Point & Click als wichtiges Konzept in der Entwicklung der Computerspiele

Eine Spielerfigur existiert in einer phantastischen Welt mit vielen Räumen, geschlossenen Türen und muss ständig Rätsel lösen, verschiedene Gegenstände finden und diese auf eine bestimmte Art nutzen, um das Weiterkommen zu sichern und anschließend ihr Ziel zu erreichen – dieses Sujet ist gar nicht neu. Diesem Schema folgen mehr oder weniger sehr viele alte und moderne Computer Adventures, in denen der Spieler Rolle einer Spielerfigur (manchmal auch von mehreren Spielerfiguren) übernimmt und die durch Traumwelten führen soll. Das wurde aber erst mit dem Bedienkonzept Point & Click möglich, bei dem man die Maus nutzt, um seine Figur bzw. Figuren auf dem Bildschirm zu steuern. Heute wundert sich darüber keiner: es gilt als dementsprechend, dass man auf die Maustaste (Touchpad etc.) drückt und dadurch verschiedene Aktionen ausführt. Noch vor 30 Jahren war aber dieses Bedienkonzept eine richtige Revolution gewesen – man kann sich zum Beispiel an die Serie der Weltraum-Abenteuerspiele von Sierra On-Line, nämlich “Space Quest“ erinnern.
Die Geschichte ist lang

Day of the Tentacle hat einen wichtigen Grundstein für den Erfolg gelegt
In der Geschichte der Computerspiele gelten Spiele dieser Reihe als erste klassische Grafik-Adventures, in denen Grafiken besonders große Rolle bei Entwicklung der Geschichte spielten. Um weitere Bilder aufzurufen musste man allerdings linke und rechte Maustasten betätigen und dadurch Geschichte steuern. Gerade Titel wie Day of the Tentacle waren einfach und doch so genial.
Und daher ist dieses Bedienkonzept in der Geschichte der Computerspiele allerdings gar nicht wegzudenken. Jedes Spiel, ob Adventure, Wimmelbild oder ein interaktives Minispiel. Somit gilt das Point & Click Konzept nicht nur als ein technischer Schritt, sondern als wichtige Basis-Schnittstelle zwischen zwei Welten – der Welt eines Nutzers und der Welt von Computer und Software-Hersteller.
Such-und-Finde-Spiele: es geht nicht nur um Adventures, sondern auch um Strategien

Wimmelbilder sind heutzutage weit entwickelt
Die Point & Click Steuerung gilt als grundlegendes Spielprinzip sowohl für Abenteuerspiele als auch für Computerstrategien. Bei strategischen Spielen ist Bedienung mit Maustasten allerdings auf andere Handlungen ausgerichtet – nicht auf aktive Steuerung der nächsten Spielepisoden, sondern auf Bildung eigener Strategie (für Aufbau eigener Armee, Gründung neuer Siedlungen etc.), die für weiteres Spielen entscheidend ist. Bei Strategien klickt man verschiedene Bereiche des Spielfeldes an um eine bestimmte Ordnung seiner militärischen Truppen, Siedlungen zu erzielen. So geht es hier im Unterschied zu Adventures oder Jump n‘ Run Spielen nicht um dynamische Folge der Aktionen, die sich nach einem bestimmten Sujet ablaufen, sondern um langsamere Aktivitäten eines Nutzers, die Spielablauf bestimmen.
Ein bekanntes Beispiel einer Strategie ist ein Online-Computerspiel “Dota 2“. Die bezeichnet man genauer gesagt als Action Real-Time Strategie (ARTS), die sowohl Elemente einer Strategie als auch Elemente eines Rollenspiels beinhaltet. Strategische Seite des Sujets besteht darin, dass das Hauptziel des Spiels ist gegnerische Armee (gegnerische Basis) zu zerstören. Alle Zwischenschritte (vom Auswählen der Spielerfiguren zur Sammlung von Ressourcen) müssen zu diesem Ziel führen.
Aber eigentlich muss man gar nicht so weit gehen, denn die Grundzüge des Point & Click finden sich in ganz anderen Games wieder. Da wäre beispielsweise das Wimmelbild-Genre. Einst nur Suchbilder, inzwischen eine Mischung aus Story, Suchen, Rätseln und Kombinieren. Also genau das, was auch das Point & Click ist. Und gerade im Wimmelbild-Sektor gibt es wöchentlichen Nachschub, der seine ganz eigene Fangemeinde vorweisen kann. Hier wird auch das Setting zum Hauptfokus, denn ob Horror, Märchen oder Krimi – die Wimmelbilder wissen in alle Richtungen auszuschweifen.
Und das Genre hat noch viele Ideen parat

The Inner World geht in die nächste Runde auf XBox One, PC und PlayStation 4
So sieht man an dem Beispiel des einfachen Point & Click Bedienungskonzepts, wie eine technische Entwicklung Geschichte der ganzen Spielindustrie, Spielwelt ändern und nach vorne bewegen kann. Und das Gerne nimmt auch keinen Abstand von den aktuellen Konsolen, wie Titel ala „The Inner World – Der letzte Windmönch“ unter Beweis stellt, der noch in diesem Jahr unter anderem für XBox One und PlayStation 4 erscheinen soll. Mit angepasster Steuerung kommen auch Konsolen-Jünger in den Genuss, in das Gerne vollends einzutauchen. Und dass danach noch lange nicht Schluss ist, versteht sich natürlich von selbst. Wir sind gespannt wohin der Weg noch gehen wird.
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