Ultra Street Fighter IV REVIEW

Schon seit 1987 schafft es Street Fighter die Massen zu Begeistern und die Ranglisten der beliebtesten Beat em‘ up Games anzuführen. Auch ich bin diesem Kampfspiel seit frühster Kindheit verfallen und habe einige Serienableger in meiner Sammlung. Seit jüngster Zeit gesellt sich nun Ultra Street Fighter IV hinzu, welches als Erweiterung von Street Fighter IV fungiert, das nicht nur neue Features und Kostüme mitbringt, sondern den Kader auch um weiteren Recken anreichert. Neben den doch sehr bekannten Protagonisten wie Ken, Ryu, Vega, Chung Li, M. Bison,Sagat und viele mehr, tummeln sich die fünf neuen Charaktere Gift, Hugo, Elena, Rolento und Decapre. Wer nun von einem Déjà-vu heimgesucht wird, muss sich aber keine Sorgen bereiten, denn tatsächlich durften einige der benannten Kämpfer schon in Serienableger, wie Street Fighter Alpha ihre Muskeln spielen lassen.

Ultra Haue

Ultra-Street-Fighter5

Die 44 möglichen Protagonisten haben allesamt eigene Beweggründe, um am Wettkampf teilzunehmen. Ob eine Ausweitung der Kampfkünste, einfacher Spaß oder Rache, jeder der Gründe wird in einem kurzen Anime erläutert und schenkt dem eigentlichen Beat em‘ up so ein wenig mehr Charakter. Das gesamte Turnier ist aber noch in eine Hauptstory gehüllt, die die Firma S.I.N. mit der Verbrecherorganisation Shadaloo in Verbindung stellt, die wiederum am Verschwinden mehrerer Kampfsportler beteiligt sein soll. Das persönliche Ziel ist aber immer dasselbe, denn nur der Sieg zählt auf dem Turnier und bringt euch Seth näher, der hier zumeist als Endgegner fungiert. Ebenso wird sich jeder der Kämpfer aber auch seinen ganz eigenen Rivalen stellen.

Doch möchte ich mich mit meiner Rezensionen auch denjenigen Spieler zuwenden, die vielleicht bislang noch keine oder nur wenig Erfahrung mit Street Fighter machen konnten. Zuallererst erwählt ihr einen Protagonisten aus einem riesigen Kader voller Kämpfer, der fortan die linke Seite des Zweikampfes einnehmen wird. Ihr seid nun in der Pflicht, euren Kontrahenten mit Schlägen und Tritten die komplette Energieleiste zu entleeren. Dank unzähliger Tastenkombination wird aus den simplen Manövern, die reinste Show an Attacken, die mit Feuer- oder Plasmaschweif über den Bildschirm fegen. Selbstverständlich hat aber auch euer Gegenüber einige nette Angriffe im Repertoire, denen ihr so oft wie möglich ausweichen, oder zumindest mit einer Blockade abmildern solltet. Mit dem richtigen Timing, das zudem eine korrekte Tastenkombination benötigt, dürft ihr sogar per Special-Move den ganzen Bildschirm im Feuerwerk der Effekte einhüllen und euren Gegner einiges an Lebenskraft rauben. Allgemein ist es wichtig, die Vorteile jedes Kämpfers auszuspielen und somit die Nachteile fast auszublenden. Die flinken Kämpfer können schnelle Combos vollziehen, sind in der Abwehr aber weniger robust. Wer hingegen mit Stärke auftrumpft, ist oftmals relative Träge in einzelnen Kick und Punch Attacken und gibt meist zu viel Spielraum für ein Kontra. Problematisch wird es erst, wenn ihr auf Gegner trefft, die mit denselben Angriffe ihre Kampfkunst darlegen. Gerade Ken, Ryu, Dan, Akuma und Sakura sind einige dieser Kandidaten, die aber nichtsdestotrotz Unterschiede im Kampfstil vorweisen.

Die Matches selbst könnt ihr je nach Erfahrung und eigenen Wünschen anpassen. Die angepeilten drei Runden dürfen erweitert oder gekürzt werden, sodass sogar eine Runde über den endgültigen Sieg entscheidet. Selbstverständlich ist auch der Schwierigkeitsgrad variable und darf von Kinderleicht auf Superschwer angepasst werden.Ebenso obliegt euch auch die Entscheidung, ob ihr den Zweikampf in einem vorgegebenen Zeitlimit ausführen wollt, oder auf diese Einschränkung verzichtet. Vorteil ist, auch ein abgelaufenes Zeitfenster kann einen Sieger küren und erwählt denjenigen, der den meisten Energievorrat vorweisen kann. Alle genannten Optionen dürfen im Acarde, wie auch Versus-Modus genutzt werden.

