SKALD: Against the Black Priory REVIEW

SKALD: Against the Black Priory ist der Debut-Titel des norwegischen Indie-Entwicklers Anders Lauridsen bzw. dessen Unternehmen High North Studios AS. In Zusammenarbeit mit dem Publisher Raw Fury konnte das CRPG letztendlich am 30. Mai 2024 auf Steam und GoG veröffentlicht werden. Dort erfreut sich das Spiel großer Beliebtheit und bekommt sehr positive Kritiken spendiert. Der Mix aus Cosmic Horror und Retro-CRPG im Stil alter Heimcomputer, passt wohl wunderbar zusammen.

Auch ich empfinde diese Mischung als äußerst interessant, weswegen ich mir SKALD auf Steam zugelegt und auch durchgespielt habe. Was das Spiel im Detail zu bieten hat, erfahrt ihr im folgendem Review.

Rettungsmission in die Eldritch-Hölle

Wir befinden uns auf dem mittelalterlichen Planeten Warda. Das besondere an Warda sind die starken magischen Energien, welche den Planeten umgeben und von den Bewohnern als „Reticulum“ bezeichnet werden. Freilich gibt es einige Menschen, welche das Reticulum anzapfen können, um Kampf- und Heilmagie zu wirken. Der jeweils mächtigste Magier übernimmt als Imperator die politische Führung der Welt und herrscht über das Gallian Imperium. Die Einwohner von Warda schreiben aktuell das Jahr 2997.

Die magisch begabte Adlige Embla Berryn ist Hals über Kopf zu einer Expedition in die Region „Outer Isles“ aufgebrochen. Mittlerweile ist der Kontakt zu den Outer Isles abgebrochen, was Emblas besorgten Vater Cato Berryn dazu veranlasst eine Söldnertruppe zusammenzustellen. Besagte Söldner sollen mit einem Segelschiff nach Horryn fahren, der Hafenstadt der Insel Idra. Idra ist die südliche Insel der Outer Isles und jener Ort, auf dem sich Embla befinden soll. Allerdings fehlt Cato noch eine vertrauenswürdige Führungsperson für den Söldnertrupp. Seine Wahl fällt auf eine/n Kindheitsfreund/in von Embla. Dem Kind seines in Ungnade gefallenen Waffenmeisters, welchen er seinerzeit verbannen musste. Der Spieler übernimmt nun die Rolle von Emblas Kindheitsfreund/in welches nach der Verbannung des Vaters ein hartes Leben als Söldner führen musste. Nichtsdestotrotz wird der Auftrag des ehemaligen Lehnsherren angenommen.

Allerdings scheint die Rettungsmission schon direkt zu Spielbeginn zum Scheitern verurteilt. Kurz vor der Küste von Idra wird das Segelschiff von einem riesigen Meeresungeheuer zerlegt, und der Protagonist, sowie jeder Söldner und Matrose des Segelschiffs landen im Meer. Freilich überlebt unsere Spielfigur und findet sich zerschunden und mittellos an einem Küstenstrand von Idra wieder. Jetzt heißt es erst mal sich zu orientieren, neue Ausrüstung zu erbeuten und letztendlich den Rettungsauftrag wieder aufzugreifen. Doch das ist freilich leichter gesagt als getan, denn das Seeungeheuer war nur die Vorhut. Die Outer Isles werden seit kurzem von tödlichen Eldritch-Monstern terrorisiert. Viele Tiere und Einwohner der Inseln haben den Verstand verloren und streifen als blutrünstige Killer über die Inseln. Unsere Überlebenschancen stehen also mehr als nur schlecht. Doch vielleicht gibt es ja noch ein paar andere Überlebende des Schiffsbruchs?
Und neben Emblas Schicksal stellt sich natürlich auch die Frage, was zur Hölle auf den Outer Isles vor sich geht und inwiefern wir etwas dagegen unternehmen können?

Die Story von SKALD: Against the Black Priory ist sehr gut gelungen. Was als simple Rettungsmission beginnt, entwickelt sich schon recht bald zum absoluten Cosmic Horror-Höllentrip. Und aufgrund der Horror-Thematik sollte man auch nicht auf gute Laune oder positive Handlungsentwicklungen vertrauen. Die Story hat definitiv das Potential einem den Tag zu vermiesen. Besonders der spielbare Epilog ist bei den SKALD-Spielern berüchtigt.

