Crush Online REVIEW
Viele Spielegenres bestehen heutzutage immer öfter aus einer Flut an verschiedenen Titeln, die von den unterschiedlichsten Entwicklern stammen. Gerade das MMORPG Genre zeigt viele regelmäßige Veröffentlichungen auf, die immer neue Variationen preisgeben. Doch der Entwickler JoyImpact Co. hat nun versucht, die allgemeine Eintönigkeit etwas aufzulockern. Mit Crush Online kombinieren die Köpfe hinter dem Spiel das MOBA Gameplay mit einer MMO-PVP Welt. Da bleibt nur eine Frage offen: Wie spielt sich die Mischung und ist Crush Online der nächste große MMORPG Hit? Lest es jetzt in unserer Review.
Der Anfang

Crush Online ist ein Free-To-Play Titel, indem es um den endlosen Krieg zwischen drei Fraktionen geht. Spieler treten gegeneinander an, um die politischen Grenzen in der Welt von Gaia zu formen und ihrer Fraktion Ruhm und Reichtum zu bringen. Wie in den meisten MMO’s, muss man als Spieler auch in Crush Online seinen Charakter erstellen, bevor man die Spielewelt betritt. Die Charaktererstellung in Crush Online ist sehr simpel gehalten und lässt wirklich zu wünschen übrig. Wählt man eine der drei Fraktionen aus, so unterscheidet sich allein die Farbe der Rüstung von den Anderen. Der Rest sieht bei jeder Fraktion leider identisch aus und man hat auch nur dieselben drei Klassen zur Auswahl. Jede Klasse hat ein festes Geschlecht, was die eigene Kreativität einschränkt.
Spieler können also zwischen drei Klassen wählen: Der Support Klasse des Saint, der DPS Klasse mit dem Namen Punisher und dem Guardian, der Tank Klasse. Individuell lassen sich die Charaktere dann mit unterschiedlichen Gesichtern, Haarstilen und Kleidung ausrüsten. Dennoch wirkt die Auswahl im Vergleich zu anderen MMO’s eher mager. Somit bleibt im Gesamtbild die Individualität der Eigenkreation auf der Strecke.
Der Einstieg ins Spiel

Endlich im Spiel angekommen, geht es an die nächsten Instruktionen. Neue Spieler müssen sich erst einmal in einer Reihe von Tutorial Missionen beweißen, bevor sie in den Krieg um die Welt von Gaia einsteigen dürfen. In den Tutorials bekommt man verschiedene Grundlagen zur Steuerung, dem Fortschrittsystem, den Quests, dem Item Management und den Battle Arenas beigebracht. Die Tutorial Missionen sind außerdem schon Teil der Geschichte und ein wirklich guter Weg, einen schnellen Einstig ins Spiel zu finden. Somit darf sich Crash Online zumindest in den Grundlagen als einsteigerfreundlich bezeichnen.
Dennoch hatte ich nach dem Tutorial erst einmal keine Orientierung, wo genau ich mich hinbegeben soll und wurde sogleich in den Mittelpunkt eines Schlachtfeldes teleportiert. Zum Glück erhält man im Tutorial die Information, Rückkehrschriften zu kaufen, die ein unverzichtbares Item in Crush Online sind. Denn ist man erst einmal hilflos verloren, was leider relativ oft vorgekommen ist, so helfen die Schriften einem immerhin weiter, etwas Orientierung zurück zu gewinnen.
Das Gameplay

Wie schon in der Einleitung erwähnt, hat man mit Crush Online versucht einen Hybriden aus MOBA und MMORPG zu erschaffen. Der MOBA Teil des Spiels ist hauptsächlich im Gameplay wiederzufinden. Wie es üblich bei den Genrevertretern ist, ist die Kamera in der Vogelperspektive fest verankert. Außerdem ist das Interface und die Steuerung wie bei den normalen MOBA’s eingebracht. Man benutzt beispielsweise die rechte Maustaste, um sich zu bewegen, QWER um die Fähigkeiten einzusetzen und die linke Maustaste, um sein Ziel auszuwählen.
Jeder Charakter hat sechs freie Slots für Ausrüstung und man kann mit SP, die man beim Töten von Monstern erhält, diese bis zu sechsmal aufwerten. Ein ziemlich einzigartiges Feature ist es aber, dass sich die Ausrüstung beim verlassen einer Zone wieder zurücksetzt. Das heißt, man wertet seine Rüstung und ähnliches immer nur innerhalb einer Zone auf und verliert die Upgrades dann wieder.
Ein großer Teil ist natürlich wie bei jedem MMORPG das Questen, welches die erschaffenen Helden an viele verschiedene Areale der Welt bringt. Dennoch ist es dem Spieler jederzeit möglich, im PVP oder an dem Kampf um die Teile der Welt teilzunehmen. Am Anfang scheint es zwar noch so, als wären die Quests im Vordergrund verankert, nach einer Weile erkennt man aber, dass die jeweiligen Missionen den Spielern nur Zugang zu einer besseren Ausrüstung geben. Die optimierte Ausrüstung lässt die Spieler dann wiederum erfolgreich an dem drei Fraktionen Krieg teilnehmen.
Durch den Krieg zwischen den drei Fraktionen, ist die komplette Karte, mit Ausnahme der Dungeons und Instanzen, in verschiedene Zonen eingeteilt. Jede Zone besteht aus einer MOBA-Arena mit Verteidigungstürmen und einem Nexus. Man muss als Spieler die Türme einnehmen und den gegnerischen Nexus zerstören, um Kontrolle über die Zone, und Boni innerhalb der Fraktion zu erhalten. Zwar kann man auf jedem Level die Zonen betreten, hat aber ohne die richtige Ausrüstung eine eher geringere Chance.
Ein ziemlich cooles Feature ist das Waffensystem von Crush Online. Jeder Klasse hat eine bestimmte Anzahl an Arsenal, mit denen man sich ausrüsten kann. Jedes Hieb und Stichwerkzeug bringt ein eigenes Set an Fähigkeiten mit sich. Zudem ist es möglich, im Kampf mit der Betätigung der Leertaste, zwischen den jeweiligen Waffen zu wechseln. So kann man zum Beispiel die Q-Fähigkeit einer Waffe einsetzen und dann zu einer anderen wechseln, um wiederum deren Q-Fähigkeit einzusetzen. Insgesamt gibt es fünf Slots für das Arsenal, die man im Lauf des Level freischaltet.
Die Technik

Crush Online ist wie so viele MMO’s im Anime Stil gehalten. Dennoch fehlt es sowohl bei den Charakteren, als auch bei der Umgebung am Detail. Ein bisschen mehr Tiefe hätte man sich gewünscht, da viele Passagen nach einiger Zeit einem einfach gleich vorkommen. Nichtsdestotrotz ist die Stilart des Spieles ziemlich gut. Zu bedenken bleibt zudem, dass es sich bei dem Spiel um einen Free-To-Play Titel handelt.
Der Soundtrack von Crush Online ist hingegen nur generische Hintergrundmusik, wie bei vielen anderen MMORPG’s auch. Der Wiedererkennungswert fehlt leider völlig. Dies ist aber keine reine Kritik, denn für das eigentliche Szenario reichen die vorgetragenen Klänge vollkommen. Ein paar mehr Facetten wären trotzdem wünschenswert gewesen. Die Kritik macht dafür Steuerung wett, die einfach von der Hand geht und nicht viel Einarbeitungszeit benötigt. Wer bereits im Genre bewandert ist, braucht nur wenige Sekunden, um gekonnt ins Abenteuer zu starten.
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