Roller Coaster Tycoon 3D REVIEW
Mit Roller Coaster Tycoon 3D für den Nintendo 3DS war es sicherlich das Ziel von Atari, die Aufbausimulation der breiten Masse vorzustellen. Die Technik des Handhelden war längst soweit, die Features der älteren PC-Generation abzuspielen. Natürlich adaptierte man aber keinen alten Ableger, sondern wollte ein neues Erlebnis erschaffen, welches gleichzeitig noch mit einem 3D Tiefeneffekt alles authentischer gestalten sollten. Leider ist dies nicht ganz so geglückt. Und wer nun wissen will warum, sollte die nächsten Zeilen verfolgen.
Rolle Rückwärts
Wie schon in den PC-Vorlagen ist es eure Aufgabe, einen florierenden Freizeitpark aufzubauen, der auch gute Bilanzen abwirft. Dabei richtet Roller Coaster Tycoon 3D aber den Schwerpunkt auf das Bauen von Achterbahnen, von denen einige zur Auswahl stehen. Doch mit starten des Spieles, könnt ihr nicht gleich die grüne Fläche mit einer Achterbahn bebauen. Zuallererst heißt es, Grundlagen kennenlernen und durch Menüs klicken. Denn auch wenn die Achterbahn der Schwerpunk des Spieles ist, sollte nicht der gesamte Park vernachlässigt werden. Also wird euch in mehreren Abschnitten gezeigt, was zu beachten ist und wie etwas erbaut wird, bevor ihr wirklich freie Hand habt und eure Kreativität entfalten könnt.
Der fleißige Bauherr zieht also erst einmal einige Wege, auf denen die Parkbesucher wandern können. Am Rand der Wege können nur Fahrgeschäfte und Imbissbuden gebaut werden. Die Imbissbuden spülen natürlich wieder Geld in eure klammen Kassen, die Attraktionen hingegen kosten dauerhaft, denn eine Wartung wird benötigt. Das bedeutet natürlich wieder Personal, das sehr auch bezahlt werden möchten. So besteht eure Aufgabe nicht nur darin, den Park immer weiter wachsen zu lassen, sondern auch den Spagat mit den Ausgaben und Einnahmen hinzubekommen. Mehr und vor allem immer neue Einnahmen bedeuten auch, einen Zugriff auf weitere und zumeist teurere Attraktionen zu haben.
Steht dann das erste Grundgerüst und euer Park weißt einige Fahrgeschäfte vor, könnt ihr euren Fokus auch endlich auf die Achterbahn legen, die ihr ganz individuell gestalten dürft. Ihr könnt aus verschiedenen Bahnen entscheiden und das Schienennetz selbst ausgestalten. Zu beachten dabei ist die Physik, das Geld, da jeder Meter kostet und die Anzahl der Bretter. Während der Ausgestaltung simuliert die Bahn auch immer eine Fahrt, die euch die Physik abschätzen lässt. Ist beispielsweise die Steigung zu heftig, wird die Bahn den Winkel nicht schaffen. Daher müsst ihr immer alles im Auge behalten und auch Fehler vor der Fertigstellung ausbessern.
Schraube locker?!
Nichtsdestotrotz bietet das Erbauen einer Achterbahn viele Möglichkeiten, die sich in Loopings und Schrauben darlegen und so die Individualität steigern. Natürlich klingen die ganzen Variationen vielversprechend, werden aber durch die Menüführung wiederum erschlagen. Ständig müsst ihr komplizierte Wege gehen, die die Unlust auf einen Freizeitpark steigern.
Wer dann genug von alledem hat und es leid ist, einen doch nicht so florierenden Freizeitpark zu erreichten, der kann im Menü ein freies Spiel starten, in dem ihr eine Achterbahn nach euren Wünschen gestalten dürft. Die Fläche dafür ist schon bereits vorbereitet und auch am Geld wird es nicht scheitern. Generell finde ich diese Option sehr hilfreich, denn anstatt eine Achterbahn zu Kreieren, kann man es perfekt zu Übungszwecken nutzen. Andere Möglichkeiten bestehen dort aber leider nicht und ihr müsst euch damit begnügen, nur eine Achterbahn zu erbauen und diese dann auch auszutesten.
Wenn man nun aber einmal vom spärlichen Umfang kurzzeitig absieht, bekommt ihr eine umfangreiche Beschreibung geboten, die die komplizierte Menüführung genauer durchleuchtet. Wer dann noch nicht genug abgeschreckt ist und noch gefallen an dem Spiel findet, darf via SpotPass seine erbauten Achterbahnen mit Freunden teilen. Diese benötigen aber ebenso ein eigenes Modul von Roller Coaster Tycoon 3D für den Nintendo 3DS, was höchstwahrscheinlich kaum vorkommen wird.
Technik
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Wenn ich Roller Coaster Tycoon 3DS mit Theme Park für den DS vergleiche, zieht Roller Coaster in allen Belangen den kürzeren. Es geht schon bei der Grafik los, denn alles wirkt unschön und eckig sowie trist und leblos. Betreten die ersten Besucher euren Park, wird es auch nicht viel besser, denn auch wenn sich etwas bewegt, wird beim näheren Hinschauen klar, dass es nur mehrere Quadrate sind. Ja, die Figuren im Spiel sind eckig und haben kaum Form. Kaum ein wenig Textur wurde ihnen gegeben, sodass sie das Spiel alles andere als bereichern. Ebenso die Achterbahnen und das drum herum wirken erschreckend. Da hilft es auch nicht, den 3D Effekt zu nutzen, denn der macht dieses Schreckensszenario auch nicht mehr erträglicher. Am besten hätte Roller Coaster Tycoon 3D ganz auf die Möglichkeit verzichtet, an Objekte zu zoomen, um uns allen dieses grafische Desaster zu ersparen. Einzig die eingeblendeten Dialoge glänzen in einer comichaften Darstellung und gegen dem Titel noch einen kleinen Höhepunkt.
Der Sound ist bei all den überfüllten Menüs schon kaum erwähnenswert und oft ist er genauso öde wie das gesamte Setting, sodass ich gleich komplett auf die musikalische Untermalung verzichte. Allgemein würde ich ihn aber sowieso kaum wahrnehmen, denn um irgendetwas zu bauen, muss ich ständig zwischen herkömmlicher und Touchscreen Steuerung wechseln. Gerade hier hätte man nach anderen Vorbildern arbeiten und vielfältige Elemente über den unteren Bildschirm des Nintendo 3DS einfließen lassen können. Als Beispiel wäre das Ziehen von Bahnen und Wegen perfekt und vor allem leicht in der Handhabe gewesen. Stattdessen wählt ihr per Touchfunktion aber nur das Objekt an und befehligt den Rest über den Analogstick. Nicht nur der ständige Wechsel ist hierbei besonders nervend, sondern auch das verkomplizieren einer so leichten Tätigkeit.
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