Zwischen den Kämpfen selbst gibt es noch kleinere Entspannungspausen, die mit gelegentlichen Bonus-Stages aufwarten. Wie schon zu Zeiten des Super Nintendos, dürft ihr Fässer im Akkord zerschlagen, oder ein Auto in seine Einzelteile zerlegen. Wem dies noch nicht reicht und auch von den möglichen Errungenschaften nicht genügend gefordert wird, darf Ultra Street Fighter IV gerne mit menschlicher Konkurrenz versorgen. Online oder Lokal, kann man sich in gepflegter Manier einen Zweikampf stellen, der nun dank fehlender CPU Einschränkung, keine Rücksicht auf Verluste nimmt.

Ultra Technik

Technisch möchte ich mit der Steuerung beginnen, da sie hier das Hauptaugenmerk darstellt. Wie bereits angeschnitten, hat jeder der 44 Kämpfer seinen ganz eigenen Stil, der durch spezielle Attacken bekräftigt wird. Jene Moves werden über Tastenkombinationen hervorgerufen und beanspruchen ein flottes Händchen. Mit schwungvollen Bewegungen über das Steuerkreuz, die mit einer Feuertaste in Kombination einhergehen, befehligt ihr kraftvolle Angriffe, die Feuerbälle hervorrufen, oder Gegner aus der Luft abfangen. Je nach Komplexität könnt ihr davon ausgehen, dass ein Treffer ordentliche Spuren beim Kontrahenten hinterlässt und nicht selten für einen schnellen Sieg sorgen. Die von uns getestete PC Version sollte unbedingt mit einem Controller gezockt werden, da gerade sehr schnelle und fordernde Tastenkombination auszuführen sind. Ein Nachteil verbirgt sich trotzdem in diesem Steuerungselement, denn leider können nicht alle Befehle auf Tasten gelagert werden.

Interessant sind auch einige Vergleiche zum Ur-Street Fighter, welches auf dem NES startete und auf dem Super Nintendo einen Siegeszug begann. Grade die Ausführung einiger spezieller Angriffe wie beispielsweise das Yoga Fire von Dhalsim, das Tiger-Knee von Sagat oder der Hadouken Feuerball von Ken, sind immer noch identisch in ihrer Ausführung. Selbstverständlich gesellen sich aber zu jedem Charakter neue Angriffe und Combos hinzu, die für neuen Spielspaß sorgen. Und schon wie damals, sind explizite Kommandos am Besten mit dem Steuerkreuz zu vollziehen.

Weiter geht es mit dem Sound! Und ja, was soll man sagen, natürlich lebt ein wahres Beat em‘ up nicht nur von schicker Grafik, guter Steuerung und noch besserem Gameplay, nein, auch die Akustik trägt für die perfekte Atmosphäre sein Nötiges bei. Passend zu den verschiedenen Stages, bietet Capcom eine musikalische Untermalung, die Ihresgleichen sucht. Impulsive Klänge ziehen sich durch die Matches und geben euch das richtige Feeling, um sich in die jeweilige Situation hineinzuversetzen. Doch nicht nur die musikalischen Aspekte sind das Ausschlaggebende für so einen großartigen Titel, denn fast wichtiger sind stattdessen die klasse Effekte, die einem Bud Spencer und Terance Hill Film entstammen könnten. Und würde es euch nicht auch fehlen, wenn Ken und Ryu kein “ Hadouken“ rufen, wenn sie ihren Feuerball entlang der Stage entsenden?!

Sicherlich habe ich im letzten Absatz schon einiges vorweggenommen, doch möchte ich die optische Darbietung mit einigen Worten mehr belobigen. Gehüllt ist Ultra Steet Fighter IV in mehr als nur einer “schicken Grafik“. Tolle Charaktere mit modellierten Muskeln, flüssiger Animation und weicher Mimik fegen über den Bildschirm. Die Umgebung, die selbstverständlich auf einen kleinen Bereich eingegrenzt ist, wird mit Leben und Bewegung bestückt und passt perfekt zur Gesamtthematik des Beat em‘ ups. Ohne Ruckeln und jedwede Nachteile bietet Ultra Street Fighter IV eine Wohltat für das Auge, dem nichts hinzuzufügen gibt.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
83
86
Gut
89
Multiplayer

FAZIT

Sicherlich könnte man mir Befangenheit vorwerfen, denn schon seit Zeiten des Super Nintendos, durfte ich unzählige Matches mit Ken, Sagat, Ryu, Chung Li, Cammy und all den anderen bestritten. Doch gerade weil es sich noch so anfühlt wie vor über 20 Jahren, habe ich auch Ultra Street Fighter IV lieben gelernt. Letztlich bleibt nur die Frage offen, ob 44 verschiedene Charaktere nicht zu viel des Guten sind. Mitnichten sind die Neuankömmlinge überflüssiger Zuwachs. Jeder der männlichen wie auch weiblichen Figuren, schenkt dem Spiel zusätzliche Spielstunden und den Anreiz, sich weitere Comos bis zur Perfektion anzueignen!

- Von  Rena

Playstation 4
Xbox 360
Playstation 3
MS Windows

Ultra Street Fighter IV REVIEW

USK 12 PEGI 12

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