Dragon Quest VII Reimagined REVIEW

Momentan könnte man sagen, dass ich in einem regelrechten Dragon Quest-Rausch bin. Derzeit spiele ich nicht nur Dragon Quest I & II HD-2D Remake, sondern versuche auch Teil 3 in dem HD-Remake zu vervollständigen. Und inmitten meiner Abenteuer, kommt nun auch noch der 7. Teil in einer komplett überabeiteten Fassung daher. Und dies ist recht seltsam, denn erst vor 10 Jahren bekam der Titel eine Wiederveröffentlichung auf dem Nintendo 3DS. Doch mit der Veröffentlichung von Dragon Quest VII Reimagined wird nicht nur eine angepasste Grafik versprochen, sondern auch neue Inhalte.

Gegenwart ist Vergangenheit

Was könnte schöner sein, als erneut die Welt zu retten. Natürlich werden ständig damit Gruppen und Helfen konfrontiert, doch in diesem Spiel gestaltet es sich ein wenig anders. Nach und nach müssen erst einmal die Gebiete freigelegt werden, die es ferner zu bereisen gilt. Denn das Problem ist, dass die Gegenwart recht spärlich daherkommt, was einen Besuch in der Vergangenheit abverlangt. Mithilfe diverser Handlungen, die die Gegenwart beeinflussen, werden Teile von Steintafeln geebnet, die als Komplettierung Portale öffnen. Mithilfe dieser Portale kommt ihr an neue Orte, die wiederum weitere Taten und Aufgaben abverlangen, um immer neue Stücke der Tafeln zugänglich zu machen. Die sogenannten Fragmente sind an verschiedenen Orten verteilt, die schnell ein Schiff einfordern, welches glücklicherweise zeitnah in euren Besitz übergeht. Und so arbeitet ihr euch Stück für Stück in dem Abenteuer vor, welches ein wenig Zeit benötigt, um seine Stärken zu entfalten und die mehr als 20 Inseln zugänglich zu machen.

Mit jeder Insel in der Vergangenheit, wird eine neue kleine Geschichte eröffnet und weitere Figuren eingeführt, die ferner noch wichtig werden. So entdeckt ihr beispielsweise ein Dorf, in dem Tier und Mensch die Rollen getauscht haben. Ihr findet Orte, die von Robotern bedroht werden und auch ein Vulkan präsentiert euch sein Innenleben, welches ein Geheimnis birgt. Befreit ihr die Ortschaften von ihren Problemen, wachsen die Reiseziele in der Gegenwart an und der Fluch, der einst die jeweilige Insel verschwinden ließ, ist gebrochen.

Vergangenheit ist Gegenwart

Im Jahr 2000 erschien Dragon Quest VII: Fragmente der vergessenen Vergangenheit und bot ein rundenbasiertes JRPG, in dem eine Gruppe von bis zu vier Protagonisten mit Waffen und Zauber gegen verschiedene Monster kämpfen. Die überarbeitete Fassung bleibt dem Prinzip treu und schafft es mit angepassten Features dennoch zeitgemäß zu wirken. Das heißt, ihr könnt Runde für Runde entscheiden, welche Action der jeweilige Protagonist tätigen soll, oder stellt die Kämpfe auf einen Automatismus. Auch eine Vorspulfunktion ist vorhanden, die ordentlich Tempo ins Gameplay einfließen lässt.

Nichtsdestotrotz muss der Charakter-Level im Auge behalten werden, denn mit jedem Vordringen in der Handlung, werden auch die Gegner unbarmherziger und stärker. Das bedeutet, dass ihr nicht allen Kämpfen aus dem Weg gehen solltet, was oft aber möglich ist, da die Kontrahenten in der Welt sichtbar sind. Zufallsgenerierte Kämpfe sind kein Bestandteil von Dragon Quest VII Reimagined mit Ausnahme von Seereisen. Hier werdet ihr doch auch unverhofft in Schlachten gezogen – und das leider sehr regelmäßig.

Mit zunehmender Stärke in Gebieten mit schwachen Gegnern, treten diese vor euch die Flucht an und können oft mit nur einen Hieb zum Bildschirm getilgt werden, ohne das rundenbasierten Aufeinandertreffen zu starten. Expertenpunkte können so schneller gesammelt werden, ohne wertvolle Zeit abzuverlangen.

Wer wiederum die ultimative Herausforderung sucht, sollte nicht am Schwierigkeitsgrad sparen.

Vergangenheit kann Gegenwart

Dragon Quest VII Reimagined besteht nicht nur aus ewigen Kampfhandlungen, sondern lädt euch auch ein, Gebiete zu erkunden, Anwohner von Dörfern in Gespräche zu verwickeln, sowie ein paar Rätsel zu lösen. Hier merkt man zwar schnell die Mechaniken aus dem Jahr 2000, doch dafür verlangt die Erkundung keinerlei stress ab. Für Sammler und Jäger geht es natürlich ins Rüstungsgeschäft, um den bestmöglichen Schutz für eure Helden ausfindig zu machen. Aber auch immer neue Waffen sollten in Betracht gezogen werden, die insbesondere in Bosskämpfen als kleine Sicherheit fungieren. Unnütze Items dürfen gerne wieder verkauft werden.

Wer richtig in Sammellaune kommen möchte, der darf wieder auf Medaillensuche gehen. Die Mini-Medaillen können überall versteckt sein und bringen bei einer bestimmten Anzahl kleine Überraschungen beim Eintauschen.

Vergangenheit kann Zukunft

Dragon Quest VII Reimagined ist trotz gleichbleibender Features ein vollwertiges Remake. Insbesondere die Grafik hat es auf ein gängiges Niveau geschafft, welches aber noch immer auf den Chibi-Look setzt. Satte Farben und flüssige Bewegungen werden nicht nur an Helden und Schauplätzen vergeben, sondern auch die beliebten Monster aus der Dragon Quest-Reihe. Das heißt, es gibt ein wiedersehen mit vielen bekannten Gegnern, die nun noch weitaus besser und detaillierter gegenüber 2000 (PS1) und 2016 (3DS) aussehen. Die Animationen der Gegner sind schön anzusehen und zaubern gelegentlich ein lächeln auf die Lippen.

Vertonte Dialoge bringt die Neuauflage ebenfalls mit. So sind die einst recht stummen Helden nun weitaus gesprächiger. Ich möchte die Lokalisation als gelungen bezeichnen, was noch ein weiterer Grund ist, das Remake auch in Betracht zu ziehen, obwohl ihr den Titel vielleicht schon in der Sammlung habt. Und wie schön klingen all die mir bekannten Sound und Musikstücke in den Ohren. Es wird nicht lange dauern, bis das Dragon Quest-Feeling aufkommen, wenngleich eine ganz unabhängige Geschichte erzählt wird.

Video zum Spiel

Pro & Kontra

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Pros
  • Zugängliches JRPG
  • Angepasste Optionen für die Kämpfe
  • Schöne (neue) Optik
  • Sprachausgabe vorhanden

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Cons
  • Sehr dialoglastig
  • ständig wiederholendes Gameplay-Muster

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