Batman: The Telltale Series (Episode 2) REVIEW

Etwa einen Monat nach Veröffentlichung der ersten Episode des neuen Batman-Adventures, Batman: The Telltale Series, erschien nun auch das zweite Kapitel „Children of Arkham„. Darin wird die Geschichte um einen recht jungen Bruce Wayne weitererzählt, der versucht, einige Mysterien um seine Familiengeschichte aufzudecken. Wir sind für euch ein weiteres Mal in die Bathöhle hinabgestiegen, haben uns Batman’s Kostüm umgeworfen und machen Gotham City unsicher. In unserem Test erfahrt ihr, wie sich die zweite Episode von Telltale’s Interpretation des DC-Comics im Praxistest schlägt.

Batman’s düstere Familiengeschichte

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Nachdem Bruce Wayne aka Batman einem dunklen Familiengeheimnis auf die Schliche gekommen ist, von dem nun auch die Presse Wind bekommen hat, droht sein Ruf als Wohltäter zu zerbrechen. Das kann der Dark Knight natürlich nicht hinnehmen und stellt weitere Nachforschungen an. Einige ehemalige Geschäftsfreunde seiner verstorbenen Eltern scheinen nicht das zu sein, was sie vorgeben zu sein. Vielleicht gelingt es dem Millionär aus Gotham ja, alte Beziehungen neu aufleben zu lassen und vielleicht sogar neue Freundschaften mit den einflussreichsten Persönlichkeiten der Stadt zu knüpfen.

Die zweite Episode beginnt mit einer Rückblende zu der Nacht, in der Bruce’s Eltern einem Überfall zum Opfer fielen und dabei umkamen. War es tatsächlich ein klassischer Raubüberfall mit Todesfolge oder wurden Thomas und Martha Wayne Ziel eines Auftragsmodes. Das versucht Bruce in den nächsten Tagen herauszufinden, um sich zum Teil von seiner Vergangenheit zu lösen und vielleicht sogar seine Hände wieder reinzuwaschen. Es scheint, als käme derzeit kein aktuelles Spiel rund um den Dark Knight ohne die Irrenanstalt Arkham Asylum aus. Aus der begegnet euch in diesem Kapitel nämlich die eine oder andere düstere Gestalt. Wir wollen an dieser Stelle jedoch nicht zu viel verraten.

Erzählerisch präsentiert sich diese Episode noch düsterer als die erste, macht jedoch einige Abstriche in der Spannung. Es gestaltet sich an einigen Stellen sehr trocken und langatmig, die Vergangenheit der Familie Wayne neu aufzurollen, gerade für Comic-Fans, die deren Schicksal wohl schon in und auswendig kennen. Besonders für all jene, die bisher erst wenige Meter im DC-Comic-Universum gesammelt haben, ist dieses Adventure ganz großes Kino. Glücklicherweise gewinnt die Story bis zum Ende hin gesamt immer mehr an Fahrt und macht durchaus Lust auf das nächste Kapital. Darauf müssen wir leider wieder einen weiteren Monat warten.

Mehr vom Altbekannten

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Beim Gameplay hat sich seit Episode 1 denkbar wenig getan. Telltale Games setzt wie gewohnt auf einen ausgewogenen Mix aus einer filmreifen Erzählung, Quicktime-Events und schwerwiegenden Entscheidungen. Dieses Konzept ist inzwischen zwar nicht sehr innovativ, funktioniert jedoch seit Jahren hervorragend und fesselt dabei tausende Spieler vor den Bildschirm. Seit 2012 hat sich am wesentlichen Spielprinzip so gut wie nichts verändert und diesen Weg sollten die Entwickler auch beibehalten. Das Entwicklerstudio soll sich nicht neu erfinden, sondern eher am Feinschliff der bewährten „Telltale-Formel“ arbeiten.

