Uncharted 2: Among Thieves REVIEW
Nathan Drake ist zurück und macht sich diesmal auf, die verborgene Stadt Shambala zu finden. Der Weg dorthin ist aber wieder steinig, denn wie in jedem Action-Adventure, gibt es auch die entsprechenden Gegenspieler, die Drakes Tod natürlich nicht scheuen. Im Gegensatz zu dem ersten Teil ist Uncharted 2: Among Thieves ein deutlich schöneres Spiel, das auch wenig an dem Shooter-Genre orientiert ist, sondern mehr den Elementen eines Adventures gleichkommt, die stark an Spiele wie Assassin’s Creed und Tomb Raider erinnern.
Neue Stärken

Wie bereits aus dem ersten Teil bekannt und auch typisch für die Reihe, muss Nate nicht alleine sein Abenteuer bestreiten. Ein paar Freunde und Weggefährten begleiten den Abenteurer, dem Rätsel um die verborgene Stadt näher zu kommen und ein Geheimnis dieser Welt zu offenbaren. Dies bedeutet zugleich wieder, dass ihr in der Rolle von Nathan Drake verschiedene Schauplätze bereist, die mit vielfältigen Gefahren gespickt sind. Das heißt erneut, dass nicht immer der einfachste Weg der Optimalste ist. Demnach klettert ihr erneut Wänden hinauf, hangelt euch von einer Plattform zur anderen und springt über tiefe Abgründe, um den Weg fortzusetzen.
Damit die Action nicht zu kurz kommt, werdet ihr oftmals auf der anderen Seite schon erwartet und eine gut bewaffnete Truppe an Kontrahenten empfängt euch mit einem Kugelhagel. Somit müsst ihr in der Rolle von Nate wieder die optimale Mitte von Offensive und Defensive finden. Daher sucht ihr euch einen guten Platz für eure Deckung und visiert die Gegner so an, dass nur wenige Schüsse reichen, um sich dieser zu entledigen. Dennoch sollte die Umgebung immer im Blick behalten werden, denn oftmals pirschen sich die feindlichen Truppen von allen Seiten an und schaffen es gar, euch zu überraschen, sodass ihr in den Nahkampf wechseln müsst. Genau dieselben Möglichkeiten werden aber auch eurem Charakter gegeben, was bedeutet, ihr dürft euch unter anderem langsam vor den Füßen des Gegners unbemerkt hangeln und diesen dann mit dem richtigen Tastendruck in den Abgrund zerren. Ebenso schafft es Nate mit dem leisten Schritt, den Gegenspieler von Hinten zu überwältigen und so auf eine auffällige Geräuschkulisse zu verzichten, die weitere Feinde aufschreckt und anlockt. Glücklicherweise seid ihr zumeist im Doppelpack auf Tour und euer Begleiter schafft es dank ausgewogenen KI und mit gezielten Schüssen, die Gegnerschar deutlich zu minimieren. Gleichzeitig müsst ihr oft im Duo agieren und euch gegenseitig helfen, sodass ihr beispielsweise neue Höhen erreicht oder einen Mechanismus betätigt, der gleich zwei Leute abverlangt.
Zeig mir deine Waffe, baby

Natürlich verzichtet Uncharted 2: Among Thieves ebenso wenig auf die Shooter-Elemente, auf die ich bereits kurz eingegangen bin. Euch steht wieder ein breites Sortiment an verschiedenen Kalibern zur Verfügung, die von 9mm Pistolen bis zu diversen Sturmgewehren oder Schrotflinten reichen. Zudem ist es erneut möglich, eure Umgebung in die Kämpfe mit einzubinden und brennbare Fässer mit gezielten Schüssen zum explodieren zu bringen, was schnell einen gesamten Umkreis befrieden kann. Aber auch Granaten dürfen wieder in die gegnerischen Reihen geworfen werden, was taktische Vorteile mitbringen kann. Um ein flüssiges Spielgefühl zu transportieren, geht der Wechsel der Waffen mittels Steuerkreuz, denn ihr dürft abermals zwei verschiedene Waffentypen mitführen.
Um das Gameplay, welches deutlich an Qualität gegenüber dem ersten Teil zugenommen hat, noch mehr auszubauen und mit weiteren Facetten zu versehen, seid ihr zum Beispiel auch wieder auf vier Rädern unterwegs. Dies ist zwar wie im Vorgänger auf bestimmte Kapitel bezogen, schafft es aber dennoch für ordentliche Abwechslung zu sorgen, die das Adrenalin in den Körper fließen lassen. Etwas ruhiger geht es dort bei den netten Rätselpassagen zu, denn hier wird kein großer Druck auf euch ausgeübt und ihr könnt in aller Ruhe überlegen, was von euch gefordert wird. Ist die Lösung gefunden, geht es auch sofort weiter und das Spiel schwenkt wieder auf mehr Aktivität um, die sich im Gesamten auf über 10 Spielstunden anhäufen können.
Technik

Schon in den Anfangszeilen erwähnte ich, dass Uncharted 2: Among Thieves deutlich schöner ist als noch der erste Teil. Egal ob die Umgebung, die Charaktermodelle inklusive Mimik und Gestik sowie die Licht und Schattenreflexe – optisch wird viel aus der PlayStation 3 herausgekitzelt. Da ihr sehr schöne Schauplätze besucht, darf euer Auge einiges genießen und sich zudem an weichen Texturen und schönen satten Farben erfreuen. Hier möchte ich auch wieder die Entscheidung unterstützen, dass auf lästige Anzeigen verzichtet wird und diese nur eingeblendet werden, wenn es der Bedarfsfall einfordert.
Diese tollen technischen Gegebenheiten werden auch in der akustischen Darbietung fortgeführt. Natürlich ist einer der Schwerpunkte wieder die deutsche Lokalisation, die sich an den ersten Teil orientiert und erneut mit denselben Stimmen arbeitet, die bereits bekannt sein könnten. Somit wirkt das Spielerlebnis wie eine perfekte Ergänzung und kann gleich zugeordnet werden. Die angenehmen und authentischen Stimmen werden mit optimalen Sounds unterlegt, die das Abenteuer immer passend begleiten und auch so das Szenario bereichern.
Und auch die Steuerung wurde angenehm angepasst, aber nicht in ihrer eigentlichen Art verändert. Nathan reagiert nun genauer und vor allem zeitnah auf eure Befehle, sodass sich die fremd verschuldeten Fehlerquoten nun drastisch minimieren. Dadurch läuft das gesamte Spiel um einiges flüssiger und auch der Spielspaß erhöht sich deutlich. Ferner kommt ihr jetzt auch wesentlich leichter in jeden Winkel und jeder Ecke des Spiels, die wiederum einige Schätze beherbergen können. Dies erhöht zudem die Spielzeit, den Sammeltrieb sowie den Wiederspielwert.
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