Hero of the Kingdom: The Lost Tales 2 REVIEW

Was habe ich mich gefreut über einen weiteren Teil der Reihe von Hero of the Kingdom! Die Saga begann vor vielen Jahren, nämlich schon im Jahr 2012. Damals spielte man noch den Sohn eines Bauern, der sich auf die Suche nach seinem vermissten Vater begab, nachdem der eigene Hof abgebrannt war. Und diese Suche entwickelte sich schon bald zu einem richtigen Abenteuer, bei dem dunkle Mächte am Werk waren. Heute, in The Lost Tales 2, navigieren wir hingegen eine waschechte Prinzessin! Wir starten also nicht wie gewohnt als Niemand, haben dadurch aber auch nicht weniger Heldenblut inne!

„Never change a running system“

Optisch unterscheidet sich Hero of the Kingdom: The Lost Tales 2 von seinen Vorgängern kaum. Die Welt präsentiert sich gewohnt hell mit einem Sepia-Touch, was ein mittelalterliches Feeling vermittelt. Das UI bleibt dabei simpel und übersichtlich.

Auch das Gameplay hat sich im Grunde nicht verändert. Wie schon in den Teilen zuvor darf man hier kein action-lastiges RPG erwarten, sondern begibt sich auf eine Reise, um Zeuge wahren Heldenmutes zu werden! Und „Zeuge“ trifft es hier tatsächlich, denn weder setzen wir Talent- oder Stat-Punkte, noch feilen wir an unseren Ausrüstungsteilen. Die Geschichte steht bereits geschrieben, wenn wir unseren Protagonisten auf seinem Weg begleiten. Man könnte hier also im Grunde – ähnlich wie bei The Legend of Zelda – darüber diskutieren, ob es sich bei Hero of the Kingdom: The Lost Tales 2 tatsächlich noch um ein RPG handelt.

Doch in einer Hinsicht unterscheidet sich The Lost Tales 2 dann doch von seinen Vorgängern. Bisher hatten wir es mit eher unbekannten Helden zu tun, die sich durch ihr Abenteuer erst ihren Namen machten. Der fünfte Teil setzt jedoch die Prinzessin höchstpersönlich in den Fokus! Damit steuern wir nicht nur eine kleine Berühmtheit, sondern auch zum ersten Mal eine weibliche Hauptperson.

Eine neue Bedrohung

Alles beginnt an dem Tag, als ein sehr mächtiger Magier im Schloss zu Besuch ist. Für unsere Prinzessin überhaupt nicht spannend, also reißt sie, zusammen mit ihrem besten Freund Philip, aus, um sich die Zeit außerhalb der Mauern zu vertreiben. Doch als die zwei die Stadt wieder erreichen, wartet eine böse Überraschung. Monster haben sich auf den Straßen breit gemacht! Von Echsenmenschen und Kobolden überrannt, mussten viele Bürger fliehen und dabei all ihr Hab und Gut zurücklassen. Und leider sind auch einige gestorben. Die königlichen Wachen geben ihr Bestes, das Volk vor den Eindringlingen zu beschützen, doch wie lange werden sie noch standhalten können? Für die Prinzessin steht fest: sie kann dabei nicht tatenlos bleiben! Sie muss etwas tun und ihr Volk retten!

Gutherziger Natur verteilt sie Nahrung, Heiltränke oder legt Verbände an. Auch einige vermisste Familienmitglieder müssen befreit werden. Doch obwohl die Bürger der Stadt ihr dafür durchaus danken, beseitigen diese Taten eben nicht die Wurzel des Übels. Und wie es die zu bekämpfen gilt, muss die Prinzessin in ihrem Abenteuer erst herausfinden. Für den Spieler wird allerdings schon direkt zu Beginn klar, woraus der Plot besteht und wer hier als der Bösewicht agiert. Die Voraussehbarkeit der Story nimmt der Geschichte aber keineswegs ihren Charme.

Über Umwege schafft es unsere Adelige schließlich mithilfe ihres besten Freundes sowie einem Jäger, der die beiden begleitet, das Reich zu retten. Dabei werden unverhofft neue Bande geschmiedet – nämlich ausgerechnet mit den Piraten – und auch vor schmutziger Feldarbeit wird die Prinzessin nicht verschont.

