Borderlands: The Handsome Collection REVIEW
Derzeit liegen Remastered-Versionen bzw. HD-Neuauflagen total im Trend und es erscheinen immer wieder beliebte Titel neu für die aktuelle Konsolengeneration bzw. den PC. Und da will nun auch 2k Games mit Borderlands mitmischen. Nach dem Release von Borderlands: The Pre-Sequel im Oktober 2014 war bereits einigen klar, dass ein HD-Remake nicht allzu lange auf sich warten lassen wird. Etwa ein halbes Jahr später steht nun die Borderlands: Handsome Collection im Handel, in dieser Borderlands: The Pre- Sequel sowie Borderlands 2 inklusive bisher aller erschienenen DLC’s enthalten sind. Ob sich der Kauf der Handsome Collection auch für diejenigen lohnt, die bereits die Originalversion für PlayStation 3 und Xbox 360 besitzen oder ob das HD-Remake nur etwas für Neueinsteiger der Serie ist, erfahrt ihr in unserer exklusiven Review.
Borderlands: The Handsome Collection kann in Sachen Umfang vollends überzeugen. Zum Preis von ca. 50 Euro erwarten euch nicht nur die beiden überarbeiteten HD-Fassungen von Borderlands: The Pre Sequel und Borderlands 2, sondern auch alle Zusatzinhalte die bisher veröffentlicht wurden. Darin enthalten sind zusätzliche Spielstunden für die Kampagnen, ein Level-Upgrade, sowie diverse Skins für Waffen und Charaktere. Ob auch der erste Teil der Reihe, der in dieser Collection nicht enthalten ist, auch für PlayStation 4 und Xbox One erscheinen wird, ist derzeit noch unklar. Auszuschließen ist es bei der aktuellen Flut an Remakes allerdings überhaupt nichts.
Borderlands: The Pre-Sequel

Zeitlich gesehen spielt dieses Spin-Off zwischen Teil 1 und Teil 2 der Borderlands-Reihe. Solltet ihr Borderlands 2 bereits vor dem Pre-Sequel gespielt haben, werdet ihr sicher bereits mehrfach den Namen von Handsome Jack gehört haben. Wir erleben in diesem Teil der Collection den Aufstieg von Jack bis hin zu unserem fiesen Gegenspieler, als den wir in Borderlands 2 noch erleben werden. Jack residiert als Mitarbeiter von Hyperion auf einem Mond der Pandora. Ein Angriff auf besagtem Mond durch die Lost Legion bringt unseren Kammerjäger ins Spiel und wir erhalten von eben besagtem Jack den Auftrag einen Störsender zu deaktivieren, während Jack versucht einen Gegenangriff zu planen. Dies läuft natürlich alles andere als nach Plan, allerdings wollen wir hier allzu viel von der Story verraten, wer allerdings mehr erfahren möchte kann hierzu genaueres in unserer Review zu Borderlands: The Pre-Sequel nachlesen.
Wie gewohnt starten wir den MMO-Shooter mit der klassischen Erstellung des eigenen Charakters. Hier stehen uns vier unterschiedliche Figuren zur Auswahl, die sich alle in ihrer Spielweise unterscheiden. Von Spezialisierungen auf Nahkampf oder Fernkampf gibt es auch eine Art „Tank“ mit Schild um besonders viel Schaden einzustecken. Durch die Klassen, welche sich von der Spielweise her stark unterscheiden, entwickelt das Spiel die Motivation das Spiel ein weiteres Mal durchzuspielen. Immer wieder auf der Suche nach der besseren Waffe bzw. Ausrüstung.
Die knapp 20-25 Stunden Kampagne lassen sich wie gewohnt für Borderlands entweder im Einzelspieler als auch mit Freunden im Kooperationsmodus bewältigen. Und genau darauf ist Borderlands auch ausgelegt, auf den Spaß gemeinsam mit Freunden den Mond unsicher zu machen. Die Missionen in Borderlands: The Pre-Sequel laufen hierbei ähnlich ab wie es bereits im ersten Teil der Reihe der Fall war. Wir laufen bzw. fahren von Punkt A zu Punkt B, sammeln diverse Gegenstände oder töten einen Bossgegner. Dabei gibt es immer wieder unterhaltsame Nebenmissionen oder weitläufige Gegenden zu entdecken. Außerdem bietet der Mond durch die geringere Schwerkraft eine neue Dynamik, welche vor allem die Kämpfe interessanter und dynamischer gestalten. Höhere Sprünge, schnelleres Vorankommen – all dies ist auf dem Mond kein Problem. Ein Haken hat die Sache allerdings dann doch: der Sauerstofftank. Unser sogenanntes Oz-Kit muss dauerhaft mit Sauerstoff gefüllt sein und dies ist nur an gewissen Stellen möglichen oder wir sammeln von Feinden fallengelassene O2-Flaschen auf. Ist unser Sauerstoffwert auf 0 gesunken, so verlieren wir Gesundheit. Allerdings können wir auch unseren Feinden mit einem gezielten Schuss auf den Helm die Sauerstoffzufuhr unterbinden und so schneller erledigen. Den Entwicklern ist mit diesem Feature eine gute Mischung gelungen aus Herausforderung und neuen Taktiken.
Borderlands 2 – Zurück nach Pandora

