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JoyCons von Jamswall im Test

Das Thema „JoyCon-Drift“ beschäftigt uns schon eine Weile. Gerade bei der sonst so gewohnt guten Nintendo-Qualität, sind viele etwas enttäuscht und auch unsicher, ob sich der Kauf originaler JoyCons in Höhe von 70 bis 80 Euro wirklich lohnt, oder sich nicht doch eher der Griff zur günstigeren Alternative lohnt.

Alternativen gibt es defintiv genug, die den europäischen Markt regelmäßig überschwemmen. Gerade China ist hier wieder ein Vorreiter, die schon lange nicht mehr an der Qualität sparen. Grund genug für uns, ein paar JoyCons der Firma „Jamswall“ ins Visier zu nehmen. Vorab sei aber gesagt, dass sich derzeit der Kauf innerhalb Deutschlang schwierig gestaltet und die Liefermengen erschöpft sind. Wer dennoch Interesse hegt, kann über „amazon.com“ die JoyCons importieren lassen. Was der Spaß am Ende kostet und ob es sich wirklich lohnt, dazu später mehr!

Die Aufmachung und Haptik

Rein optisch unterscheiden sich diese JoyCons schon erheblich von den originalen Steuerungsobjekten, die der Nintendo Switch Konsole mitgeliefert werden. Sie sind etwas breiter, dicker und haben eine geschwungene Form. Das Layout der Tasten ist aber praktisch identisch. Durch die neuartige Form passen die Controller jedoch nicht in den originalen JoyCon Grip. Hier liefert der Hersteller seine ganz eigene Interpretation eines Grips. Dieser besteht praktisch nur aus einem inneren Verbindungsstück, wo die JoyCons links und recht befestigt werden. Einen äußeren Griff wie beim original Grip gibt es hier nicht. Dafür lassen sich im mittleren Verbindungsstück bis zu drei Nintendo Switch Spiele für unterwegs verstauen. Dies ist auf jeden Fall ziemlich praktisch und eine nette Idee. Jedoch werden die Spiele nicht hochqualitativ in die vorgesehene Vertiefung bzw. Halterung geklickt, sondern mehr oder weniger nur gelegt. Daher kann es durchaus vorkommen, dass die platzierten Spiele, sich lösen und keinen Halt mehr haben. Beim Öffnen ist also jedes mal Obacht geboten.

Die Farben sind nett anzuschauen, hätten aber aus meiner Sicht etwas kräftiger sein können. Eine große Farbpalette wie es Nintendo oder andere Dritthersteller bieten, ist hier nicht vorhanden. Zumindest geht man mit dem blaßen Gelb und dem Mint/Türkis eigene Wege und setzt nicht auf Neon-Akzente, wie viele chinesische Konkurrenten.

Kommen wir zur wichtigen Haptik. Hier fällt mir sofort auf, dass die Jamswall JoyCons sich komplett anders anfühlen und auch greifen lassen, als es bei den Originalen von Nintendo der Fall ist. Verbindet man sie mit der Nintendo Switch, macht sich sofort die Breite und Dicke der Steuergeräte bemerkbar. Diese sind somit logischerweise auch dicker als die Konsole selbst. Die Finger haben beim Umschließen auf der Rückseite nun einen Widerstand. Da ich etwas größere Hände habe, empfinde ich dies rein subjektiv nicht als störend oder unangenehm. Leute mit kleineren Händen dürften das aber eventuell etwas anders sehen. Gegebenenfalls können längere Nutzungszeiten sehr anstrengend werden. Gerade wer die Bewegungssteuerung (Motion Control) nutzt, die selbstverständlich ebenfalls verbaut ist, sollte kleinere Pausen einplanen.

Qualität und Kosten

Generell merkt man den JoyCons von Jamswall die geringere verarbeitete Qualität an – zumindest in Verbindung mit dem Grip. Hier klappert das gute alte Plastik wie verrückt. Einmal mit der Switch verbunden, wird das Problem geschmälert, da die Verbindung über die Schienen (an der Seite) deutlich stabiler ist.

Die Akkulaufzeit ist je nach Nutzung beträgt ca. 5 bis 6 Stunden. Deaktiviert ihr die Rumble Funktion, sind es eventuell noch ein paar Stunden mehr. Im Gegensatz zu den originalen JoyCons von Nintendo, lassen sich die Expemplare von Jamswall über einen eigenen USB-C Port einzeln laden. Hier sollte Nintendo lieber abkupfern, denn es erweist sich nicht selten als praktisch. Die Aufladezeit beträgt ca. 3 Stunden.

Die beiden Controller sind jetzt schon einige Monate in Benutzung und haben mich noch nicht im Stich gelassen. Ob sich hier früher oder später eventuell auch ein Drift-Probleme bemerkbar machen, bleibt abzuwarten.

Diese JoyCons von „Jamswall“ kosten auf „amazon.com“ aktuell 40 US-Dollar. Das sind etwas weniger als 35€, was ungefähr die Hälfte der originalen Nintendo Switch JoyCons entspricht. Jedoch kommen für uns in Deutschland noch „Einführungsgebühren“ und „Transportkosten“ hinzu. Somit liegen wir dann mit ca. 55€ nur noch 15€ unter einem Satz neuer Nintendo JoyCons. Das Preissigment gegenüber weiteren Herstellern ist ähnlich.

Video-Review

 

Grundsätzlich erfüllen die beiden Controllerelemente ihren Sinn und Zweck. Beide funktionieren schon über Monate sehr zuverlässig und zeigen keinerlei Kinderkrankheiten. Dennoch, die Form und Haptik, Qualität und Verarbeitung sind sehr weit von „gut“ oder gar „sehr gut“ entfernt. Für einen Preis von ca. 30€ hätte ich hier eine bedingte Kaufempfehlung gerade als zusätzliches zweites Paar JoyCons ausgesprochen. Für uns in Deutschland lohnt sich der Import jedoch nicht. Hier könnte es sich lohnen, auf ähnliche Produkte von anderen Firmen Ausschau zu halten, die noch auf dem deutschen Markt vertreten sind.

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