Battle Chasers Nightwar VIDEO-REVIEW

Battle Chasers Nightwar wurde von dem Entwickler-Team „Airship Syndicate“ virtuell umgesetzt. Hinter den Entwicklern verbergen sich die Köpfe der bislang zweiteiligen Darksiders-Reihe, die bereits große Erfolge einheimsen konnten. Spätestens damit sollte aber auch klar sein, dass die Jungs und Mädchen einiges auf dem Kasten haben und wir mit dem neusten Werk definitiv anspruchsvollere Kost genießen dürfen. Und das dies nicht nur eine Behauptung ist, werden die nachfolgenden Zeilen genauer erläutern.

Von der Comicvorlage zum Rollenspiel

Battle Chasers Nightwar, aus einer Comicvorlage entsprungen, bezeichnet sich selbst als Inspiration vieler großer RPG Konkurrenten. Und tatsächlich haben wir während des ausgiebigen Testens das Gefühl, mal Diablo, Final Fantasy, Torchlight sowie weitere Vertreter des Genres in den Händen zu halten. Das alles lässt insbesondere während des Spielens einige „aha“ Momente aufkommen, da nicht nur einiges bekannt vorkommt, sondern auch ähnlich viel Tiefgang vorhanden ist, wie bei den großen, benannten Vorbildern.

Zu beginn stranden wir einsam und verlassen auf einer uns unbekannten Landkarte irgendwo im Nirgendwo, nachdem unser Luftschiff vom Himmel geholt worden war und unsere Gruppe von Freunden dabei getrennt wurde. Unsere Aufgabe besteht nun darin, das noch befremdliche Land zu erforschen, unseren Charakter aufzuleveln, bessere Rüstungen zu besorgen, unsere Freunde wiederzufinden und selbstverständlich alles Böse in dieser Welt zu vernichten.

Was in erster Linie recht spartanisch klingt, klappt in der Umsetzung hervorragend! Die Kämpfe selbst sind rundenbasiert, wie es genügend Rollenspiel-Vertreter vormachen. Hier wählen wir bei jedem Charakter, ob er in den Angriff oder in die Verteidigung gehen soll. Dabei wird unterschieden zwischen dem physischem Angriff, der sofort ausgeführt werden kann, Fähigkeiten die „Mana“ und Abklingzeiten benötigen oder auch Special-Moves. Jeder Charakter kann bis zu drei unterschiedliche Special-Moves einsetzen, die zudem richtig schick in Szene gesetzt sind.

Forscher, Entdecker, Händler und Kämpfer

Das eigentliche Erforschen und Entdecken der Umgebung findet auf einer Art Landkarte statt, die uns recht übersichtlich zeigt, wo wir was genau finden. Betreten wir allerdings einen bestimmten Bereich, wechselt die Perspektive in eine isometrische Sicht ala Diablo und wir ziehen los, plündern Kisten und sammeln Gold, Materialien. Items sowie Rüstungen. Wer einfach versucht strikt nach Story von Dungeon zu Dungeon zu laufen, wird recht schnell merken, dass spätestens beim vierten Dungeon Schluss mit lustig ist. Unter Level 14 braucht ihr diesen erst gar nicht betreten. Und spätestens hier zeigt sich der Tiefgang von Battle Chasers Nightwar. Beispielsweise wird es ermöglicht, auf eure Charaktere sogenannte „Vorteilspunkte“ zu verteilen. Diese erhaltet ihr bei jedem Level-Up, oder beim Erwerb von magischen Büchern (beim Sammler gegen Schattenmünzen). Die entsprechenden Münzen bekommt ihr wiederum, wenn ihr beim Sammler Artefakte verkauft oder beim Fischer, wenn ihr ausreichend geangelte Fischteile im Angebot habt. Auch ein entsprechender Mana-, Heil- oder Zaubertrank in der Tasche kann nie verkehrt sein. Um an all das Gold, das Material oder die Rüstungen zu kommen, die euren Charakteren ferner mehr Schutz bieten, empfiehlt es sich via Backtracking, zu früheren Dungeons zurückzukehren und diese auf „Legendär“ zu spielen. Zudem steigert es die Sammelwut und stellt sich als wahre Herausforderung dar.

