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Resident Evil Village: Cloud Version REVIEW

Ich wollte es nicht. Nein, ich wollte Resident Evil Village nicht. Ich wollte mehr von Resident Evil 7. Mehr Horror, mehr Spannung, Schrecken und Ekel. Ich wollte mich auch nie so vertun wie ich es mit meiner ersten abschätzigen Sicht auf Village getan habe. Ich würde heute sagen, es lag vor allem an den Berichten zum Spiel, die “Mehr Action, weniger Horror” versprachen, aber scheinbar nur an der Oberfläche des Spiels gekratzt haben. Ich habe den Titel zum Release im Jahr 2021 gespielt und ja, für mich ist Resident Evil Village eine tolle Fortsetzung und Achterbahnfahrt, die zum Ende hin völlig aufdreht. Die Switch Version hat mir Gelegenheit geboten, meine Eindrücke zu festigen.

Besonderheiten der Switch Cloud Version

Die Nintendo Switch überrascht mich immer wieder., insbesondere was die guten Cloud-Umsetzungen angeht. Ob es die fantastische Control Version, die eine der besten Versionen des Spiels neben der Geforce Now Fassung ist, oder die Kingdom Hearts Collection. Die kleine Switch hat kein besonders gutes WLAN-Modul, trotzdem funktioniert das Cloud-Gaming damit äußerst gut, wenngleich ich mir unterwegs eine Brücke per Smartphone baue. Ubitus, der Dienstleister für die Nintendo Cloud-Versionen, hat hier wieder geliefert. Aber – Ja, es gibt ein Aber. Ich habe absolutes Glück, dass es bei mir so gut funktioniert. Jedoch kenne ich einige Personen, bei denen das nicht der Fall ist und auch ich habe bei manch fremden WLAN meine Probleme damit gehabt. Meistens kann ich aber auf das mobile Netz der Telekom bauen, um stabil und in guter Qualität zu spielen. Die Switch liefert 720p mobil und 1080p im Docked-Mode.

Ein Netzwerkkabel und 5ghz oder höher sind zu bevorzugen. Testet es vorab am besten immer mit einer der angebotenen Demos, die auch zu Village verfügbar ist. Damit seid ihr auf der sicheren Seite und dem Genuss der Cloud-Version steht nichts im Wege.

Mit dem Ende von Google Stadia ist das Spiel ansonsten bei keinem anderen Cloud-Gaming-Dienst verfügbar. Möglich wäre sonst nur ein Service wie Shadow PC, wenn jene Variante bevorzugt wird.

Was steckt drin

Vorab sei gesagt, die “Winters Expansion” ist noch nicht für die Nintendo Switch Version erschienen, folgt aber am 2. Dezember 2022. Das Multiplayer-Spiel RE:Verse, das zusammen mit der Erweiterung veröffentlicht wurde, wird nicht für die Switch erscheinen. An dieser Stelle muss auf die anderen Plattformen wie PlayStation 5 oder Xbox Series zugegriffen werden, falls verfügbar.

Was bekommt man also mit der Switch Version für sein Geld? Das Waffenaccessoire “Mr. Raccoon”, sowie das Survival-Set und das Trauma-Paket. Nette Gegenstände für den Start, aber nichts, das man zwingend braucht.

Eine wilde Achterbahnfahrt

Ich möchte den nachfolgenden Text so spoilerfrei wie möglich halten. Falls ihr es tatsächlich geschafft habt, so lange ohne Spoiler auszukommen, verdient ihr meinen Respekt.

Drei Jahre nach den Ereignissen von Resident Evil 7 führt Village die Geschichte von Ethan Winters und seiner Frau Mia in Europa weiter. Außerdem spielt ihre Tochter Rose eine große Rolle in dem Spiel. Warum dann Chris Redfield und Soldaten in das Haus der Winters eindringen, solltet ihr selbst erleben.

Der Anfang der Geschichte passt irgendwie nicht, zumindest scheint es so, denn der Cut und der Übergang in das Dorf-Setting sind hart. Aus der Ego-Perspektive kämpft man sich fortan von Schauplatz zu Schauplatz und das Finale hat mich mit offenem Mund zurückgelassen. Ich habe absolut nicht mit diesem Twist gerechnet oder auch nur einen Gedanken daran gehabt, dass jetzt genau das mit uns als Charakter passiert. Gut gemacht, Capcom. Zudem empfinde ich die Abschnitte, die ruhiger verlaufen, den Ton herunterfahren und wieder etwas mehr an Teil 7 erinnern, sehr gelungen. Die Entwickler haben eine gute Balance zwischen “Ich will das nicht mehr weiterspielen, weil: Grusel” und kompromissloser Action gefunden. Jeder Resident Evil Teil macht das, auf seine ganz eigene Art und erfindet sich damit neu.

