Leo’s Fortune REVIEW

Als Freund des klassischen Jump‘n Runs, der ich seit Kindestagen bin, war ich recht angetan von der Aufgabe, mit Leo‘s Fortune einen Titel auf die Probe zu stellen, der schon vor meinem Review für die PC-Version des Spiels mit seinen Ablegern für Smartphone und Tablet starke Wertungen eingefahren hatte. Tatsächlich handelt es sich auch um ein sehr klassisches Gameplay, denn außer springen und rennen verfügt euer Titelheld über nur wenige Fähigkeiten – wie also schlägt sich ein solches Gameplay in der heutigen Zeit?

 

Leo rockt!

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Leopold der Goldige – oder kurz eben einfach nur Leo – wurde seines enormen Vermögens beraubt und möchte die ihm abhanden gekommenen Goldstücke nun um jeden Preis und unter Gefährdung seiner Gesundheit zurückerlangen. Dies ist natürlich im Folgenden die Aufgabe, die das Spiel für euch vorgesehen hat: Folgt der Spur an Goldstücken, die durch die 20 Level gelegt wurde, und findet den Weg zu dem Reichtum, der Leo gestohlen wurde!

Leo selbst ist übrigens ein… nun… türkisfarbener, flauschiger Ball mit Schnauzer, der stets ein bisschen so aus der Wäsche schaut, als sei ihm das alles gerade etwas zu viel. Spätestens die englische Sprachausgabe mit osteuropäischem Akzent macht auch euch schon früh im Spiel klar: Leo ist eine ziemlich coole Sau. Man muss ihn einfach mögen.

Im Spielverlauf steuert ihr ihn also nun durch die Levels, springt und rennt durch verschiedene Abschnitte, in denen er den Dieb vermutet, schwebt hier und da über einen Abgrund und löst verschiedene kleine Rätsel, die hier und da immer wieder eingebaut wurden. Erfreulich dabei ist, dass stets ein tolles Verhältnis von Geschicklichkeits– und Rätselabschnitten bewahrt wurde, sodass ihr niemals einfach nur ein paar Sprungpassagen absolvieren müsst, aber andererseits auch nicht zu einem pausenlos rauchenden Kopf gezwungen werdet.

 

Über Umfang und Schwierigkeitsgrad

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Leo‘s Fortune hat seinen Ursprung wie erwähnt eher auf dem Smartphone und dem Tablet – und wie es in der Natur der Spiele für diese Plattformen eben so liegt, verfolgen sie vor allem das Ziel von Kurzweil für kleines Geld. Selbstredend ist dieses Prinzip also auch in der PC-Version erkennbar: Die einzelnen Levels dauern im Schnitt etwa drei bis fünf Minuten, dann seht ihr auch schon die Bewertung für eure Leistung eingeblendet. Für diese werdet ihr nämlich mit bis zu drei Sternen pro Level belohnt, je nach dem, ob ihr alle Goldstücke eingesammelt habt, nie gestorben oder unter einer bestimmten Zeitvorgabe geblieben seid.

Stichwort sterben: Der Spieler verfügt in Leo‘s Fortune über keinerlei Leben oder Ähnliches, sondern hat unendlich viele Versuche pro Level. In der Regel sind unmittelbar vor kniffligen Stellen Checkpoints eingerichtet, sodass ihr direkt dort, wo ihr einen Fehler gemacht habt, weitermachen dürft. Durch diese sehr hohe Anzahl an Checkpoints und die unendliche Verfügbarkeit von Leben kommt garantiert kein Frust auf.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass es mit dem Spaß ein recht schnelles Ende nimmt: Für einen Durchlauf benötigt ihr nicht einmal zwei Stunden – dann flimmert auch schon der Abspann über den Bildschirm. Das ist insofern schade, da der Wiederspielwert hierdurch vergleichsweise gering ist. Zwar wurde versucht, diesen mithilfe des Hardcore-Modus, der ein kompletter Durchlauf durch Leo‘s Fortune ist, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ihr sterbt, oder der Jagd nach Rekorden und drei Sternen in allen Levels zu erhöhen – aber im Kern ist das Spiel nach dem ersten Durchlauf eben doch vorbei. Nur die wenigsten werden sich von dem Ehrgeiz gepackt fühlen, wirklich überall auch noch drei Sterne zu ergattern.

Was Leo‘s Fortune gut getan hätte, wären ein paar mehr Levels oder kniffligere Rätsel. Diese sind zwar stets kreativ, aber oftmals auch schnell durchschaut und entsprechend einfach zu lösen. Erst im letzten Level fühlte ich mich durch die Rätsel einigermaßen gefordert – hier und da noch eine Schippe draufzulegen und dem Spieler etwas mehr abzuverlangen wäre sicherlich eine weitere Möglichkeit gewesen, dem Spiel ein bisschen mehr Würze zu verleihen. Dass ein Durchlauf nach weniger als zwei Stunden vorbei ist, ist angesichts des Preises von derzeit 6,99 € schon hart an der Grenze.

 

Liebevolles Design

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In Sachen Präsentation macht Leo‘s Fortune dann aber auch wieder vieles richtig. Die Levels sind abwechslungsreich und schön gestaltet, der Soundtrack untermalt das Geschehen passend und hochwertig. Leo dabei zuzuhören, wie er in seinem coolen Akzent hier und da einen Kommentar ablässt, macht durchweg Spaß. In Sachen Aufmachung lässt sich demnach überhaupt nicht meckern – man kann regelrecht fühlen, dass hier mit Freude gearbeitet wurde!

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