Wer Battle Chasers Nightwar bis zum letzten Dungeon durchzocken möchte, darf mindestens 35 – 40 Spielstunden einplanen. Je nachdem was man vor hat, kann sich diese Zeit regelrecht verdoppeln, denn auch Sidequests gibt es nicht wenige.

Technik und mehr

Die Grafik selbst ist sehr gut gelungen und findet kaum Beanstandung! Ihr bekommt einen modernen Comic Stil geboten, der auf der einen Seite farbenfroh ist, auf der anderen Seite aber die packende und düstere Atmosphäre gut herüber bringt. Das heißt, ihr bereist eine detailverliebte Welt, die es zu erkunden gilt. Zwar kann man optisch ein paar Parallelen wie zu Torchlight 2 entdecken, dennoch versprüht Battle Chasers Nightwar dauerhaft seine ganz eigene Note.

Die Dialoge sind teilweise nur vertont. Während wir zum einen Teil richtig gut erzählte Storypassagen genießen dürfen, blättern wir uns an anderer Stelle einfach nur durch stille Textpassagen. Die musikalische Untermalung ist ebenfalls im Einklang mit dem gesamten Spiel. Abgerundet werden die technischen Aspekte mit einer Steuerung, die schnell verinnerlicht werden kann.

Trotz der Euphorie sei aber erwähnt, dass unsere Playstation 4 leider relativ oft via Bluescreen-Fehlermeldungen ins Dashboard zurückgesprungen ist. Woran das genau liegt, vermag ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Ein Update ist aber dringend erforderlich, um den Spielern nicht ständig den Fortschritt im RPG streitig zu machen. Ebenfalls sehr ärgerlich sind die stellenweise sehr langen Ladezeiten. Vor allem beim Übergang in einen rundenbasierten Kampf kann der Ladebalken bis zu 30 Sekunden andauern. Ob man das mit einem Update noch ändern kann, bleibt abzuwarten.

Das Startmenü wirkt aufgeräumt und übersichtlich gestaltet, sodass jeder Spieler relativ schnell ins Geschehen hineinfinden kann. Was einem jedoch sofort auffällt ist, dass THQ Nordic mit Battle Chasers Nightwar einen reinen Singleplayer Titel geschaffen hat. Wenngleich die JRPG-Elemente im Spiel einen Multiplayer nur schwer umsetzbar machen, hätte zumindest ein lokalen Multiplayer dem Titel gut getan. Ein zweiter oder dritter Spieler wäre von der heimischen Couch aus in die rundenbasierten Kämpfe mit eingestiegen, um den Helden unterstützend beiseite zu stehen. Dies wäre für ein paar Spielstunden eine optimale Bereicherung geworden und hätte das Rollenspiel ein wenig mehr von einigen Konkurrenten abgehoben.

Video-Review

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Spiel Bewertung
Singleplayer
80
80
Okay
-
Multiplayer

FAZIT

Und wie immer bleibt eine Frage nach all der eingeflossenen Spielzeit offen - kann ich Battle Chasers Nightwar empfehlen? Und darauf gibt es eine positive Antwort  - definitiv ja! Wer sich auf das (J)RPG Abenteuer einlässt, wird es keinesfalls bereuen. Das Sammeln von Legendarys, das Leveln der Charaktere und viele Nebenaufgaben lassen keine Langeweile aufkommen. Nebenher können die optionalen Schwierigkeitsstufen selbst Profis ordentlich ins Schwitzen bringen. Zwar bringt das Spiel auch kleine Defizite mit, wie lange Ladezeiten oder ein fehlender Multiplayer, im Gesamten ist dies aber verschmerzbar, wenn man den Preis von unter 30 Euro gegenüberstellt. Wer also ein wenig frische Rollenspiel-Kost auf seiner Konsole willkommen heißen mag, sollte bei Battle Chasers Nightwar einen Stopp einlegen.

- Von  Gerrit

Playstation 4
Xbox One
MS Windows
Nintendo Switch

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USK 12 PEGI 12

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