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5 Centimeters Per Second REZENSION

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In seiner Heimat hat Makoto Shinkai in diesem Sommer mit seinem neuesten Film Your Name nicht nur die Herzen der Zuschauer im Sturm erobert, sondern ganz nebenbei den ersten Nicht-Miyazaki (Ghibli) Anime mit einem Einspielergebnis von über 100 Millionen US-Dollar in die Kinos gebracht. Bis das Meisterwerk auch bei uns erscheint, dürfte es noch eine Weile hin sein. Also Grund und Zeit genug die Werke des Ausnahmeregisseurs besser kennenzulernen. In unserer heutigen Kritik widmen wir uns mit 5 Centimeters Per Second einem der früheren Werke von Shinkai und eröffnen euch, warum der Japaner nicht erst seit diesem Jahr zu der Speerspitze seiner Zunft gehört.

 

Einsame Seelen


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Takai und Akari sind seit ihrer Kindheit gute Freunde. Doch das Leben ist nun einmal nicht immer fair und vor allem nicht leicht, sodass sich die beiden durch diverse Umzüge immer weiter voneinander entfernen. Sie halten per Brief und Telefon zwar engen Kontakt, doch sie sehnen sich nach mehr. Eine solche Freundschaft, die eigentlich sehr viel mehr ist, zu pflegen, ist nicht leicht. Neue Orte, neue Freunde und immer wieder diese Einsamkeit. Die Jahre vergehen und die beiden entfernen sich immer weiter voneinander, die Gefühle von einst verschwinden und der Schmerz wird größer und größer…

5 Centimeters Per Second ist sicherlich nicht der typische Kitsch-Romantikfilm, für den man ihn zunächst halten könnte. Der Film behandelt das Thema Liebe ohne allzu viel Zuckerguss, sondern als schwermütig und – so wie Liebe eben ist – etwas, für das man kämpfen muss, um es zu erhalten. Shinkai hat den Film ursprünglich als zehnteiligen Episodenfilm mit ca. 5 Minuten langen Sequenzen geplant, letztlich ist er ein sich aus drei Kapiteln und Zeitfenstern zusammensetzender Kurzfilm geworden.

 

Das Leben passiert


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Und obwohl 5 Centimeters Per Second mit seinen rund 63 Minuten Spielzeit sehr kurz anmutet, so sagt er doch alles, was gesagt werden muss. Allerdings muss man sich darauf einlassen können, dass der Film stellenweise sehr sprunghaft ist und sich schnell fortbewegt. Und auch die zu erstaunlich viel Schwermütigkeit und zu erwachsenen Intellekt neigenden Jungcharaktere könnten etwas unrealistisch wirken, gerade in einer Zeit, in der Beziehungen gerne per WhatsApp Nachricht beendet werden und man sich mehr um kurzweiligen Spaß, als um das Genießen des Momentes kümmert. Diesen von einigen Kritikern als hochnäsig verschrieenen Stil ist sich Shinkai zum Glück bis heute treu geblieben, denn er bildet somit einen der wenigen Gegenpole zum Mainstream und seiner aufgeregten Inszenierung.

Mir hat es nie etwas ausgemacht, das der Film viele Fragen offen lässt. Warum bricht der Kontakt zwischen Takai und Akari just ab? Warum fällt es ihnen so schwer ihre Liebe füreinander offen auszusprechen? Solche Dinge geschehen nun einmal, selbst wenn Liebe und Zuneigung und die Sehnsucht zueinander groß ist. Zwar gibt es den ein oder anderen Kitsch – so ganz kann Shinkai darauf dann eben doch nicht verzichten – aber er passt, ebenso, wie er in anderen großen Liebesgeschichten passt.

Im Vergleich zu manch seiner anderen Werke, verzichtet der Regisseur hier komplett auf übernatürliche Elemente. Gleichzeitig hat 5 Centimeters Per Second aber etwas sehr verträumtes an sich.

 

Visueller Genuss


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Das liegt nicht zuletzt auch an den fantastischen Bildern, die in ihrer Detailverliebtheit nahezu ihres Gleichen suchen. Obwohl es sich hier um keine große Studioproduktion mit enormen Budget handelt, so ist 5 Centimeters Per Second nicht zuletzt hinsichtlich seiner visuellen Qualität eine Wucht, die mich immer wieder auf´s Neue umreißt. Die mir vorliegende Blu-ray Fassung lässt den Film in einer bisher nicht bekannten Schönheit erstrahlen. Das Spiel mit satten Farben und die sehr detailreich ausgearbeiteten Szenen wirken schlichtweg ergreifend schön. Insbesondere die Landschaftsbilder suchen ihres Gleichen.

Wie von Publisher KAZÉ, der den Film hierzulande vertreibt, gewohnt, finden sich auf der Disc die deutsche und japanische Tonspur. 5 Centimeters Per Second ist kein Film der großen Worte, umso wichtiger erscheint es, das die Sprecher in ihren wenigen Worten die richtige Tonalität treffen. Das ist für den fantastischen japanischen Cast der Fall, aber auch die deutschen Sprecher gefallen mir sehr, sehr gut. Wie immer ist es eine Frage des Geschmacks, welche Sprachfassung man vorzieht. Keine große Geschmacksfrage ist hingegen die Musik. Die ist nämlich einfach nur grandios und untermalt das Szenario mal mit sich zurückhaltenden, mal mit nach vorne preschenden Klängen. Lediglich der Titelsong ist nicht so ganz mein Fall.

Deutsche Veröffentlichungen von Anime mangelt es gerne an Bonusmaterial. Bei 5 Centimeters Per Second ist dies aber nicht der Fall. Auf der Blu-ray finden sich viele Interviews mit dem Regisseur und den Sprechern, die tolle Einblicke in die Entstehung des Films, in das Denken der Figuren und die Arbeit an dem Anime geben. Außerdem wurde noch der rund fünfminütige Kurzfilm „She and her Cat“ auf die Disc gepackt.

 

Fazit

5 Centimeters Per Second ist ein sehr berührender, melancholischer und und in all seiner Traurigkeit stets wunderschöner Film, der mich immer wieder auf´s Neue begeistert und in seinen Bann zieht. In der Laufzeit von rund einer Stunde schafft es Regisseur Makoto Shinkai so vieles zu sagen und zu verdeutlichen, was andere Filme nicht in drei Stunden bewältigen könnten. Die Kürze hat außerdem den Vorteil, das 5 Centimeters Per Second zu keinem Moment gestreckt wird, sondern alles essenzielle verarbeitet, ohne Länge aufkommen zu lassen. Ja, man muss sich auf den Film einlassen können und für jedermann ist er sicherlich nicht. Aber auch solche Filme muss es geben und gerne mehr im Genre der japanischen Animationsfilme. 5 Centimeters Per Second ist ein weiterer Beweis, wieso Makoto Shinkai in einer Reihe mit den ganz großen Namen steht.

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2 Responses to 5 Centimeters Per Second REZENSION

  1. June sagt:

    Danke für die Rezension 🙂 Der Film scheint ja wirklich gut zu sein. Die Bilder sehen jedenfalls toll aus! Schade das die Musik nicht so gut ist.

  2. Adrian sagt:

    Hallo June. Danke für deinen Kommentar. Bezüglich der Musik: diese ist durchaus gut, zumindest die orchestralen Klänge gefallen mir sehr. Ledigich der Titelsong ist nicht so mein Fall. Aber Geschmäcker sind ja verschieden und ein nicht so guter Song macht den Film noch lange nicht schlecht 😉

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