Die Schlümpfe: Mission Blattpest REVIEW

Nach vielen Jahren sind die Schlümpfe zurück und versuchen wieder, auf Videospielbasis zu bestechen. In der Vergangenheit hieß dies immer, viel Springen und viel Laufen. Daran hat sich auch 2021 nichts geändert, wenngleich sich nun alles in einer 3D-Welt abspielt. Diesmal heißt das Scheusal als Antagonist aber nicht etwa Gargamel, sondern die Blattpest. Nun gut, dass der böse Zauberer Teil dieses Problems ist, sollte selbstverständlich klar sein.

In einem Wald, da ist ein kleines Dorf….

Die Schlümpfe behelfen sich wie immer selbst und schicken ihre besten Weißmützen in die Offensive, um die Blattpest zu bekämpfen. Zuallererst darf der stärkste Schlumpf im Dorf, Hefti, auf Reisen gehen, mitsamt einer Maschine auf dem Rücken. Der sogenannte Schlumpfisator bekämpft aktiv befallene Pflanzen und lockt das gesunde Grün dieser wieder hervor. So entledigen sich die kleinen blauen Wesen dieser bösartigen Macht und retten nach und nach ihren Wald. Gleichzeitig gestaltet sich die Mission Blattpest zu einem Rettungsauftrag, denn auch Schlümpfe sind urplötzlich verschwunden. Dabei ist ferner sogar Handi, der ja für das Basteln und Weiterentwickeln von diversen Gerätschaften zuständig ist. Die Mission ist also eindeutig – Schlümpfe retten, die Pest besiegen und Gargamel dadurch erneut eine auswischen.

Wie schon beschrieben, wird dazu viel gesprungen und gelaufen. Die Schlümpfe: Mission Blattpest ist daher ein niedlicher Plattformer, der aber erhebliche Schwächen aufweist. Wo die Darstellung noch akzeptabel ist, versagt die Performance völlig. Gerade in Passagen mit vielen Gegnern ruckelt das Bild ständig, sodass es den Spielspaß enorm einschränkt. Insbesondere in Bereichen, in denen ihr mit Koordination springen müsst, wird das Spiel zur Geduldsprobe. Und das ist durchaus schade, denn Die Schlümpfe: Mission Blattpest ist eigentlich ein toller Titel für die Kleinen. Es kommt gänzlich ohne Gewalt aus und ist auch in den Dialogen sehr einfach gehalten. Die ständig einbrechende Performance nimmt aber allen Altersklassen den Spaß am Spielen.

Fairplay

Die Umgebungen sind vielleicht unterschiedlich gehalten, dennoch wirkt alles irgendwie ähnlich, was den Drang, weiterzukommen, größtenteils einschränkt. Dabei versucht das Spiel, viel Abwechslung hineinzubringen, indem es sich beispielsweise nicht nur auf Bodenbereiche beschränkt. Es geht unter anderem hoch in die Luft, was aber durch übermäßige Sprungpassagen in einem Parcours wiederum zur eigenen Falle wird. Sprung – Ruckler – freier Fall – Savepoint.

An dieser Stelle möchte ich jedoch erwähnen, dass die Savepoints gut gesetzt sind. Werden eurem Schlumpf alle Herzen durch ungünstige Berührungen mit dem Gegner abgezogen, werdet ihr an einer der nicht weit entfernten Stellen für einen erneuten Versuch abgesetzt. Allgemein bleibt der Titel aber sehr einfach gehalten, sodass mit etwas Aktivität kaum ein Schaden entstehen sollte. Springen, Schlumpfisator abfeuern oder gezielte Stampfattacke und schon ist das Weiterkommen so gut wie sicher. Wenn insbesondere das jüngere Publikum doch einmal Schwierigkeiten verspürt, dem Gegner nicht gewachsen zu sein, kann der Schwierigkeitsgrad angepasst werden.

Schlumpftastisch…..?

Die Schlümpfe: Mission Blattpest ist aufgrund der sehr einfach gehaltenen Plattformer-Elemente für das jüngere Publikum zugeschnitten. Um vollends in die Welt der kleinen blauen Wesen versinken zu können, gibt es neben Textboxen eine seichte, deutsche Lokalisation. Doch schon sind wir beim nächsten Problem angekommen. Die Dialoge, in denen das Wort Schlumpf als Substantiv oder Verb verbaut wird, nerven mich schon nach wenigen Spielminuten. Ich kenne die Trickfilmserie natürlich aus meiner Kindheit und weiß, dass es in der Vorlage ähnlich war. Jedoch habe ich es seinerzeit nie so extrem überzogen wahrgenommen. Ständig höre ich nur noch Schlumpf, Schlumpf, Schlumpf und fange langsam an, das Wort zu hassen.

