Leisure Suit Larry

Leisure Suit Larry: Wet Dreams Dry Twice (Nintendo Switch) REVIEW

Leisure Suit Larry

Als das Genre der Point & Click-Adventures an Beliebtheit gewann, war ein kleiner Mann schon lange mit von der Partie. Larry Laffer, ein doch recht eigenwilliger Charakter, hatte 1987 seinen ersten Auftritt und machte die „Leisure Suit Larry“-Reihe zum Kult. Mit der Ausrichtung als Casualgame im Jahre 2004 wurde sein vorzeitiges Ende eingeläutet. Nicht einmal Oliver Pocher konnte den Absturz durch seine Stimmleihgabe verhindern. Zwar gab es noch ein paar Versuche, die Reihe wieder aufleben zu lassen, doch so recht wollte es nicht gelingen. Dennoch bestätigte sich wieder – Totgeglaubte leben länger.

Trockene Worte

Mit Leisure Suit Larry – Wet Dreams Don’t Dry (Review) übernahm Assemble Entertainment Larrys Suche nach Liebe und anderen Befriedigungen. Da sich mit dem Publisher-Wechsel auf die Stärken des Point & Click-Adventure konzentriert wurde, heimste das Spiel größtenteils positive Kritik ein.

Mit diesem Erfolg musste man als Fan nicht lange auf einen zweiten Teil der neuen Interpretation von Larry warten. 2020 war es dann endlich soweit und Leisure Suit Larry: Wet Dreams Dry Twice erschien. Seit dem 18. Mai ist die Fortsetzung endlich auch für Nintendo Switch erhältlich. Und ein Point & Click auf einer Konsole mit Touchscreen zu testen, kann so falsch nicht sein, oder?

Larry in Schwierigkeiten

Larry Laffer ist natürlich noch immer ein Lustmolch und schafft es nicht selten, dadurch in Schwierigkeiten zu geraten. Genauso startet die Fortsetzung von Leisure Suit Larry – Wet Dreams Don’t Dry. Unser gutgekleideter, schwarzhaariger Protagonist steht kurz vor seiner Hochzeit. Dies ist verwunderlich, denn war die vorangegangene Story kaum daraus ausgerichtet. Mitsamt einer Zusammenfassung aller Geschehnisse wird schnell erklärt, wie es zu der baldigen Trauung kommt.

Da die Braut jedoch nicht unbedingt Larrys Vorstellungen entspricht, muss ein Ausweg gesucht werden. Als aktiver Spieler heißt es nun für euch, alles einsacken, das von Bedeutung sein könnte. Interaktive Gegenstände lassen sich glücklicherweise optisch hervorheben, sodass ihr nicht das Gefühl bekommt, in einem Wimmelbild zu versinken.

Und warum nimmt Larry all das auf sich? Seine Flamme Faith, die bereits im vorangegangenen Teil von Leisure Suit Larry: Wet Dreams Dry Twice ein wichtiger Teil der Geschichte war, muss gefunden werden. Doch nicht nur er sucht nach der jungen Dame.

Sprechen, Suchen, Kombinieren

Als Held der Fettnäpfchen landet Larry ständig in fragwürdigen Situationen. Viele dieser ungünstigen Ereignisse werden durch Dialoge hervorgerufen, in denen kaum ein Blatt vor dem Mund genommen wird. Leisure Suit Larry: Wet Dreams Dry Twice schafft es oft, Gespräche unter der Gürtellinie zu etablieren. Natürlich lebt die Reihe davon, weswegen sich das Spiel kaum ernst nimmt. Für unseren Protagonisten ergeben sich daraus aber nicht selten Probleme, die weitere Lösungen einfordern.

Damit geht das Suchen und Sammeln einher, denn selbst sinnloser Fundus wird irgendwann einen Ort der Anwendung ebnen. So müsst ihr beispielsweise schon relativ am Anfang des Spiels ein Floß bauen, jenes zuallererst einen Bauplan einfordert. Mit dem Öffnen der Instruktionen wird euch unter anderem schnell signalisiert, dass ein Haufen leere Plastikflaschen auf einer Insel Sinn machen könnten.

