekannter sein, schließlich ist der mächtige Saiyajin bereits in früheren Verfilmungen aufgetaucht, die mittlerweile aber nicht nur zum Kanon gehören. Diesen Umstand hat Akira Toriyama genutzt und noch einmal neu angesetzt. Broly ist kein Erwachsener, sondern ein gebeuteltes Kind im Körper eines mächtigen Kriegers. Er besitzt kein eigenes Denken, sondern lässt sich von seinem Vater führen und manipulieren. Er hat nie gelernt, seine Gefühle zu kontrollieren, stattdessen sind seine unbändige Wut die Quelle seiner Stärke und dermaßen gefährlich, dass König Vegeta in ihm einst eine Gefahr für das gesamte Universum gesehen hat. Hätte man noch mehr Fokus auf den titelgebenden Antihelden gelegt, es hätte dem Film gut getan, stattdessen wird abseits der interessanten Exposition um Broly noch jede Menge Quatsch und Fanservice eingebaut. Das man den Vater und erstmals auch die Mutter von Son Goku ist zwar nett, für den Film aber vollkommen in keinster Weise relevant, wie so vieles andere auch, was in der ersten Hälfte von Dragonball Super: Broly Zeit einnimmt.

Ein Wiederhören mit alten Bekannten


Der Großteil der rund 8,5 Millionen US-Dollar Budget ist zweifelsohne in den Kampf zwischen Broly, Son Goku und Vegeta geflossen. Das hat sich gelohnt, denn das Aufeinandertreffen der Saiyajins gehört trotz der oft spärlichen Animationen mit zum Besten, was man in dieser Form in einer Dragonball-Verfilmung jemals gesehen hat. Ansonsten köchelt Dragonball Super: Broly in visueller Hinsicht eher auf Sparflamme, abseits der Action wird der Aufwand nämlich deutlich zurückgefahren. Vergleicht man den von Toei Animation realisierten Film mit anderen Großproduktionen, wie etwa Your Name, dann ist das Ergebnis umso ernüchternder.

Deutsche Fans dürfen sich hingegen über die Rückkehr von alten Bekannten freuen. Tommy Morgenstern ist wieder als Son Goku an Bord ebenso wie Oliver Siebeck als Vegeta und David Nathan als Piccolo, wobei letzterer einen sehr kurzen Auftritt hat. Überhaupt fehlen viele beliebte Figuren aus dem Franchise, was aber angesichts der sowieso schon vorhandenen Probleme bezüglich des Zeitmanagments eine gute Entscheidung war.

Adrian sagt

Dragonball Super: Broly ist ein durch und durch unterhaltsamer, aber ein stellenweise nicht besonders guter Film. Gerade die erste Hälfte enttäuscht. Der Hass von Paragus auf Vegeta und seine Herrscher wird nicht sonderlich glaubhaft vermittelt, stattdessen passt seine Motivation auf den berüchtigten Bierdeckel und bleibt letztlich wenig nachvollziehbar. Es wird schlicht zu viel Exposition und Fanservice in die erste Hälfte gepresst. Zielführend ist das selten, denn letztlich ist der Auftritt von Son Gokus´ Eltern für den Plot genauso unwichtig, wie Freezer´s aktueller Grund für die Suche nach den Dragonballs. Das nahezu die komplette zweite Hälfte auf den Showdown zwischen den Saiyajins verwendet wird, war auch nicht unbedingt die beste Idee. Denn so brachial und wuchtig der Kampf auch ist und mich in seinen besten Momenten gepackt hat, so sehr wird der große Schauwert unnötig in die Länge gezogen. Trotz dieser vielen Kritikpunkte, hatte ich mit Dragonball Super: Broly dennoch meinen Spaß und ähnlich dürfte es wohl auch allen anderen gehen, die jemals etwas mit dem Franchise anfangen konnten.

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