Project X Zone REVIEW
Endlich ein Kracher für den Nintendo 3DS, der verschiedene Genres einverleibt. Denn Project X Zone verbindet Strategie, RPG und sogar Beat em up miteinander und versucht daraus die Mitte zu finden. Das Beste daran ist sogar, dass sich mehrere Publisher zusammengetan haben und ihr eigenen Helden ins Rennen schicken. Gerade dieser Mix aus einem neuen Spielerlebnis und dem Zusammenschluss vieler verschiedener Helden ist fast schon Grund alleine, diesen Titel zuzulegen.
Street Fighter vs. Mega-Man vs. Resident Evil vs. Devil May Cry
Wie bereits erwähnt, schicken Capcom, Namco Bandai und Sega ihre ganz eigenen Helden in das Spielgeschehen und setzen dabei auf eine niedliche Darstellung. Im Retro-Charakter erwarten euch unter anderen Figuren wie Mega Man, Dante aus Devil May Cry, die Street Fighter Ken und Ryu, sowie Chris aus Resident Evil. Zudem finden sich noch viele Figuren aus unbekannten Spielen, die in westlichen Ländern bislang nie ein Fuß setzen durften. Gesamt gibt es mehr als 50 Charaktere zu steuern und erleben, die allesamt ein Ziel verfolgen. Das Ziel wird aber bei jedem Level festgesetzt und euch zum Start vorgegeben. Meistens müsst ihr das gesamte Feld räumen und aufpassen, dass nicht eure Einheiten dem Ende entgegentreten.
Noch vor dem ersten Spielzug könnt ihr einen Blick auf das gesamte Spielfeld werfen und eure ersten Einheiten verschieben. Die Helden sind immer im Doppelpack unterwegs und lassen sich über die gelb-unterlegten Felder auf dem Raster verschieben. Drüber hinaus Einheiten zu stationieren, ist erst in der nächsten Runde möglich. Zumeist tummeln sich aber schon die ersten Gegner wie Aliens in eurer Nähe, sodass ihr diese in einen Kampf verwickeln könnt. Bewegt ihr euch auf sie zu und attackiert sie, wechselt die Ansicht und ihr vollzieht den Beat em‘ up Anteil des Spieles. Nun geht die Perspektive von oben auf die Seite über und eure beiden Helden aus einer Einheit, können mehrere Sekunden auf die Gegner losgelassen werden. Mit verschiedenen Attacken zieht ihr ihnen immer mehr Energie ab und vernichtet manche sogar in nur einer Runde. Kurz bevor die Zeit abgelaufen ist, dürft ihr noch eine Superattacke starten und dem Gegner den Rest geben. Dazu seht ihr am Bildschirmrand weitere Helden, die ihr mit L und R aktivieren könnt. Bestätigt ihr die Taste, springen die Protagonisten als Hilfe zu eurem Trupp und Schlagen, Schießen und Treten ebenso auf den Gegner ein. Leider ist nicht jedem Dream-Team möglich, auf weitere Helfer zurückzugreifen.
Kesselt ihr einen Gegner ein, darf jede eurer Einheiten nur von einer Seite angreifen. Teilen sind 2 ein Spielfeld, besteht keine Möglichkeit, dass beide angreifen. Ist die Runde dann zu Ende und alle Figuren bewegt, ist der Gegner im rundenbasierten Strategie/ RPG dran. Dessen Zug ist recht unspektakulär und ihr seht lediglich, wie euch Energie abgezogen wurde. Danach erscheint ein kleines Fenster, in dem ihr beispielsweise kontern dürft, was wiederum Punkte kostet und daher nur eingegrenzt möglich ist. Habt ihr einige Treffer eingesteckt und eure Lebensenergie neigt sich dem Ende, sollte im Menü nach nützlichen Gegenständen geschaut werden. Diese sackt ihr oft während der Duelle mit den Gegnern ein. Die Anwendung kann auch auf andere eurer Einheiten erfolgen. Übersteht ihr einige Runden und einige Gegner, könnt ihr mit einem Stufenanstieg rechnen. Wie in einem RPG, steigert sich die aktuelle Einheit in mehreren Attributen, wie Stärke und Abwehr. Trotzdem darf nie die Taktik vernachlässigt werden, denn diese zeichnet das Spiel sehr stark aus, was ihr auch schnell merkt, wenn euch der Endgegner mit nur einem Schlag wegfegt.
Technik
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Wie ich es anschnitt, versucht Project X Zone einen Retro Weg zu gehen. Die Figuren sind süß und niedlich dargestellt. Im Comic-Look stellen sich auch die Kämpfe dar, die quitschbunt sind und viel Aktion bieten. Gelegentlich sind Animationen recht flüssig und dann wieder mit großen Pixeln dargestellt, was an NES Zeiten erinnert, aber so gewollt ist. Trotzdem darf man dem Spiel aufgrund der Grafik nichts vorwerfen, denn selbst wem die Optik nicht gefällt, darf sich an taktischen Ergüssen bereichern. Der 3D Effekt kommt dabei nur bedingt zum Einsatz. Gerne spiele ich auch ohne, denn irgendwann nehme ich ihn sowieso nicht mehr wahr. Das Spielbrett selbst ist sehr übersichtlich und gut dargestellt. Zusätzlich kommen noch einige nette Sequenzen hinzu, die das Spiel abrunden.
Der Sound ist Klasse und passt sich perfekt dem Geschehen an. Eine Sprachausgabe braucht ihr nicht erwarten, leider aber auch keinen deutschen Bildschirmtext. Ich finde die Entscheidung gegen deutsche Texte bei einem dialoglastigen RPG sehr schade. Dafür werden die Effekte gut in Szene gesetzt, sodass die Aktion sehr hervorgehoben wird.
Dabei legt der Titel viel wert auf eine leichte Steuerung. Auch in der Beat em‘ up Phase reichen simple Tasten aus, um tolle Manöver zu zaubern. Um die Figuren über das Spielfeld zu bewegen, müsst ihr aber den Analogstick nutzen. Eine Betätigung über das Steuerkreuz geht nicht, was meinem Verständnis verwehrt bleibt. Aber gut, es gibt Schlimmeres und sonst klappt ja alles recht gut mit der Steuerungsmethode.
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