Deiland: Pocket Planet (Nintendo Switch) REVIEW

Nach Harvest Moon, Story of Seasons, Animal Crossing aber spätestens Stardew Valley hat gefühlt schon jeder einmal eine Farming Simulation gespielt oder zumindest deren Existenz verinnerlicht. In dem Genre steht das kreative Bauen, Craften, sowie das Bewirten der eigenen Landwirtschaft im Vordergrund. Gleichzeitig wird das Ganze meistens von einer kleineren Story begleitet. Diese stehen zwar nie im Fokus, haucht dem Gameplay aber mehr Leben ein.

Finden ursprünglich die Simulationen auf dem Festland oder auf Inseln statt, setzt Deiland: Pocket Planet ganz andere Maßstäbe. Hier bewohnt euer Protagonist einen eigenen kleinen Planeten. Und der Name überrascht weniger, denn dieser nennt sich „Deiland“.

Mein kleiner Planet

In der Farming Simulation übernehmt ihr die Rolle des kleinen Jungen „Arco“, Dieser ist mithilfe eines kleinen Kometen auf den Planeten „Deiland“ gelangt. Von nun an nimmt das Abenteuer seinen Lauf. Zu Beginn greif ein Tutorial unsere Hand, welches uns über die ersten Spielstunden auch nicht mehr loslässt. Gleichzeitig können sich die ersten Stunden etwas ziehen. Ein kurzes und übersichtliches Tutorial, welches optional in 10 bis 15 Minuten abgearbeitet hätte werden können, wäre definitiv sinnvoller gewesen.

In guter alter „Super Mario Galaxy“ Manier umrundet ihr euren Planeten und sucht nach Ressourcen. Nach und nach kommen euch Bewohner fremder Planeten mit einem Raumschiff besuchen und versorgen euch mit Quests, die es zu erledigen gilt. Darüber hinaus verfügen diese Reisenden meistens über einen Shop, indem ihr nützliche Items kaufen oder Unnützes verkaufen könnt. Je länger ihr die farbenfrohe Farming Simulation spielt und desto höher ihr im Level aufsteigt, umso mehr erfahrt ihr über den kleinen Jungen „Arco“.

Doch besinnt sich Deiland: Pocket Planet nicht nur auf den namensgebenden Ort. Denn mit stetigem Fortschritt werdet ihr nicht nur auf Deiland gefangen bleiben. Im Laufe der Zeit dürft ihr fremde Planeten besuchen und natürlich erkunden.

Kleiner, feiner Ort zum Leben

Deiland: Pocket Planet bietet viele schöne Ideen, welche jedoch dafür sorgen, dass einige klassische Elemente einer Farming Simulation etwas vernachlässigt werden. Gerade zu Beginn steht nicht der eigenen „Bauernhof“ im Vordergrund. Ihr bewirtet eure Felder letztendlich nur um gewisse Materialien zu farmen, welche ihr wiederum für Quests benötigt. Das Bewohnen und gestalten eures eigenen Planeten tritt hier etwas in den Hintergrund. Die Erfüllung der Quests, statt Gestaltungsfreiheit auf eurem Domizil, bleiben erst einmal im Fokus. Ihr könnt zwar euer kleines Zelt zu einem großen Haus leveln, jedoch geschieht das Bauen und Gestalten nur nebensächlich.

Eine weitere Gameplay-Idee findet aber perfekt ins Geschehen ein. Zwischendurch kann es nämlich passieren, dass Kometen auf Deiland einschlagen. Hier müsst ihr schnell den Planeten drehen, damit die Kometen keinen unkontrollierten Schaden anrichten. Apropos Schaden, von Zeit zu Zeit besuchen euch kleinere Monster, welche es zu besiegen gilt. Auch diese hinterlassen nach ihrem Ableben Materialien. Gleichzeitig wird das gängige Farming-Prinzip so etwas aufgelockert und spricht auch Adventure-Freunde an.

Alles in allem finden einige neue, interessante und zudem frische Ideen ihren Platz. Dennoch möchte ich erwähnen, dass nicht alle gut umgesetzt wurden.

