Zheros REVIEW
Mit Zheros kehrt ein sehr simples Hack n‘ Slay Spiel auf Steam ein, welches zwei Charaktere durch futuristische Areale schickt, die selbstverständlich zudem gegen jedwedes böses Gesocks kämpfen. Doch noch bevor es in die einzelnen Stages geht, sucht ihr euch einen von den beiden möglichen Spielfiguren aus. So steht euch die flinke Dorian oder der harte Mike zur Auswahl bereit und möchten euch dabei helfen, die Welt zu befrieden.
Lasst uns die Welt retten

Ist der Schwierigkeitsgrad bestimmt, geht es sogleich in den ersten Level und das erste Aufeinandertreffen mit den fiesen Kontrahenten, die sich zumeist in Form von kleinen Robotern darstellen. Mit Schlägen und Tritten wehrt ihr euch gegen die herannahenden Schurken und minimiert deren Gruppenstärke solange, bis kein Gegner mehr übrig ist. Für jede erfolgreiche Terminierung gibt es Punkte und gelegentlich auch Items, die beispielsweise wieder eure Lebensenergie auffrischen. Zudem dürft ihr den nachfolgenden Bereich betreten, der solange versperrt ist, wie noch Gegner das aktuelle Areal bevölkern. Letztlich kann gar ein Endboss auf euch warten, bei dem es je nach eingestellten Schwierigkeitsgrad, schon ein wenig verzwickter wird.
Nach den Vorbildern diverser Hack n‘ Slay Titel wie unter anderem Bayonetta oder Devil May Cry, besitzen beide Protagonisten auch Feuerwaffen, mit denen man die Gegner ebenso aus der Distanz bekämpfen kann. Jedoch gestaltet sich das Unterfangen als sehr ungenau und sorgt eher dafür, dass ihr Treffer der Kontrahenten einsackt, statt ordentlich Kugeln austeilt. Auch ein schnelles Wechseln von einem Ziel zum anderen, wurde nicht in die Mechanik von Zheros eingebaut.
So lauft ihr stattdessen durch die sehr linearen und trostlosen Schauplätze, macht euch den Weg mit Füßen und Fäusten frei und überwindet als kleine Abwechslung noch Hindernisse. Ja, ab und an gibt es verschiedene Erschwernisse zu bewältigen, wie zum Beispiel von einer zur anderen Plattform zu springen, oder Laserstrahlen auszuweichen, die ebenso an der Lebensenergie zerren, wenn euer Held sie berührt. Aber auch der anfänglich noch sehr milde Schwierigkeitsgrad wird euch nach und nach weiter zusetzen, was sich durch die sehr ungenaue Steuerung fortan zuspitzt. Und so weicht man unfreiwillig von den Vorbildern des Genres ab und schafft Unstimmung bei den Spielern, die einfach nur ein schönes Spielerlebnis haben möchten.
Fernab der doch manchmal sehr ärgerlichen Mechanik und des simplen Gameplays, dass erst gar nicht versucht mit massenhaft Kombos zu überzeugen, könnt ihr eure beiden Helden auch aufrüsten. Zwischen den einzelnen Stages ist die Möglichkeit gegeben, die Stärke, Abwehr und Schusskraft in bis zu fünf Schritten zu erhöhen. Dadurch wird der aktuelle Wert um einen bestimmen Prozentsatz erhöht. Ferner werden zwar die Kämpfe erträglicher, das Gameplay aber kaum nachhaltig bereichert.
Wie aber anfänglich erwähnt, gibt es in dem Hack n‘ Slay gleich zwei Protagonisten. Da liegt es natürlich auch nahe, einen Multiplayer einzubauen, mit denen beide Helden zusammen auf die Pauke hauen können und mittels Specialmoves das jeweilige Areal von Feinden säubern.
Technik

Mit dem ersten Anspielen bemerke ich, dass das Spiel sehr stark ruckelt, was mich veranlasst, jedwede grafischen Einstellungen herunterzuregeln. Dadurch entschärft sich die Situation zwar leicht, ein wirkliches Aufatmen bringt es jedoch nicht. Und so bleibt die Frage offen, warum das Spiel trotz der recht veralteter Optik so stockend abspielt und dadurch die Unlust, in jene fiktive Welt einzutauchen, fördert. Hinzu kommt der Fakt, dass die Ladezeiten mehr als unzumutbar sind und bis auf mehrere Minuten heranreichen. Und all das, obwohl ihr lieblose Gegner präsentiert bekommen, die in einer ebenso tristen Welt ihr Unwesen treiben. Einzig die eigenen spielbaren Charaktere sind nett gestaltet, um es noch human auszudrücken. Leider kann dies grafisch jedoch kaum noch etwas retten und zurück bleibt ein Versuch, sich mit bekannten Titeln zu messen. Auch der Humor ist nur für das jüngere Publikum witzig, schafft aber zumindest die Atmosphäre aufzulockern.
Der Sound bereitet dort weniger Sorge und dudelt permanent in Hintergrund ab, ohne aber so negativ aufzufallen wie eben die Grafik von Zheros. Hauptsächlich versucht man mit euphorischer Electromusik das Spiel und die jeweilige Kulisse zu bereichern – was sogar gelingt. Zu den verschiedenen Klängen, die ich als solide bezeichnen möchte, kommen noch genügend Effektgeräusche hinzu. Auf eine Sprachausgabe wurde hingegen grundsätzlich verzichtet, was aber kaum auffällt, da das Spiel sowie nicht von der Geschichte lebt und sich eher versucht auf das Gameplay auszuruhen. Ebenso ist das komplette Spiel auf englisch gehalten, was aber keine weitere Gewichtung hat, da kaum Text eingeblendet wird oder die Sprachkenntnis an irgendeiner Stelle vonnöten ist.
Letztlich könnte noch die Steuerung ein paar Kritikpunkte wieder wett machen, doch wer bis hierhin gelesen hat, wird wissen, dass das nicht der Fall ist. Durch das Ruckeln des Spieles kommt ihr ständig in Bedrängnis und die Befehle werden nicht genau übertragen, bzw. zeitversetzt weitergegeben. Da ist es zumindest praktisch, dass Zheros diverse Controller unterstützt und so die actionlastigen Momente ein wenig angenehmer gestaltet. Dennoch wird gerade hier der größte Schaden angerichtet, dann das Hack n‘ Slay Genre lebt von einer flüssigen sowie genauen Steuerung mit vielen Variationsmöglichkeiten, die einfach ein Feuerwerk an Effekten auf den Monitor zaubert.
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