Hellraid: The Escape – Mobile Games im Test

Anfang des kommenden Jahres erscheint Hellraid für die Xbox One und PlayStation 4 und verlangt den Spielern wildes Gemetzel ab. Etwas ruhiger geht es hingegen bei Hellraid: The Escape zur Sache, was einstig für das Ipad veröffentlicht wurde und nun auch auf den Endgeräten mit Android-Support begeistern möchte.
Doch noch bevor wir ins Abenteuer starten, müssen wir uns nämlich aus einer misslichen Lage befreien, denn absichtlich oder irrtümlich wurde unser Hauptprotagonist in einen Sag verfrachtet. Und damit wird uns schon die erste Aufgabe abverlangt, denn mithilfe unseres Fingers, schieben wir den Sargdeckel zur Seite und versuchen nun aus dem Dungeon zu entkommen, in dessen Hallen wir uns wiederfinden.
Ohne wirklich eine Einführung, Erklärung oder sonstige Hinweise zu erhalten, begutachten wir das alte Gemäuer und treten einige Schritte voran. Mit der Steuerung, die ebenso über den Touchsreen erfolgt, arbeiten wir uns vor und entdecken im Schein der Fackel einige Foltergeräte und Leichen. Die Dringlichkeit einer Flucht scheint außer Frage, die ihr aus der Egoperspektive erlebt. Mit weiterem Vordringen wird nun klar, dass die Aufgabe kein Kinderspiel wird, denn böswillige Gesellen sowie Fallen möchten euch inmitten des tödlichen Labyrinthes halten. Gepaart mit einigen Arealen, die eure Geschicklichkeit fordern, wird der unbewaffnete Held nicht nur einmal Scheitern. Als kleine Hilfestellung zeichnen sich jedoch einige alte Notizen aus, die ebenfalls von einem Gefangenen stammen. Sie geben einige Antworten aus viele anstehende Fragen und untermauern die doch recht eingängige Story.
Doch bei diesen Schwierigkeiten bleibt es nicht, denn Hellraid: The Escape zeichnet sich insbesondere durch seine Rätsel wie auch Puzzle-Passagen aus, die nicht selten an euer Hirn anklopfen werden. Selbstverständlich wird auch hier wird jeder Fehler hart bestraft und so geht ihr bei einem Misserfolg in Flammen auf, werdet von Stacheln durchlöchert oder gar von Rammen zermalmen. Die gut verteilten Fallen lassen sich aber nicht nur kritisch beäugen, sondern stellen sich als Wohltat dar, wenn ein protziger Gegner euch den Weg abschneiden möchte. Ein Stein zum Schalter geworfen und schon hat man sich der Scherge des bösen entledigt. Jedoch müsst ihr schnell agieren, denn das in Echtzeit ablaufende Spiel lässt euch nie viel Zeit für Entscheidungen.
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Als diese Möglichkeiten wurden perfekt auf die Steuerung des Tabletts abgestimmt und werden durch ein Fingerdruck und einer Wischbewegung über den Touchscreen ausgelöst. Ist einfach, kann aber trotzdem zur Geduldsprobe werden, wenn ihr beispielsweise während des Balancierens die richtige Mitte finden müsst. Zudem fungiert der Fingertipp zum Bewegen des Protagonisten und das Betätigen vieler Schalter. Ebenso lassen sich Geheimgänge finden, um dem nahenden Exitus wieder Abstand zu gewinnen.
Doch damit nicht genug der Informationsflut, denn als passionierte Konsolenspieler machen mich die grafischen Facetten doch schon etwas neugierig. Und meine Augen werden auch nicht enttäuscht, denn eine interessante und gut übertragene Optik verziert den Bildschirm meines Tabletts. Aus der Sicht des Helden, habt ihr den optimalen Rundumblick, um jedes Detail, jeden Schatten und jede Spiegelung zu erspähen. In der schönen wie auch düsteren 3D-Welt kommt richtiges Feeling auf, das durch den passenden Sound noch untermauert wird. Die stimmungsvollen Klänge begleiten euch in jeder Situation und runden das Abenteuer in den Katakomben des Todes ab.
WERTUNG 74%
Tablett und Smartphone Spielen begegne ich immer mit einem gesunden Maß an Skepsis, doch gestaltet sich Hellraid: The Escape überraschend gut. Eine stimmige Atmosphäre, die mit vielen Rätselpassagen angereichert ist, sorgt für viele abwechslungsreiche Momente. Ab und an vermisse ich zwar einige Handwaffen, um meinem Gegenüber Einhalt zu gebieten, doch wird dieser Moment schnell wieder von einer guten Steuerung wettgemacht.
Leider hat Hellraid: The Escape auch einige Schwächen zu verzeichnen, wie die karge Story und einigen doch manchmal zu schnellen Spielabläufe. Trotzdem kann man für einen Preis von unter 3 Euro nicht viel verkehrt machen. Wer also einen guten Zeitvertreib sucht und zufällig ein Tab mit Android daheim hat, sollte die Anschaffung nicht außer Acht lassen.
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