Unabhängig davon wird jedoch ein hoher Spannungsfaktor erzeugt, der mit einem sehr hochwertigen Schrifttext untermauert wurde. Die Companion-Charaktere wirken recht sympathisch, auch wenn das Spiel sich nicht viel Mühe gibt deren Persönlichkeiten und Motivationen zu vertiefen. Man bekommt eine solide Vorstellung des jeweiligen Charakters, aber danach nimmt sich das Spiel kaum Zeit sich weiter mit den Companions zu befassen. Immerhin beteiligen sich die Gefährten hier und da auch mal in Gesprächen, sie werden also nicht vollends ausgeblendet. Aber man hätte schon mehr aus ihnen herausholen können, zumal das Spiel hier und da auch einige Charakterquests anteasert, welche es jedoch nicht gibt. Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn SKALD bietet eine intensive Cosmic Horror-Story in einem gefälligen Mittelalter-Fantasy-Setting.

Ein guter Mix aus Zugänglichkeit und Komplexität

Vor Spielbeginn gilt es erst einmal sich seinen Schwierigkeitsgrad auszusuchen und seinen Hauptcharakter zusammenzubasteln. Geboten werden vier vorgefertigte Grade in Form von Narrative, Easy, Normal und Hard. Darüber hinaus erlaubt es SKALD: Against the Black Priory auch noch sich seinen eigenen individuellen Schwierigkeitsgrad zusammenzustellen. So gibt es z.B. diverse Hilfefunktionen, welche z.B. die Gewichtsbegrenzung des Inventars aufhebt oder der eigenen Party nach jedem Kampf eine komplette Heilung gewährt. Letztere Hilfe ist eigentlich nur für den Narrative-Schwierigkeitsgrad vorgesehen. Allerdings kann man diese Hilfe auf Wunsch auch auf den höheren Graden aktiveren. Das Spiel erlaubt es sogar die Zufallskämpfe auf der Weltkarte zu de/aktivieren. Man bekommt also eine breite Palette an Einstellungsoptionen, um sich seinen Schwierigkeitsgrad zu individualisieren. Ich selbst habe das Spiel jedoch einfach auf „Normal“ durchgespielt, da dieser Grad auch jener ist, der vom Entwickler empfohlen wird. Zwar war das Spiel auf „Normal“ für mich ein wenig zu einfach, aber wirklich gestört hat mich das nicht. Profis sollten jedoch lieber gleich zu Beginn den höchsten Grad anwählen.

Weiter geht es mit der Charaktererstellung. Das Spiel, bietet die vier Archetypen Warrior, Rogue, Magos und Cleric, welche jedoch im Endeffekt in 10 verschiedene Berufsklassen aufgedröselt werden. Jede einzelne Berufsklasse hat individuelle Skilltrees bzw. Feats, wie sie hier genannt werden. Ich selbst wollte einen Krieger/Warrior haben, der sich auch auf Diplomatie versteht. Tatsächlich habe ich mit dem „Officer“ auch eine passende Klasse hierfür gefunden. Obendrein kann der Officer coole Buff-Kampfskills freischalten. Jedenfalls soll man nach der Klassenauswahl auch noch einen „Backround“ bzw. gesellschaftlichen Hintergrund aussuchen. Diese verbessern bestimmte Skills oder bringen einen Perk. Im Grundspiel hat man 17 Backrounds zur Verfügung. Wer sich den „Reinforcement Pack“-DLC zulegt, bekommt noch 3 weitere Backrounds hinzu. Abgesehen davon bekommt man mit diesem DLC auch noch ein paar Grafikfonts und einen zusätzlichen Händler in der Spielwelt.

