Sackboy: A Big Adventure REVIEW

Sony assoziiert man im ersten Gedankengang wohl eher nicht mit Plattformern. Dennoch haben die Japaner zum Launch der Playstation 5 gleich zwei Jump ‘n Runs in petto. Eines davon ist Sackboy: A Big Adventure, welches anders als das Next-Gen exklusive Astro’ s Playroom, auch noch für die PS4 erscheint und tatsächlich einen schönen Start-/ bzw. Abschiedstitel für die jeweilige Konsolengeneration darstellt.

Handgemacht

Der von Sumo Digital entwickelte Hüpfer ist ein stimmungsvolles Abklopfen Genre bekannter Mechaniken und weniger eine Evolution oder gar Revolution. Das gilt auch für den Einsatz des Dualsense Controllers, dessen teilweise wirklich beeindruckenden, ja sogar Immersions-verstärkenden Features hier nur bedingt Anwendung finden. Und auch grafisch sollte man nicht die neue Referenz erwarten. Dennoch ist Sackboy: A Big Adventure ist ziemlich hübsches Spiel, was nicht zuletzt an dem Artstyle sowie den visuellen Spielereien liegt, die eine geradezu zauberhaft heimelige Stimmung auf dem Bildschirm erzeugen. Nahezu alle Figuren, Objektes und Levelbauten bestehen aus realen Stoffen und Materialien wie Stoff, Garn oder Pappe. Dadurch entfaltet sich ein “handgemachter” Eindruck und man ertappt sich immer wieder, nach Details in den ohnehin optisch abwechslungsreichen Leveln Ausschau zu halten.

Von am Himalaya orientierten Panoramen bis hin zum Meeresgrund und Weltraumstation gibt es ziemlich viel Diversität in der Inszenierung der Level. Schön: die einzelnen Areale betritt man über eine ebenso stimmig gestaltete Oberwelt, in welcher man auch Bonuswelten, Speedrun-Level sowie einen Shop betreten kann. In Letzteren kann man sich mit der Ingame-Währung Schellen (gemeint sind kleine Glöckchen, keine ausrutschenden Hände) neue Kostüme kaufen. Zudem findet man in jedem Level auch zig mal mehr, mal weniger gut versteckte Kostümteile, mit denen man Sackboy nach Lust und Laune individualisieren kann und ihn beispielsweise als tapferen Bergsteiger, knuffiges Rotkäppchen oder grantigen Waldschrat einkleiden kann.

Jede Menge Kram zum sammeln

Während Kostüme und Schellen die eine Seite der Sammel-Motivations-Medaillie darstellen, sind die sogenannten Träumerkugeln die andere. Die blauen Kugeln sind wichtig, um am Ende der fünf regulären Welten (nach dem erstmaligen Durchspielen der Story gibt es noch eine sechste) den Bosskampf freizuschalten. Hier lauert meistens Vex, der Oberschule des Spiels, der zu Beginn nicht nur die Freunde von Sackboy entführt, sondern auch droht dessen Heimat zu unterjochen. Sehr viel mehr gibt die Handlung des Spiels übrigens nicht her. Immerhin sind die kurzen Zwischensequenzen aber hübsch inszeniert und weisen durchaus die Klasse von großen Animationsfilmen auf.

Spannender sind dann schon eher die Fähigkeiten und Gadgets von Sackboy. Dieser kann rollen, springen, schlagen und für kurze Zeit mit seinen Beinchen in der Luft wedeln, um den Fall zu verzögern – Yoshi lässt grüßen. Außerdem findet man in manchen Leveln einen Bumerang, einen Schleuderhaken sowie eine Laserpistole samt Schuhen mit Raketenantrieb, mit denen man auch größere Schluchten meistern kann. Die Werkzeuge und Fähigkeiten sind an sich schön mit dem Leveldesign verzahnt und finden oft auch beim Finden und Lösen geheimer Abschnitte und Rätsel ihre Anwendung.

Flotte Ladezeiten und Koop-Spaß

Unterm Strich ist das alles aber selten fordern. Erst aber der letzten Welt zieht der Schwierigkeitsgrad dann doch noch einmal an, zumindest wenn man auch wirklich jedes Kostümteil und jede Träumerkugel in einem Leveln finden will. Abseits von den frei erkundbaren Level gibt es nämlich immer wieder auch Abschnitte mit Autoscroller. Und dann gibt es ja auch noch die Speedrun-Level, die es teilweise echt in sich haben und bei denen man sich keinen Fehler erlauben darf, da man ansonsten Zeit einbüßt oder den Level komplett von vorne beginnen muss. Immerhin ist ein Bildschirmtod auf der PlayStation 5 dank der SSD bedingten flotten Ladezeiten nicht nervig.

Erwähnenswert ist ansonsten noch der Koop-Modus. Mit bis zu vier Spielern kann man Sackboy: A Big Adventure an einer Konsole spielen. Das funktioniert auch ganz gut, kann aber mitunter auch hektisch werden. Außerdem gibt es in jeder Welt noch ein oder zwei speziell auf Koop ausgelegte Level, die man auch nur mit mindestens einen weiteren Mitspieler angehen kann. Die Möglichkeit auch online mit anderen zu spielen, ist zum Testzeitpunkt noch nicht aktiviert, soll aber im Laufe des Dezembers via Patch nachgereicht werden. Dann können übrigens auch PS4 und PS5 Besitzer zusammen via Crossplay-Funktion spielen.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • charmanter Grafikstil
  • spaßiger Koop
  • abwechslungsreiche Level

thumbs-up-icon

Contra
  • wenig Einbindung des Dualsense Controllers

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Spiel Bewertung
Singleplayer
80
80
Okay
80
Multiplayer

FAZIT

Sumo Digital haben einmal mehr eine grundsolide Arbeit geleistet und verhelfen sowohl PlayStation 4 als auch PlayStation 5 zu einem spaßigen Plattformer, an dem ich kaum etwas zu mäkeln finde. Weder spielerisch noch technisch noch in Sachen Leveldesign bietet Sackboy: A Big Adventure zwar die großen Aha-Momente. Dennoch habe ich das knuddelige Abenteuer des Strickritters sehr gerne durchgespielt und werde in den kommenden Wochen mit Freude zurückkommen um die noch verbleibenden Träumerkugeln und Kostüme zu sammeln sowie die noch ausstehenden Speedrun-Herausforderungen abzuschießen. Diese haben es nämlich durchaus in sich und sind, wie die letzten beiden Welten, tatsächlich auch angenehm herausfordernd. Vor allem diese und die Musiklevel, in denen der gesamte Level nach dem Rhythmus des jeweiligen Songs agiert, haben es mir angetan. Und überhaupt habe ich den Plattformer mehr in mein Herz geschlossen, als ich das zunächst für möglich gehalten hätte. Kurzum: Sony kann auch in Zukunft auf mein Interesse setzen, wenn sie Sackboy mit einem neuen Ableger bedenken.

- Von  Adrian

Playstation 4
PlayStation 5

Sackboy: A Big Adventure REVIEW

USK 0 PEGI 3

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