Borderlands 2 setzt in der Handlung nach The Pre-Sequel ein und erzählt die Geschichte rund um den verrückten Jack fort. Wir sind vom Mond zurück auf dem Planeten Pandora und müssen uns vor Jack in Acht nehmen, der nun als Präsident des Waffenherstellers Hyperion die Kontrolle über den Planeten besitzt. Er hat sich zum Ziel gesetzt den Kammerjägern das Leben zu nehmen, darunter auch welche, die wir bereits auf Teil 1 der Reihe kennenlernen durften. Diese müssen wir im Laufe der Handlung befreien, allerdings wollen wir auch hier nicht verraten, denn die Überraschungen und Wendungen sollt ihr ja möglichst selbst erleben und meistern.
Auch in Borderlands 2 beginnen wir das Spiel mit der Charakterauswahl. Inklusive der DLC’s haben wir hier die Auswahl aus sechs unterschiedlichen Figuren. Und auch hier haben alle ihre Vor- und Nachteile in der Spielweise. Durch die unterschiedlichen Talentbäume, welche wir durch das Freischalten durch das Aufsteigen im Level erreichen, spielen sich selbst die selben Charaktere leicht unterschiedlich. Viele kleinere und auch etwas längere Nebenmissionen bringen uns ebenso Erfahrungspunkte wie einfaches Erkunden und Töten von Gegnern – immer auf der Suche nach besserer Ausrüstung, um die Hauptmissionen leichter zu erledigen. Denn gerade als Solo-Spieler steigt der Schwierigkeitsgrad im Laufe der Handlung etwas zu steil an – man merkt dem Spiele eben ähnlich wie dem Vorgänger und Borderlands: The Pre-Sequel an, dass es sich um einen Ko-op-Shooter handelt, welcher auf das Zusammenspiel der unterschiedlichen Klassen baut.
Und eben wegen diesem Schwierigkeitsgrad ertappen wir uns immer wieder dabei, wie eine Gegend mehrfach abgrasen, nur um bessere Ausrüstung sowie mehr Erfahrungspunkte zu erhalten. Die Waffen spielen sich alle unterschiedlich und sie bieten jedem Charakter Vorzüge, welche sich besonders durch die Talentbäume dem Charakter anpassen. Außerdem berechnen sich die Werte einer jeden Waffe per Zufall neu – dadurch kann man immer wieder eine bessere Waffe finden. Dieses langanhaltende Sammeln und Suchen nach Waffen frisst schnell die ein oder andere Stunde Spielzeit und schnell vergisst man hierbei die Zeit. Und eben jene Zeit benötigt man für Borderlands: The Handsome Collection mehr als vorhanden ist…will man das Spiel in vollen Zügen genießen.
Borderlands nun in 1080p

Wie bereits die Bezeichnung HD-Remake erahnen lässt, werden die beiden Titel Borderlands 2 und Borderlands: The Pre-Sequel nun in vollen 1080p wiedergegeben. Diese geringen optischen Unterschiede lassen sich allerdings nur bei genauerem Hinschauen erahnen. Einzig die satteren Farben und die marginal höhere Auflösung rechtfertigen hier den Kauf der Handsome Collection. Generell gilt jedoch zu sagen, dass im Falle eines 3. Teiles der Borderlands eine neue Grafik-Engine dringend von Nöten wäre, da diese inzwischen stark ins Alter gekommen ist.
Die Sprachausgabe ist wie bereits auf den Vorgängerkonsolen einwandfrei und die Zwischensequenzen sowie die Sprüche per Funkgerät tragen perfekt zu einer rundum gelungenen Atmosphäre bei. Besonders die Soundausgabe auf dem Mond in Borderlands: The Pre-Sequel ist mehr als gelungen und überrascht uns positiv.
Eine weitere Neuerung in der Handsome Collection ist der Offline-Splitscreen, bei dem wir mit bis zu drei weiteren Freunden an einer Konsole die Story erleben dürfen. Dies klingt im ersten Moment zwar als eine prima Idee, allerdings nur in der Theorie. In der tatsächlichen Praxis erweist sich dieser Modus als eine mittelschwerer Katastrophe. Immer wieder kommt es zu gravierenden Einbrüchen in der Wiedergabe des Bildes. Dies tritt auch schon bei einem in zwei Teile gesplitteten Bild auf, was besonders auf den Next-Gen-Konsolen mehr als dürftig ist und dringend eine Überarbeitung nötig hat. Beim Online-Spielen mit Freunde tauchten hingegen keine Probleme auf, auch Abstürze tauchten nur in Ausnahmefällen auf.
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