IGNITE – Die Sportwagen-Simulation REVIEW
Nachdem ich schon unzählige Need for Speed Teile gezockt habe und auch in diesem Jahr mit DriveClub und Forza Horizon 2 den Fahrspaß in die heimischen Konsolen katapultieren durfte, ist nun der PC dran, der mit IGNITE auf eine Sportwagen-Simulation setzt. Selbstverständlich begutachte ich erst einmal das Cover, dessen Rückseite verheißungsvolle Ingame-Grafik verspricht. Das Ganze ist auf 35 Rennen mit sieben verschiedenen Schauplätzen aufgeteilt, die viele Abwechslung versprechen.
Rückwärtsgang

Schnell wird das Spiel installiert, um in die tollen Rennen mit grandiosen Wagen zu starten. Leider suche ich die großartig inszenierten Karossen vergeblich, stattdessen gibt es lizenzlose Autos, mit einer geringen Auswahl im Spiel zu begutachten. Die noch eingeschränkte Wahl ist in drei Klassen unterteilt, die pro Autotyp mehrere Designs enthalten. Durch diesen recht beschnittenen Fuhrpark ist eure Wahl schnell getroffen und ihr findet euch im ersten Rennen wieder. Wer nun glaubt, das Schlimmste wäre überstanden, darf sich schon auf den ruckligen Start freuen. Ganz egal in welcher Auflösung ihr IGNITE spielt, eine wirklich flüssige Animation werdet ihr leider nie enthalten.
Durch die ständigen Ruckler fühlen sich die Rennen sehr unschön bis nervend an, was zusätzlich durch eine unsaubere Steuerung bestärkt wird. Mittels Tastatur navigiere ich den erwählten Wagen durch enge Straße, an Absperrungen vorbei und in scharfe Kurven hinein. Regelmäßig muss ich gegensteuern, damit das Auto nicht ausbricht und eine Kollision mit vorhandenen Wänden sowie anderer Eingrenzungen verursacht. Jedoch gewinnt man nach einigen Runden dann doch noch die Befehlsgewalt und kommt mit einigen Schäden ins Ziel.
Abstecher an Wände oder Absperrungen können hingegen gelassen genommen werden, denn eure Konkurrenz ist meistens auf 3 Fahrzeuge begrenzt. Sofern ihr die Spitzenposition einbüßt, habt ihr noch einen Joker inpetto, mit dem die Kontrahenten fast chancenlos gegen euch sind. Ein Knopfdruck reicht nämlich aus, um den Nitro-Vorrat anzuzapfen. Mit jenem in der Aktivierung gewinnt euer Fahrzeug an ordentlich Speed und rast fast unaufhaltsam allen davon. Mit einigen Fahrmanövern ladet ihr zudem das Nitro wieder auf, sodass ihr in einer gegebenen Situation abermals davon Gebrauch machen könnt.
Nun ist sicher interessant, ob die beschriebenen technischen Schwächen durch den Umfang wieder ausgebügelt werden können. Und leider muss ich knapp sagen – Nein. Die beschriebenen 35 Rennen auf sieben verschiedenen Schauplätzen fühlen sich keinesfalls abwechslungsreich an. Das eingegrenzte Areal ist optisch eher im schlechteren Durchschnitt angesiedelt und zeigt keine Besonderheiten auf. Durch die wenigen Verfolger bleibt gleich ganz der Antrieb weg, der auch im Multiplayer nicht mehr aufgewertet werden kann. Zwar ist es möglich mit bis zu fünf Personen ein Rennen zu bestreiten und sich dementsprechend Ranglisten hinaufzukämpfen, wirklich Rennspielfreunde werden dieses Feature aber erst gar nicht aufgrund der technischen Schwächen austesten.
Technik

Vieles hatte ich schon angesprochen, wenngleich noch nicht alles. Man könnte sich nun an der Steuerung aufhängen, die leider viel Gewicht hat, jedoch gibt es schöne Seiten in IGNITE, die auch einige Zeilen verlangen. Demnach gibt es einige nette Grafikpassagen, die aber nur in der Umgebung zur Geltung kommen. Das Schimmern der Sonne, der Wolkenhimmel und der Asphalt der Straßen sind hier nennenswert. Die Wagen selbst und die sieben Schauplätze sind hingegen weniger interessant und können sich nicht mehr als zeitgemäß bezeichnen. Das starke Ruckeln gibt den grafischen Aspekten einen weiteren Negativcharakter.
Was ich hingegen als positiv empfinde, ist der Sound. Nicht zwangsläufig die Geräuschkulisse ist interessant, sondern die musikalische Untermalung, die relativ flott daherkommt. Die flüssige Akustik ist das, was dem restlichen Spiel Szenario verwehrt wurde. Es macht Spaß den Musikstücken eine Weil zu lauschen, bis die Wiederholungen einfach zu eng aneinanderliegen. Da aber das starke Ruckeln und die unterirdische Technik allgemein den Spielspaß trübt, werdet ihr rechtzeitig das Spiel beendet haben, bevor die Musik zum lästigen Begleiter wird.
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