Trotzdem fühlt sich das Gameplay vertraut an. Es gibt wieder die typischen Türrätsel und Sammelaufgaben. Ich hab das wirklich nicht genossen und ich hoffe, die Serie modernisiert sich an dieser Stelle. Das mag für Newcomer vielleicht noch okay sein, ich habe aber gelangweilt abgewunken und mich nur durch diese Parts gezwungen, weil andere Gameplay-Elemente so gut umgesetzt wurde, sodass ein Weiterspielen meinerseits nie Infrage gestellt wurde . Womöglich hätte ich ein anderes Spiel längst liegen gelassen.

Sind Türen bzw. Tore mit diesem einen Schlüssel oder Symbolen geöffnet und somit wichtige Gegenstände gefunden, eröffnet sich immer eine spannende sowie neue Umgebung. Das treibt mich an und ja, vielleicht ist die Geschichte absurd und ja, vielleicht ist das Finale der Geschichte noch viel absurder. Nichtsdestotrotz packt mich das Spiel so sehr, dass ich wissen möchte, wie es weitergeht.

Ich konnte mich in den Charakteren verfangen, wie Ethan, Mia und Rose. Ebenfalls packten mich die Bösewichte und Lady Dimitrescu, die perfekt zum Storytelling beitrugen. Das Setting und die Stage wurden klug genutzt, um hier alles genüsslich auseinanderzunehmen. Ich bin nicht grundlos zu einem Fan der Reihe geworden und mein zweiter Besuch dieser Welt hat den Eindruck gefestigt.

Fantastische Kulisse und Sound

Die Cloud-Version schafft es recht gut, die sehr dunklen Elemente des Titels auf den Bildschirm zu bringen und das ist keine leichte Angelegenheit. Trotzdem gibt es eine dezente Artefaktbildung, die mir sehr selten störend aufgefallen ist. Dennoch sollte dies nicht verschwiegen werden. Ansonsten ist die Action von Resident Evil Village ungetrübt. Gefühlt läuft das Spiel mit 60fps. Ist viel aus dem Bildschirm los, kann die Framerate auch leicht darunter liegen. Die technische Qualität liegt über Stadia Niveau und entspricht damit mittleren bis hohen PC Einstellungen ohne Raytracing.

Generell sind das Kreaturen-Design, die Kulissen und Details auf sehr hohem Niveau. Diese Welt ist einfach unglaublich glaubwürdig. Dagegen würde ich Resident Evil 5 fast gar nichts abnehmen. Im offiziell 5. Teil stimmt für mich schon das Level-Design im Aufbau nicht. In Resident Evil Village wirkt es hingegen irgendwie natürlich und stimmiger.

Der Sound verkauft mir das gezeigte Setting mit den passenden Bildern als Gruselgeschichte mit Gänsehaut-Garantie. Es ist an einer Stelle gewaltig und dann plötzlich wieder eindringlich wie spannend, insbesondere in den Momenten, an denen ich am liebsten weglaufen möchte. Das heißt, in den geliebten Grusel-Passagen komme ich vollends auf meine Kosten.

Wie geht es weiter mit der Serie?

Shadows of Rose spinnt die Geschichte weiter und gibt einen tieferen Einblick. Ich bin auf die Nintendo Switch Umsetzung sehr gespannt und noch mehr, wohin die Reise mit einem Nachfolger geht? Mit Familie Winters wird es wohl nichts mehr am Hut haben. Finden alte Bekannte oder neue Charaktere ein? Fragen über Fragen. Ich persönlich hoffe auf frischen Wind und viele Gruselmomente, die abermals auf eine Altersfreigabe von 18 Jahren setzen. Wobei ich inzwischen mitunter dieser Reihe gelernt habe, dass Action und Horror sich nicht ausschließen müssen.

Und solange nicht ein offizieller Nachfolger angekündigt ist, bleibe ich Resident Evil Village in der Cloud-Version treu, um den Horror überall erleben zu können.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pros
  • Gute Cloud-Umsetzung…
  • Ausgewogene Balance zwischen Action und Horror
  • Immersion durch Ego-Perspektive stimmig
  • Spannende Fortsetzung der Story
  • Sound und Grafik sind Top

thumbs-up-icon

Cons
  • …wenn euer Netzwerk Cloud-Ready ist
  • Die Geschichte ist sicher auch Geschmackssache
  • Winters DLC nicht zum Release verfügbar
  • Altbackene Rätsel und Sammelaufgaben

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Spiel Bewertung
Singleplayer
85
85
Gut
-
Multiplayer

FAZIT

Das Spiel Resident Evil Village, das ich nie wollte, weil meine Erwartungen falsch waren, hat mich am Ende durch seine Geschichte und sein kluges Design überzeugt, wenngleich mich einige der älteren Mechaniken mittlerweile nerven. Hier hoffe ich auf eine Weiterentwicklung der Serie an sich. Die Nintendo Cloud-Version ist technisch einwandfrei, jedoch mit leichten Einschränkungen, falls euer Netzwerk nicht geeignet oder die Verbindung mit den Servern nicht gut ist. Sobald der DLC “Winters Expansion” verfügbar ist, darf der Titel auch auf der Nintendo Switch als Rundum-sorglos-Paket bezeichnet werden.

- Von  Stefan

Playstation 4
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