Gameplay – „the running system“

Dass die Reihe ungern von Gewohntem abweicht, war bereits erwähnt. Das setzt sich in Hero of the Kingdom: The Lost Tales 2 selbstverständlich auch beim Gameplay fort. Und wer die Vorgänger gespielt hat, wird sich noch daran erinnern. Für alle anderen folgend eine kleine Zusammenfassung:

Die Maps, auf denen wir navigieren, bleiben statisch und verändern sich nur minimal, sofern notwendig. Wie etwa wenn ein Feuer ausbricht oder gelöscht wird oder wenn neue Hauptdarsteller die Bühne betreten. Gelbe Indikatoren geben dann als Symbole Hinweise auf die verfügbaren Aktionen. So deutet ein Schuh darauf hin, dass wir eine Höhle, eine Krypta oder andere Orte betreten können. Ein Werkzeug hingegen zeigt, wo etwas abgebaut oder bearbeitet werden darf. Waffen-Symbole deuten auf mögliche Kampfaktionen hin.

Um eine Handlung ausführen zu können, bedarf es einerseits des passenden Werkzeugs beziehungsweise der richtigen Waffe. Oft werden aber auch zusätzliche Items notwendig, insbesondere bei Gegner-Konfrontationen. Wir sollten also stets Heiltränke, Gifte sowie Anti-Toxin bei uns tragen. Im späteren Verlauf kommen noch weitere Tränke hinzu. Außerdem kommen wir normalerweise nicht drum herum, auch etwas unserer Ausdauer zu verbrauchen. Diese führen wir leicht zählbar in Herzen mit, die wir entweder durch Schlaf oder durch Nahrung erhöhen können. Eine Obergrenze scheint es dabei nicht zu geben.

Ferner bringt Hero of the Kingdom: The Lost Tales 2 Wimmelbildspiel-Elemente mit sich. Diese werden im Verlauf der Story nacheinander eingeführt. So sammeln wir ganz ohne Indikatoren Eier aus Vogelnestern, Pilze, Muschelperlen oder auch Krabben. Besonders spannend sind hierbei Kisten und Fässer, die ganz diverse Gegenstände enthalten.

Held sein für einen Tag

Bei Hero of the Kingdom: The Lost Tales 2 haben wir es mit einem kurzweiligen Titel zu tun – so wie das auch schon bei seinen Vorgängern der Fall war. Innerhalb von 1-2 Tagen dürften die meisten mit der Story durch sein. Auch unnötiger Grind bleibt beim fünften Teil aus, somit stellen 100% Errungenschaften als Ziel keine Hürde dar. Die Geschichte wird liebevoll erzählt, verliert aber durch ihre Voraussehbarkeit ihre Spannung. Doch auch das ist nichts Neues und Spielern der vorherigen Teile bekannt. Kleine Details können das eine oder andere Lächeln auf das Gesicht der Spieler zaubern. Und das perfekte Zusammenspiel mit der nostalgisch „heldenhaften“ Musik, die stets einen Funken Hoffnung in sich zu tragen scheint, lässt es einem ganz warm ums Herz werden.

Abschließend kann ich nur für mich sprechen, wenn ich sage, dass ich bereits auf den nächsten Teil warte.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pros
  • Liebevoll erzählte Geschichte
  • Passendes mittelalterliches Setting
  • Simples und stressfreies Gameplay
  • 100% Errungenschaften problemlos machbar
  • Stimmiger Sound

thumbs-up-icon

Cons
  • Kein Wiederspielwert
  • Für manche Spieler evt. zu einfach
  • Story ist voraussehbar

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Spiel Bewertung
Singleplayer
95
95
Super
-
Multiplayer

FAZIT

Die Heldensaga von Hero of the Kingdom setzt sich in The Lost Tales 2 fort. Fans der Reihe bekommen hier genau das, was sie erwarten. Neue Spieler sollten sich bewusst sein, dass es sich bei Hero of the Kingdom nicht um ein action-lastiges RPG handelt, sondern vielmehr eine liebevoll erzählte Geschichte widerspiegelt, in der ein Protagonist einfach alle rettet. Achievement-Hunter dürfen sich hingegen doppelt freuen, denn 100% sind mühelos machbar bei diesem Teil.

- Von  Jennifer

Hero of the Kingdom: The Lost Tales 2 setzt die Reihe im gewohnten Charme weiter - und diesmal mit der Prinzessin höchstpersönlich in der Hauptrolle!
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Hero of the Kingdom: The Lost Tales 2 REVIEW

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