Wäre ich 30 Jahre jünger, würde ich diese Ausweitung vielleicht nicht so explizit wahrnehmen, weswegen ich auch die Sprachausgabe nicht weiter negativ in Beschlag nehme. Erwachsene Fans der kleinen Wesen werden sicherlich aber auf die Vertonung irgendwann verzichten.

Gadgets und Multiplayer

Nun will ich Die Schlümpfe: Mission Blattpest nicht nur zerreißen, denn in kleineren Sessions macht es schon Spaß. Ein gewolltes Weiterkommen wird unter anderem durch neue Gadgets gestärkt, die den sonst wehrlosen Schlümpfen frische Fähigkeiten zuteilwerden lassen. Dadurch kommen diese in neue Levelabschnitte, setzten Gegner schneller zu oder gelangen an Sammelgegenstände, mit denen die gesamte Spielwelt bestückt ist.

Als weiterer kleiner Muntermacher ist ein lokaler Koop-Modus verbaut, der aber nicht gleich zwei Schlümpfe parallel ins Rennen schickt. Stattdessen bekommt ihr einen kleinen, merkwürdigen Helfer an die Seite gestellt, der einfach das Gesamtbild eintrübt. Es ist ein fliegender Roboter namens S.A.M. der vom 2. Mitspieler übernommen wird. Zwar hat er ein paar Tricks drauf und darf ebenfalls der Pest entgegenwirken, laufen und springen kann der ominöse Begleiter aber nicht.

Grund dessen ist es nahezu egal, ob ihr den 3D-Plattformer alleine oder im Team spielt, denn das Feeling erhält hierdurch keine Veränderung.

Technik

Von den Performanceproblemen, die ich auf der Nintendo Switch erlebte, habe ich bereits ein paar Zeilen verfasst. Doch wie sieht es allgemein mit der Technik aus? Es gibt zwar einige kleine Grafikfehler, allgemein ist die Darstellung aber im oberen Mittelfeld. Die Schlümpfe sind in ihren Animationen sehr niedlich und die Umgebung recht bunt gehalten, wenngleich sie nicht vor Vielfältigkeit strotzt. Die Schauplätze und Interaktionen der kleinen Wesen wirken wie aus der Vorlage, was Fans gefallen wird.

Die nervige Sprachausgabe wird durch eine zurückhaltende Akustik begleitet, die ich nicht kritisieren brauche. Sie ist angenehm im Ohr zu wahrzunehmen und begleitet das Abenteuer, ohne groß aufzutragen. Ja, das hätte ich mir an anderer Stelle ebenfalls gewünscht.

Des Weiteren muss ich die Ladezeiten in einen negativen Fokus rücken. Es dauert ewig, bis ein neues Areal erscheint. Sogar die mögliche Schnellreise fordert ordentlich Geduld ein, bis ihr wieder die Kontrolle über eure Spielfiguren übernehmen könnt. Dafür erspart ihr euch nachladende Grafiken, die das Bild erst nach und nach vervollständigen.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pros
  • Nahe an der Vorlage
  • Niedliche Animationen der Schlümpfe
  • Lokaler 2 Spieler-Modus
  • Ohne Gewalt - sehr familienfreundlich

thumbs-up-icon

Cons
  • Ständige Performanceprobleme und gelegentliche Grafikfehler
  • Nervige Sprachausgabe
  • Lange Ladezeiten

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Spiel Bewertung
Singleplayer
61
61
61
Multiplayer

FAZIT

Nun ja, Die Schlümpfe: Mission Blattpest ist nicht unbedingt eine Lizenzgurke, ein Meisterwerk jedoch ebenso wenig. Der Titel hat einige Probleme und Schwächen, die so nicht hätten sein müssen. Fans der kleinen blauen Wesen werden sich vielleicht nicht daran stören, mich begeistert es aber weniger. So merke ich, dass Dialoge und Aufträge schnell mit dem Beiseite legen des Spiels aus meinem Kopf verschwinden. Ich verspüre genauso wenig den Drang, schnell die Geschichte fortführen zu wollen. Das Spiel ist nett und hat gewiss eine Zielgruppe, die begeistert sein wird, für mich ist aber nach einem Durchgang Schluss.

- Von  Rena

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PlayStation 5

Die Schlümpfe: Mission Blattpest REVIEW

USK 0 PEGI 3

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