Operation Babel: New Tokyo Legacy REVIEW

Operation Babel: New Tokyo Legacy ist ein Dungeon Crawler vom japanischen Entwickler Expierience Inc., die zuvor schon einige Spiele aus dem gleichen Genre für die Playstation Vita zusammengebastelt haben. Gleichzeitig ist der Entwickler für seine detailreiche Charaktergestaltung und den „old-school“ Gameplay-Stil bekannt. Der benannte Titel ist des Weiteren der Nachfolger des im Jahre 2015 erschienenen Operation Abyss: New Tokyo Legacy für die PlayStation Vita. Nun zwei Jahre später wird die Geschichte um Tokio weitererzählt, doch wie kommt das Sequel bei uns an? Und kann Expierience Inc. seine Stärken im Spiel einbringen? Wir versuchen mit den nachfolgenden Zeilen die wichtigsten Fragen zu beantworten.

 

Die Story

 

Überall in Tokio erscheinen Dungeons, Monster und ein riesiges, mysteriöses Ungeheuer mit der Bezeichnung „Embryo“ schwebt über der Erde. Wir, die Xth-Spezialeinheit, sind die letzte Hoffnung für die Welt und müssen alles daran setzen, die Monster zu besiegen. Das Xth-Team besteht aus genetisch modifizierten Teenagern, die durch ihre „Blood Codes“ Zugriff auf besondere Fähigkeiten haben.

Zu Anfang des Spiels ist die Geschichte gerade für Neueinsteiger sehr verwirrend, da Operation Babel direkt am Ende von Operation Abyss ansetzt und man im Spiel keine wirklichen Erklärungen zu den Geschehnissen aus dem Vorgänger erhält. Zwar haben die Köpfe hinter dem Titel versucht, durch die neuen Charaktere im Xth-Squad einen Einstieg für Anfänger zu eröffnen, doch desto tiefer man in die Geschichte eintaucht, auf mehr Referenzen und Charaktere aus dem Vorgänger trifft man.

 

Macht euch bereit

Das Gameplay in Operation Babel: New Tokyo Legacy besteht hauptsächlich aus dem Erkunden von Dungeon und dem Kampf gegen allerlei Monster. Viele der Dungeons sind zudem mit kleinen Puzzeln und Hindernissen, wie zum Beispiel einem elektrischen Draht ausgestattet, der euch richtig fies treffen kann. Dies sorgt gleichzeitig für die ein oder andere ungewollte Überraschung, denn die Karte deckt sich erst mit dem Erforschen der jeweiligen Höhlen auf. Dennoch, gerade das Erkunden der Areale ist einer der spaßigsten Abschnitte des Spiels, da der Spieler immer wieder auf neue Hindernisse und Herausforderungen trifft, ohne es vorher absehen zu können.

Ein gelungenes Vordringen kann aber nur mit einer guten Charakterzusammenstellung gelingen. Daher werden dem Spieler eine Menge Möglichkeiten gegeben, sein Team auszubauen und nach dem eigenen Geschmack zu gestalten. Indem man bestimmte Kombinationen von Items ausrüstet oder neue Fähigkeiten freischaltet, kann die Gruppenstärke verbessert werden. Außerdem lassen sich für die einzelnen Charaktere zusätzliche „Blood Codes“ zuweisen, wodurch man Jobklassen miteinander mischen kann. Die sogenannten „Blood Codes“ sind im Prinzip das Klassensystem in Operation Babel: New Tokyo Legacy. Es stehen verschiedene Klassen wie Samurai, Ranger, Zauberer, Ritter und Heiler zur Verfügung. Durch die zwei „Blood Codes“ eröffnen sich einige neue Optionen wie zum Beispiel ein Fernkämpfer, der mit zwei verschiedenen Arten der Magie kämpft, oder ein Ritter, mit den Fähigkeiten eines Assassinen, welche ihm eine hohe Geschwindigkeit mit ein solides Maß an Angriffsstärke verleihen. Doch lassen sich nicht nur die Jobklassen mischen. Zusätzlich darf man bei seinen Teammitgliedern noch mehr Details wie beispielsweise Alter, Stimmen, Persönlichkeiten oder den Avatar anpassen. Die Entwickler haben außerdem ein „Rise and Drop“-System implementiert –  eine Anzeige, welche sich durch Kämpfen füllt und dabei die Chance für bessere Itemdrops erhöht.

Wenn der Spieler nicht gerade in Dungeons rumhängt, dann ist er mit großer Wahrscheinlichkeit in Tokio tätig. Hier lassen sich im Labor Items, wie Heiltränke, herstellen oder die Ausrüstung verbessern. Natürlich erhält die Gruppe wie in vielen JRPG’s auch Expertenpunkte (XP) nach einem erfolgreichen abgeschlossenen Kampf. Dessen Skill-Verteilung, die mit einem Levelaufstieg einhergehen, ist jedoch an eine Bedingung geknüpft. Nur in der Stadt ist das Aufleveln und die Freischaltung neuer Fähigkeiten möglich. An manchen Stellen unterbricht sich hierdurch die Geschwindigkeit des Spiels, da man erst den jeweiligen Dungeon verlassen muss, um seine Charaktere anzupassen oder sogar mit gefundenen Items ausrüsten kann.

 

Design und Sound

Operation Babel: New Tokyo Legacy sieht für ein PlayStation Vita Spiel eher mittelmäßig aus. Zwar sich die Charaktere schön, vielfältig und vor allem mit viel Liebe zum Detail gestaltet, doch das Manko ist nicht fern. Leider schauen die Hintergründe, vor allem in den Dungeons, etwas veraltet aus. Die eintönigen Hintergründe bzw. Schauplätze wirken sich zudem negativ auf den wohl wichtigsten Teil des Spiels aus – das Erkunden der Gebiete. Nach nur kurzer Zeit hat der Spieler kaum noch das Gefühl etwas Neues zu entdecken, da ein Dungeon dem anderen gleicht.

Des Weiteren ist die Hintergrundmusik, auch im Vergleich zu anderen Spielen aus dem Gerne, nur Mittelmaß und wiederholt sich nach kurzer Zeit erneut. Es gibt tatsächlich kein Lied auf dem Soundtrack, welches wirklich heraussticht und zum Beispiel einen spannenden Teil der Story oder einen knappen Kampf noch einmal musikalisch aufwertet und im Kopf akustisch verankert. Für ein Dungeon Crawler ist dadurch viel des möglichen Potenzials verspielt.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
60
60
-
Multiplayer

FAZIT

Alles in allem ist Operation Babel: New Tokyo Legacy eine mittelmäßige Erfahrung, denn Einsteigern wird kaum etwas erklärt und für Veteranen ist das Gameplay wiederum zu eintönig. Wenn man jedoch die Zeit investiert, um das Team auszubauen, hat man wirklich viele Möglichkeiten sich auszutoben. Dennoch reichen selbst die paar interessanten Spielmechaniken, wie zum Beispiel "Blood Codes" oder "Rise and Drop", nicht wirklich aus, um das sehr simple und repetitive Basis-Gameplay zu verbessern. Letztlich ist Operation Babel: New Tokyo Legacy lediglich als Titel für zwischendurch zu empfehlen und auch nur dann, wenn Vorkenntnisse zum Vorgänger vorhanden sind. 

- Von  Lukas

PlayStation Vita

Operation Babel: New Tokyo Legacy REVIEW

USK 12 PEGI 12

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