Das ist den Entwicklern hier wie auch in der letzten Episode nicht ganz so perfekt gelungen. Die Balance zwischen ruhigen und actionreichen Szenen wurde in unseren Augen nicht so gut getroffen wie bei anderen Titeln aus der Spieleschmiede. Die interaktiven Spielelemente gestalten oftmals viel zu ruhig und entspannt. Etwas größerer Zeitdruck bei Entscheidungen würde die Spannungsschraube an vielen Stellen enorm anziehen und zu einem noch fesselnderen Spielerlebnis führen. Es fehlt einfach an Passagen, in denen man sich als Spieler unter Druck gesetzt fühlt und in Panik einfach rein instinktiv handelt, ohne dabei nachzudenken. Bereits in den beiden Staffeln The Walking Dead hat uns Telltale Games gezeigt, dass sie sich auf diese Kunst verstehen.

So finden wir Batman: The Telltale Series zwar spielerisch nicht besonders fordernd, aber auf seine Art dennoch gelungen. Natürlich ziehen sich, wie bereits in anderen Telltale-Titeln, eure getroffenen Entscheidungen durch das gesamte Abenteuer. Deshalb empfiehlt sich auch, die gesamte Staffel, sobald sie denn vollständig verfügbar ist, in chronologischer Reihenfolge zu genießen. So bekommt man als Spieler den größten Unterhaltungswert und eine dichte Atmosphäre.

Technik und Performance

Grafisch erwarten euch auch in „Children of Arkham“ die düsteren Gassen Gothams sowie die optisch eindrucksvolle Bathöhle. Hier fällt auch die für Telltale Games typische Cell Shading.Optik auf, die sich in Sachen Texturenschärfe sowie Detailgrad auf demselben Niveau bewegt wie „Realm of Shadows“. Nach wie vor leidet das Spielerlebnis stellenweise an lästigem Kantenflimmern, weit entfernte Objekte werden zudem nur noch sehr „krümelig“ dargestellt. Die schwarzen Balken am oberen sowie unteren Bildrand, die, wie in unserem letzten Bericht bereits erwähnt, die niedrigere Renderauflösung kaschieren sollen, sind auch wieder mit dabei. Hier könnte man mit ein wenig Optimierung noch so viel herausholen.

An der Qualität der Soundkulisse hat sich nahezu nichts verändert. Ein atmosphärischer, düsterer Soundtrack und stimmige Synchronsprecher sorgen für ein gelungenes Klangerlebnis. Dazu gesellen sich passende Untertitel, wohlgemerkt bereits ab dem ersten Tag nach Release in deutscher Sprache. Auf eine deutsche Vertonung müssen wir hierzulande leider wieder verzichten, doch das sind wir bei Titeln aus dem Hause Telltale Games mittlerweile gewohnt. Eine gelungene Audiospur ist definitiv besser als fünf unzureichende Sprachfassungen, das steht fest.

In puncto Performance leidet Batman: The Telltale Series leider noch immer an einigen Problemen. „Children of Arkham“ lief während unserer Testzeit zumindest stabil, stürzte also nicht ab. Doch haben sich die Einbrüche in der Framerate gegenüber dem ersten Kapitel sogar noch verschlimmert. In hektischen Szenen kommt es vor, dass die Bildwiederholrate merklich unter 30 Bilder pro Sekunde fällt. Unspielbar wird das Abenteuer dadurch nicht, doch schön anzusehen ist dieser Fall nicht.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
76
76
Okay
-
Multiplayer

FAZIT

„Children of Arkham“, die zweite Episode von Batman: The Telltale Series ist erzählerisch sowie atmosphärisch etwas schwächer als das erste Kapitel der Comic-Adaption rund um Bruce Wayne aka Batman und dem dunklen Geheimnis um seine Familie. Dennoch weiß der rund zwei Stunden lange Abschnitt der fünfteiligen Reihe durchaus zu gefallen. Comic-Fans wie Neulinge kommen hier auf ihre Kosten. Für ein besseres Verständnis und um ein noch intensiveres Spielerlebnis genießen zu können, empfehlen wir natürlich, „Children of Arkham“ erst nach der ersten Episode zu spielen. Technisch hat sich im letzten Monat überaus wenig getan, die lästigen Einbrüche in der Framerate bestehen leider noch immer. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass wir uns bereits jetzt tierisch auf die dritte Episode der Reihe freuen, die in den nächsten Wochen erscheinen soll.

- Von  Fabian

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