Als nächste geht es zur Verteilung von Attributs- und Skillpunkten. Die Attribute umfassen Agility, Fortitude, Intellect, Presence und Strenght. Jedes Attribut startet bei einem Punkt und kann auf bis zu vier Punkte angehoben werden, wofür einem das Spiel fünf Attributspunkte zur freien Verteilung gewährt. Danach muss man noch sechs Skillpunkte auf die Fähigkeiten Athletics, Awareness, Crafting, Diplomacy, Healing, Lore, Stealth, Survival und Thievery verteilen. Die Skills sind eigentlich selbsterklärend. Mit Diplomacy kann man NPCs beschwatzen, mit Thievery Schlösser knacken und Händler bestehlen, während es Athletics erlaubt körperlich anstrengende Aktionen erfolgreich zu meistern. Im Endeffekt ist das Charaktersystem also keine Wissenschaft. Für einen Warrior-Archetypen sollte man die Punkte halt in Strenght und Fortitude packen, damit er eben gut austeilen und einstecken kann. Logischerweise wird sich ein Warrior bei entsprechender Verteilung von Attributen auch gut in Athletics-Skillchecks anstellen. Die Skillchecks im Spiel werden übrigens immer mittel zweier sechsäugiger Würfel entschieden. Der Glücksfaktor spielt also auch eine Rolle. Sollte der jeweilige Skillwert jedoch hoch genug sein, ist das Würfelergebnis egal und man wird auf jeden Fall erfolgreich sein. Von dieser Würfelmechanik braucht man sich jetzt aber nicht beeindrucken zu lassen. Tatsächlich ist das Charakter- und Skillsystem deutlich simpler als bei großen Konkurrenzprodukten wie etwa Dungeons & Dragons. SKALD wäre also eine gute Wahl für Einsteiger.

Zum Schluss gilt es noch sieben Punkte in die Feats-Skilltrees zu verteilen, sowie das Konterfei-Artwork und Aussehen der Spielfigur anzupassen. Pro Level-Up kassiert man dann neben Verbesserungen der Lebens- und etwaigen Magiepunkte jeweils drei weitere Punkte für die Feats. Die Feat-Skilltrees verbessern den Umgang mit Waffen und Rüstungen, schalten neue Kampftechniken und Zauber frei oder verbessern Skills und Statuswerte. Jeder Level-Up gibt einem das Gefühl, dass man auch tatsächlich stärker wird. Und die Trees sind derart gestaltet, dass man einerseits die Qual der Wahl hat, aber dennoch alles übersichtlich und leicht verständlich bleibt. Wie gesagt, SKALD ist in dieser Hinsicht wirklich eine gute Empfehlung für CRPG-Einsteiger. Nicht zu kompliziert, aber auch nicht zu simpel, so dass der Rollenspiel-Faktor gut zum tragen kommt.

Gehobener CRPG-Spaß, der ab der zweiten Spielhälfte leider etwas unfertig wirkt

Egal ob man auf der Weltkarte unterwegs ist oder sich in einer spezifischen Ortschaft herumtreibt, der Großteil des Spiels wird aus der Vogelperspektive verfolgt. Einzige Ausnahmen sind zwei spezifische Abschnitte, welche in Artworks präsentiert werden und euch die Wahl lassen, in welche Himmelsrichtung ihr euch bewegen wollt. Die Steuerung von SKALD: Against the Black Priory ist sehr einfach gehalten und leicht zu verstehen. Das Spiel bietet neben der Konfiguration der Tastatur sogar Controller-Support, auch wenn mich Letzterer nicht überzeugen konnte. Computer-Rollenspiele spiel ich aber ohnehin lieber via Tastatur und Maus. Die allgemeine Fortbewegung und die Handhabung der Kämpfe ist problemlos umzusetzen. Im Kampf kann es jedoch auch mal passieren, dass man sich z.B. um ein Feld verklickt und die Spielfigur sich dann zum versehentlich angeklickten Tile bewegt, statt den jeweiligen Gegner zu attackieren. Aber dieses Problem kennt man ja eventuell auch aus anderen Spielen wie den Spiderweb-Titeln.

Nerviger sind da schon die Menüs, die für meinen Geschmack mit ihren Kartei-Reitern ein wenig zu verschachtelt sind. Besonders lästig ist jedoch das Inventar, welches einfach jeden Gegenstand in eine einzige Karoraster-Ansammlung packt, was oftmals lästige Sucherei provoziert. Die Gegenstände werden zwar automatisch sortiert, was bedeutet, dass Ausrüstungsstücke oben angeordnet werden, aber übersichtlich ist was anderes. Die Tatsache, dass die Spielfiguren 12 verschiedene Slots für die unterschiedlichen Ausrüstungsstücke (Waffen, Rüstung, Helm, Schmuck etc.) aufweisen, macht die Sache freilich nicht besser.

