Obliteracers (PS4) REVIEW

1,2,3… und schon sitzt man am Steuer seines Fahrzeugs und ballert los, wird abgeballert, kurvt geschmeidig um die Kurven, oder fragt sich wo man überhaupt ist. Genau so kann man den Spielstart von Obliteracers kurz und prägnant beschreiben. Das Spiel ist dermaßen unkompliziert und einsteigerfeundlich, dass dies vllt. bereits die größte Stärke des Spiels ist. Doch dazu gleich mehr, fangen wir vorne an:

Obliteracers kommt von Down Under, Australien, vom Entwickler Varkian Empire und ist bereits seit Februar für Steam, und seit Juli für PlayStation 4 und XBox One erhältlich. 15 € gilt es für das Spiel auszugeben, um damit u.a. auch den Sieger des „Indie Game Showcases“ vom IFest Melbourne 2015 zu bekommen. Folgend lest ihr, ob es sich denn lohnt, das Geld auszugeben, oder lieber ein gigantisches Eis zu essen, und warum es für Einzelspieler weniger geeignet ist, als für Old-School-Couch-Multiplayer. Der Test handelt von der PlayStation 4 Version.

 

Simpel und gut 

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Kurz gesagt handelt es sich primär um eine Multiplayer-Spaßgranate, welche es bis zu 16 Spielern ermöglicht, sich gegenseitig mit bewaffneten fahrbaren Untersetzern zu bekriegen. Damit sind wir auch beim wichtigsten Aspekt: Es geht nicht darum Runden-Bestzeiten hinzulegen, oder als erster durch’s Ziel zu kommen, sondern darum alle anderen Fahrer vom Feld zu räumen.

In verschiedenen Modi wie „Anführer“ oder eine Art „Letzter Mann“ gilt es letztlich immer alle anderen Fahrer zu besiegen. Dafür gibt es verschiedene Waffen wie Flammenwerfer, Rakete, Druckwelle, Minen und andere. Ist ein Fahrer vom Feld geräumt, gibt es einen Punkt, oder je nach Modi einen Punkt, wenn man als letzter übrig ist o.ä..

Die Besonderheit ist, dass nach solch einem Sieg das Rennen mit dem wiederhergestellten Fahrerfeld an gleicher Stelle neustartet, bis der nächste Punkt erzielt ist. Man startet also auf dem Abschnitt der Strecke, an dem der Sieger der Runde bestimmt wurde. Ist das Punktelimit erreicht (zum Beispiel 10 Abschüsse), ist das Rennen auf dieser Strecke beendet und es geht zum nächsten.

 

Umfang 

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Wie eingangs erwähnt kann man als Einzelspieler direkt losstarten. Man kann keinen Fahrer wählen, oder ein Fahrzeug. Diese unterscheiden sich eh nur optisch,  und so gilt es lediglich die vorhanden Waffen auf der Strecke einzusammeln und damit sich den Weg zum Sieg freizuschießen.

Es gibt bisher 4 Strecken zur Wahl, welche zu verschiedenen Tageszeiten und Wetterbedingungen befahren werden können Tropische Insel, Großstadt oder auch Tanker auf hoher See, mal bei Tag, mal bei Nacht und Regnen tut es auch gern mal.

Der Singleplayer enthält null Story ist ist nur stupides Abfahren von Rennen in den verschiedenen Modi gegen CPU-Gegner. Nach kürzester Zeit kommt Langeweile auf und es nervt irgendwann, dass kein Spielfluss aufkommt, da immer alle paar Sekunden eine weitere Runde startet. So gibt es zwar Dauer-Action, aber irgendwie wird es anstrengend und man wird immer aus dem Spiel herausgerissen.

Im Obliteracers Multiplayer hingegen, der lokal oder online ausgetragen werden kann, kommt eine gehörige Portion Spaß oben drauf. Es macht deutlich mehr Spaß mit Kumpels auf der Couch zu sitzen und sich gegenseitig zu bekriegen. Eine Vielzahl an witzigen Mods, wie zum Beispiel „Lava“, bei dem man ständig springen muss um nicht zu viel Schaden zu nehmen sorgen für viel Abwechslung und Freude am experimentieren.

 

Technik 

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Die Grafik ist ganz klar zweckmäßig. Grobe Modelle und detailarme Umgebungen erzeugen zwar eine in sich stimmige Optik, und werden einem Indie-Titel mit kleinerem Budget gerecht, aber ist zu Zeiten einer PlayStation 4 oder XBoxOne doch schon arg rückständig. Dafür läuft das Spiel stets butterweich, egal wie viel los ist auf dem Bildschirm. Dem ist auch die Priorität zuzuordnen, denn bei Racern und vor allem bei Multiplayer-Titeln ist dies ein Muss.

Der Sound hingegen ist schon eher eine Beleidigung. Die Musik nervt einfach nach kürzester Zeit, und Fahrzeuggeräuche sind so gut wie nicht vorhanden. Auch die Explosionseffekte etc. hätten druckvoller, gerne auch übertrieben sein können, das hätte zum Spiel gepasst.

Die Steuerung von Obliteracers ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, obwohl sie mit wenigen Knöpfen auskommt. Die schwammige Steuerung ist anstrengend, so dass man oft ungewollt aus der Kurve fliegt. Dies mag aber auch an der komischen Kameraführung liegen, die stets alle Fahrer im Bild haben muss. Nach etwas Eingewöhnung klappt das aber dann ganz gut.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
55
65
75
Multiplayer

FAZIT

Für reine Singleplayer ist von dem Spiel abzuraten, da der Modus allein nicht genug motiviert. Es gibt keine Individualisierungsmöglichkeiten für Fahrer oder Fahrzeuge und auch nichts zum freischalten. Im Multiplyer online oder offline mit einigen Freunden auf der Cocuh, macht das actionreiche Gameplay hingegen mehr Spaß, trotz mittelmäßiger Grafik und Sound von gestern.

- Von  Darius

Playstation 4
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