Bunker – The Underground Game PREVIEW

Alles fängt wie immer mit einer Entführung an… Doch erst einmal ganz langsam. Denn wer ein schnelllebiges Spiel ala Call of Duty oder sonst einem actiongeladenen Kracher erwartet sollte hier besser aufhören zu lesen. Denn nur durch langwieriges Knobeln sowie Experimentieren und nicht durch das glühende Rohr einer großkalibrigen Wumme kommt man bei Bunker – The Underground Game weiter. Hierbei ist der Name übrigens zum größten Teil Programm.

Kleine Vorschau

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Bei diesem Steam-Spiel in der Beta-Phase handelt es sich um ein klassisches Point and Click Adventure mit viel Charme. Dafür sorgen nicht nur die mit skurrilen Wendungen und Nebencharakteren gespickte Handlung, sondern auch das Setting an sich. Unser 13.-eiiger Zwilling wird zu Beginn der Story von einem sowjetischen Bürger entführt – der freundliche Nerd hätte nicht auf die „etwas“ auffällige Anzeige im Dating-Portal hereinfallen dürfen – und landet mir nichts, dir nichts in einem sowjetischen Bunker. Für das Gamegenre also ein nahezu perfektes Szenario.

Dort habt ihr mit grimmigen Wachen, einem emotionalen Computer oder etwa dem „Communizer 2000“ zu tun. Eine Menge witziger Mono- oder Dialoge sowie Anspielungen lassen das Spiel wirklich heiter erscheinen. Falls ihr dann doch mal an einem Rätsel ala „finde Teil A, damit Maschine B zum Laufen kommt, um dann wiederum Teil C zu erlangen“ verzweifelt, fangen die witzigen Kommentare die Passagen wieder gekonnt auf – Klassische Point and Click-Kost eben.

Eine orangefarbene Umrandung zeigt zwar eine mögliche Interaktion an, aber längst nicht alles, was relevant für das Vorankommen sein könnte. Mit der Leer-Taste gelangt ihr wiederum in euer obligatorisches Gegenstandsmenü. Dieses ist auch der Kern des Spiels, beinhaltet es doch all die Gegenstände, die es einzusetzen, zu kombinieren oder zu tauschen gilt.

Die Steuerung ist so simpel wie auch funktionell gestaltet – zu untersuchende Gegenstände einfach mit der Maus anvisieren und klicken. Dennoch fällt (im Moment jedenfalls) die Steuerung noch ein wenig grob aus. Hier fühlt es sich irgendwie nicht gut an, den Helden durch die einzelnen Räume zu klicken. Klick man beispielsweise auf einen zu untersuchenden Gegenstand am Ende des Raumes, so „verläuft“ er sich manchmal. Auch das Scrollen innerhalb eines Raumes geht noch holprig vonstatten. Ich denke jedoch, dass diese kleinen Ungereimtheiten noch gefixt werden, denn es bleibt abermals zu erwähnen, dass sich Bunker – The Underground Game noch in der Beta-Phase befindet.

Zu guter Letzt ist der Held der Story mit einem Smartphone ausgerüstet, welches hauptsächlich als unser Menü zum Speichern, Laden oder für die restlichen Optionen dient. Auch kann im Laufe des Spiels das ein oder andere Secret gefunden werden – über das Telefon kann geschaut werden, um welches es sich genau handelt. Und so kommt ihr mit jedem richtigen Schritt, korrekter Kombination und einem guten Auge langsam der Freiheit wieder näher, die auch das Ziel des Spieles mimt.

Technik

Grafisch orientiert sich Bunker – The Underground Game an den Genrevettern ala Monkey Island. Alles wirkt eher detailarm und düster, passt somit aber hervorragend in das gesamte Konzept des Spieles. Durch diesen comicartigen Stil gewinnt der Titel an Witz und hebt die schräge Story nochmals hervor. Wie bereits erwähnt ist Bunker – The Underground Game aber noch in der Betaphase. Die uns vorliegende Version hat demnach mit diversen Bugs zu kämpfen und was fast schon schlimmer ist – ein 4:3 Bild! Des Weiteren hing das Spiel sich mehrere Male an verschiedenen Stellen auf, was den Spielfluss stört und durchaus schade ist.

Ebenfalls kann ich noch nichts über eine mögliche Sprachausgabe sagen. Teilweise waren nur schwarze Umrisse zu sehen, die ohne Texturen ausgestattet wurden – oder ein Soundeffekt wurde vorgetragen, obwohl die auslösende Aktion längst vorüber war. Solcherlei Ereignisse und der noch nicht komplette Sound werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nachgerüstet werden und sorgen für ein noch dichteres Spielerlebnis als ohnehin schon.

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