Innerhalb der Maps wird man jedenfalls jede Menge Schätze, Loot und Pflanzen einsammeln. Letztere kann man z.B. dazu nutzen, um Nahrungsmittel und Tränke herzustellen. Hierfür benötigt man eine entsprechende Werkbank und im Idealfall auch ein Rezept. Während der Erkundung stößt man freilich auch immer wieder mal auf feindliche Monster und Menschen, welche in Form eines rundenbasierten Karoraster-Kampfs bekämpft werden. Der Kampfscreen umfasst dann einen Teilbereich der jeweiligen Map, weswegen man die Umgebung wie enge Gänge und blockierende Felsen einplanen sollte. Vor Kampfbeginn darf man seine Spielfiguren zu einem bestimmten Grad positionieren. Im aktiven Kampf bekommt man am linken Bildschirmrand eine Zugleiste angezeigt und darf sich für eine bessere Übersicht ein grafisches Raster-Muster anzeigen lassen.

Der Kampf selbst gestaltet sich jedoch als angenehm unkompliziert. Die Charaktere verfügen pro Runde i.d.R. über vier Aktionspunkte, welche für die Fortbewegung im Raster benötigt werden (ein Punkt pro Tile). Für eine Aktion, wie einen Angriff, oder den Einsatz eines Tranks, Fähigkeit oder Zauber, muss freilich ein Aktionspunkt übrig bleiben. Beseitigte Feinde bleiben übrigens tot. Respawning gibt es hier nicht. Durch Zufallskämpfe auf der Weltkarte kann man bei Bedarf jedoch dennoch Grinding betreiben.

Interessant ist, dass sämtliche Kampfteilnehmer über zwei verschiedene Heilbalken verfügen. Der grüne Balken ist die Vitality und der lilane Balken steht für die Wounds bzw. Wunden. Erst wenn der lilane Balken verbraucht ist, geht der jeweilige Kampfteilnehmer KO. Der Tod tritt erst ein, wenn die komplette Gruppe bezwungen wurde.

Verlust von Vitality ist nicht so schlimm, aber zugefügte Wunden bringen Debuffs, und können daher auf Dauer nicht ignoriert werden. Man kann seine Charaktere heilen, indem man sie Rasten lässt. Hierfür eignen sich Schlafsäcke oder Betten, die in der Spielwelt verstreut liegen. Im Rast-Bildschirm muss man den Charakteren jedoch Proviant zuweisen, damit deren Wunden auch tatsächlich effektiv geheilt werden. Sofern ein Charakter nicht verwundet ist, darf er beim Rast-Prozess auch eine nützliche Aktivität durchführen, wie das suchen nach Nahrung, die Herstellung von Pfeil-Munition oder Training für ein paar Erfahrungspunkte.

Ehrensache, dass es in SKALD auch viele NPCs gibt, welche ein paar Quests springen lassen. Diese Quests sind dann auch angenehm interessant geschrieben und/oder bieten angemessene Belohnungen. Schön ist, dass einige Quests und Gebiete nicht nur auf Erkundung und Kämpfe setzen, sondern auch mal der Hirnschmalz des Spielers gefordert wird und ein paar Rätsel zu lösen sind. Und manche von den Rätseln sind auch gar nicht so einfach zu lösen. Vor allem im Schlussdungeon wird der Spieler noch mal ordentlich gefordert.

Natürlich werden die Erlebnisse und Quests auch in einem Journal und Questlog festgehalten. Ärgerlich ist jedoch, dass der Entwickler versäumt hat das Reputations-System umzusetzen. So bietet das Spiel einen Unterpunkt für Reputationen. Dort werden zwar alle Fraktionen im Spiel aufgelistet, jedoch ändert sich deren Status niemals und bleibt immer auf „Neutral.“ Selbst wenn man eine Fraktion komplett ausradiert hat, steht da immer noch „Neutral,“ was einfach albern ist.