Nintendo Switch Portierung

Für die PlayStation 4 und den PC ist das Spiel bereits vor knapp 3 Jahren erschienen. Daher begrüßen wir die frisch veröffentlichte Nintendo Switch Version in unserem Testlabor. Die Steuerung unterstützt sowohl die JoyCons im JoyCon Grip sowie den Pro Controller. Wirkliche Unterschiede gegenüber den bereits veröffentlichten Versionen gibt es hinsichtlich der Steuerung nicht. Eine mögliche Motion-Control wurde ebenso wenig integriert, hätte aber sicherlich gute Anwendungen gefunden, wie beispielsweise beim Drehen des Planeten.

Einen Multiplayer gibt es noch immer nicht. Die Zeit für die Portierung wurde also nicht komplett ausgereizt, um dieses wichtige Feature hinzuzufügen.

Neu hinzu kommt das Saison System. In diesem Feature ändern sich die Jahreszeiten, was das Gameplay noch dynamischer macht. Gleichzeitig finden alle DLCs mit ein, die bereits für den PC erschienen sind. Damit wurde der Umfang noch einmal enorm gesteigert. Über 100 Missionen stehen so zur Verfügung.

Technik

Beim Thema Technik blicken wir zunächst auf den Sound. Dieser ist zweckmäßig, besticht aber weder mit Highlights noch enttäuscht er mit unpassenden Klängen. Eine Sprachausgabe gibt es leider nicht. Die Geschichte wird stattdessen in Sprechblasen erzählt, die immerhin auch die deutsche Sprache darbieten.

Beim Thema Grafik sieht es ähnlich aus. Ein absolutes Highlight dürft ihr in Deiland: Pocket Planet nicht erwarten. Viele Texturen sind detailarm und könnten schöner aussehen. Am Ende ist es ein ehemaliges Kickstarterprojekt und kein Triple A Game, was eine Akzeptanz für die durchschnittliche Technik schafft. Grundsätzlich erfüllt die Optik aber einen soliden Zweck und das Spiel läuft zumindest soweit sauber und rund. Der Look der Simulation versucht sowieso nicht, der Realität den Rang abzulaufen. Stattdessen setzt der Titel mehr auf eine kindliche, comichafte Darstellung, die perfekt zum Gameplay passt.

Video Review

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pros
  • Interessante neue Features
  • DLCs der PC Version enthalten
  • Über 100 Missionen

thumbs-up-icon

Cons
  • Kein Multiplayer
  • Zeit der Portierung wurde nicht für verbesserte Optik genutzt
  • Zähes Tutorial

Facebook
Twitter
Spiel Bewertung
Singleplayer
68
68
-
Multiplayer

FAZIT

Deiland: Pocket Planet versucht einiges anders zu machen als viele seiner Konkurrenten bzw. Vorgänger. Einige Ideen wurden recht gut umgesetzt, andere wiederum nicht sonderlich gut integriert. Gerade die ersten Stunden können zäh sein. Hat man diese aber hinter sich gelassen, hält einem das Spiel ganz gut bei Laune. Für Fans von Farming Simulationen kann ein genauer Blick keinesfalls schaden. Für einen Preis von unter 20€ könnt ihr euch Deiland: Pocket Planet im Nintendo eShop kaufen. Das klingt im ersten Moment ganz okay, dennoch sei erwähnenswert,  dass ein Stardew Valley auf derselben Plattform durch einen noch niedrigeren Preis punktet. Deiland: Pocket Planet ist sicherlich kein schlechtes Spiel, allerdings können wir hier nur bedingt eine Kaufempfehlung aussprechen, da die Zeit für die Switch-Portierung nicht in allen Bereichen genutzt wurde.

- Von  Gerrit

Nintendo Switch

Deiland: Pocket Planet (Nintendo Switch) REVIEW

USK 6 PEGI 7

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Partner:

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis blogli.de - Blog-Verzeichnis Webverzeichnis - Webkatalog www.inetcomment.de Blogverzeichnis Blogverzeichnis TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste Blog Button
Games-Mag  |  Gameplay Gamers  |  Game 2  |  Gamer83  |  Heavenly-Mangas  |  MarioFans  |  PixelOr  |  TrueGamer  |  Nintendo Switch Forum  |  Spielkritik  |  Videospielgeschichten  |  N-Mag  |  Indieflock  |  KodyBits  |  Zockerheim  |  twitch/noviiq  |  TVGC  |  RLC-Gamer  |  Zockwork Orange  |  Collect a Box  |  Gametainment.net  |