Mit weiteren Kombinationen verschiedener Gegenstände schafft ihr frische Utensilien, die für den Spielverlauf unverzichtbar sind. Dabei bleibt Leisure Suit Larry: Wet Dreams Dry Twice relativ logisch aufgebaut, sodass ihr nicht lange in einer Situation feststecken werdet. Falls dies dennoch passiert, könnt ihr auf eine To-Do-Liste zurückgreifen, die eine kleine Stütze gibt.

Größere Gegenstände, die der kleine Lustmolch nicht mitschleppen kann, werden auf einem Foto verewigt. Selbstverständlich sind diese ebenfalls kombinierbar, was aber nicht verhindert, dass das Inventar irgendwann recht gefüllt ist.

PI…PI

Da Larry nicht unbedingt die hellste Kerze auf dem Kuchen ist, kann er sich glücklich schätzen, eine Helferin an seiner Seite zu wissen. Dabei handelt es sich um PI, einer künstlichen Intelligenz, die über sein Smartphone mit ihm kommuniziert. Ratschläge und freche Sprüche wechseln sich in den Dialogen beider Figuren ab.

Oft treiben Larrys Sprüche PI auch an den Rand der Verzweiflung, was sehr lustig anmutet. Das Zusammenspiel beider ist mehr als gelungen und spart nie daran, zu zeigen, dass die Altersbeschränkung von 16 Jahren mehr als berechtigt ist. Glücklicherweise bremst PI ihren Besitzer aber oftmals rechtzeitig aus, sodass ein Großteil der Sprüche noch verkraftbar ist und keine höhere Alterseinstufung notwendig wird.

Technik

Leisure Suit Larry: Wet Dreams Dry Twice setzt den Stil von „Wet Dreams Don’t Dry“ fort und verbindet zudem beide Geschichten miteinander. Die Charaktergestaltung und die Animationen sprechen mich sehr an. Schöne Farben paaren sich mit witzigen Schauplätzen, die nur so voller Anspielungen wimmeln. Viele der Objekte teilen die Optik mit Geschlechtsteilen. Gelegentlich wirkt dies zwar übertrieben, gehört zu dem Franchise aber nun einmal dazu.

Neben der angenehmen Soundkulisse sticht insbesondere die Sprachausgabe hervor. Wie bereits erwähnt, wurde Oliver Pocher abgelöst. Stattdessen darf Philipp Moog das Sprachrohr des überwiegend gutgelaunten Protagonisten übernehmen. Viele werden ihn aus der Serie „How I met your mother“ kennen, in welcher er die deutsche Version von Barney Stinson / Neil Patrick Harris spricht. Gelungen ist die Vertonung von Larry und den anderen Figuren im Spiel bis ins letzte Detail. Die Stimmlagen sind immer der Situation angepasst und tragen den Humor und Sarkasmus bestmöglich nach außen. Den Gesprächen bin ich in all der Zeit nicht überdrüssig geworden und habe sie gerne komplett angehört.

Auf der Nintendo Switch beginne ich mit Startschwierigkeiten, da mir merklich Maus und Tastatur fehlen. Dafür schafft der Touchscreen Abhilfe, mit dem ich Objekte oder Reiseorte direkt berühren kann. Interaktionen wie das Kombinieren von Gegenständen funktionieren nicht immer beim ersten Versuch. Alternativ zum Touchscreen ist jedoch die Steuerung über die Buttons verfügbar, wenngleich ich diese Option noch fummeliger finde.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
82
82
Gut
-
Multiplayer

FAZIT

Leisure Suit Larry: Wet Dreams Dry Twice ist ein wirklich witziges Spiel, welches mich sehr gut unterhalten hat. Selbstverständlich muss man diese Art von Humor und Sarkasmus mögen, um die ca. 12 Stunden ins Gameplay versinken zu können. Das Spiel selbst nimmt sich aber auch zu keiner Zeit ernst und ist perfekt für alle, die zu anspruchsvollen Titeln den Rücken zukehren wollen. Die gelungene Optik wird durch Philipp Moog als Sprecher von Larry perfekt ergänzt. Letztlich ärgert mich die Steuerung gelegentlich, da leider nichts eine Maus und Tastatur im Point & Click-Genre ersetzen kann – auch kein Touchscreen.

- Von  Rena

Schön, dass du zurück bist, Larry.
Playstation 4
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Leisure Suit Larry: Wet Dreams Dry Twice (Nintendo Switch) REVIEW

USK 16 PEGI 16

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