Im generellen wirkt das Spiel ab der zweiten Spielhälfte unangenehm unfertig. Ab diesem Zeitpunkt erhält man Zugriff auf ein Segelschiff, welches dann auch als Basis dient (inklusive Schlafplatz, Crafting-Werkbank und Lagertruhe). Dummerweise bieten die nördlichen Inseln der Outer Isles gar nicht mal sooo viel zum erkunden. Im Vergleich zur liebevoll ausgearbeiteten Startinsel Idra ist das schon enttäuschend. Dementsprechend ist die Spieldauer für ein CRPG auch etwas kurz bemessen. Selbst ein gründlicher Spieler ist nach ca. 25 Stunden durch. Ärgerlich ist auch, dass es nicht möglich ist sich auf dem Schiff mit seinen Gruppenmitgliedern auszutauschen, und das obwohl eben dies in einem kurzen Tutorial-Text angesprochen wurde. Es wäre jedenfalls schön, wenn der Entwickler das Spiel noch etwas weiter ausbauen würde.

Apropos Gruppenmitglieder. Abgesehen von den fünf vorgefertigten Companions, welche man rekrutieren kann, erlaubt es das Spiel auch ein paar Söldner für bare Münze anzuheuern. Diese kann man, wie auch den Protagonisten, eigenhändig erstellen. Man kann jedoch immer nur fünf Gruppenmitglieder auf einmal mit sich führen. Die übrigen werden im Camp-Menü zwischengelagert und bekommen dort auch keine Erfahrungspunkte. Freilich beteiligen sich nur die vorgefertigten Companions an Story-Dialogen.

Grafik und Sound

Grafisch versucht SKALD: Against the Black Priory den Stil alter DOS-CRPGs zu emulieren. Und dies gelingt dem Spiel auch relativ gut, wobei es dann doch etwas hübscher aussieht als eines der alten Dungeons & Dragons Gold Box-CRPGs. Aber wie dem auch sei, für das was es emulieren möchte, sieht SKALD ansprechend aus und bietet neben den liebevoll gepixelten Ortschaften bewusst simpel gestaltete Charaktersprites, welche auch nur sehr sparsam animiert wurden.

Das grafische Highlight sind neben den hübsch gezeichneten Charakter-Porträts vor allem die Artworks für Storysegmente. Diese dürften die Herzen von Pixelfans höher schlagen lassen und fördern das Kopfkino. Das Spiel schreckt bei diesen Pixel-Zeichnungen auch nicht vor Gore zurück. Wer also einen empfindlichen Magen hat, sollte sich im späteren Verlauf des Spiels vorsehen. Besonders cool ist, dass die Charakterportaits mehrere Varianten bieten. Hat ein Charakter ordentlich eingesteckt, wird das dann auch im Porträt visualisiert. Alles in allem weiß die grafische Darstellung zu gefallen. Natürlich muss man sich auf den 80er-Jahre DOS-Look einlassen können.

Richtig toll gelungen ist der Soundtrack von Romanus Surt. Dieser schöpfte einen OST, der nicht nur wunderbar zum Cosmic-Horror-Setting passt, sondern auch noch erbarmungslose Ohrwürmer heraufbeschwört und einfach Laune macht. Dies hier ist definitiv einer der besten OSTs, die ich in letzter Zeit gehört habe und eine große Bereicherung für das Spiel. Freilich orientiert sich der Klang ebenfalls an die gute alte Zeit, um den Retro-Flair zu wahren. Aber dies tut der Qualität des Soundtracks keinen Abbruch.

Leider bietet SKALD keinerlei Übersetzungen in andere Sprachen. Englischkenntnisse sind also zwingend erforderlich und werden es auch für lange Zeit sein, da der Programmierer das Spiel derart gecoded hat, dass es nur sehr schwer möglich ist eine andere Sprache reinzupatchen. Angesichts der Retro-Masche sollte es auch niemanden verwundern, dass es hier keine Sprachausgabe gibt.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pros
  • spannende, atmosphärische Cosmic Horror-Story
  • erfreulich bequeme Handhabung
  • motivierende RPG-Systeme
  • ist für CRPG-Verhältnisse angenehm kurzweilig

thumbs-up-icon

Cons
  • wirkt stellenweise etwas unfertig
  • keine deutsche Textübersetzung
  • das Inventar und die Menüs sind ein wenig unübersichtlich
  • harte Storytwists im Epilog

Facebook
Twitter

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Partner: