Uncharted: The Nathan Drake Collection REVIEW

Zu Beginn dieser Review gibt es von unserer Seite erst einmal einen erstaunlichen Fakt: Wie der Publisher Naughty Dog bekannt gab, haben rund 80% (!) der PS4-Besitzer zuvor noch nie einen Teil der doch sehr beliebten Uncharted-Reihe angespielt. Ein extrem hoher Wert, wenn man bedenkt, dass die Reihe zu einer der erfolgreichsten Action-Titel im Angebot der Sony exklusiven Titel ist. „Das war einer der Gründe dafür, warum wir dachten, dass ein Remaster eine gute Idee wäre“. Wir zeigen Euch in unserer ausführlichen Review, wieso genau jetzt mit Uncharted: The Nathan Drake Collection der richtige Moment für Neueinsteiger der Reihe gekommen ist, und dass auch Besitzer der PlayStation 3-Besitzer sicher noch einmal einen Blick in die Collection wagen können. Übrigens erhalten alle Käufer der Nathan Drake Collection einen garantierten Zugang zur Multiplayer-Beta von Uncharted 4: A Thief’s End, welches im März 2016 exklusiv für PlayStation 4 erscheinen wird.

Faszinierende und spannende Story im Dreierpack

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Wie für eine Remaster-Version üblich, hat sich auch bei Uncharted: The Nathan Drake Collection eigentlich nichts an den wirklich gelungenen Geschichten der PS3-Versionen getan. Doch aufgrund der Tatsache, dass im Schnitt 4/5 Spielern noch nie ein Abenteuer mit Nathan Drake ausprobiert haben, wollen wir Euch dennoch einen kleinen, aber feinen Einblick in die jeweiligen Storys geben, ohne jedoch zu viel verraten zu wollen.
Uncharted: The Nathan Drake Collection beinhaltet die PS3 exklusiven Titel Uncharted: Drakes Schicksal, Uncharted 2: Among Thieves und Uncharted 3: Drake’s Deception – einzig der PS-Vita Titel Uncharted: Golden Abyss ist in der Collection nicht enthalten. Um nicht zu viel der Story zu verraten, fassen wir uns kurz, um mögliche Spoiler zu verhindern.

Uncharted: Drakes Schicksal schickt uns auf die Suche nach der Stadt El Dorado, von der wir durch einen Hinweis in einem sonst leeren Tagebuch aus einem Sarg des Seefahrers Sir Francis Drake erfahren. Gemeinsam mit der Reporterin Elena Fisher und Victor Sullivan begibt sich der Abenteurer Nathan Drake auf die Suche nach dem Geheimnis um El Dorado, welches sich als noch deutlich finsterer zeigen wird als wir es geahnt haben, und trifft dabei auf widerspenstige Charaktere und natürlich auch viel Action.

In Uncharted 2: Among Thieves begibt sich Nathan Drake mit den zwei alt bekannten Kollegen Harry Flynn und Chloe Frazer in ein schwer bewachtes türkisches Museum, um dort ein sehr seltenes und wertvolles Artefakt zu stehlen. Dieser Plan geht soweit auch auf, bis uns schließlich Flynn nach der Beute noch im Museum im Stich lässt und der Polizei aussetzt. Nach drei Monaten im Gefängnis befreit uns unserer alter Freund Sully, und Nathan macht sich auf den Weg nach Borneo um hinter das Geheimnis des Schatzes zu kommen. und um seinen Verräter Harry Flynn ausfindig zu machen.

Im dritten und letzten Teil Uncharted 3: Drake’s Deception werden Nathan Drake und Victor Sullivan während einer Übergabe eines seltenen Ringes seines Vorfahren Sir Francis Drake hereingelegt. Katherine Marlowe, eine ehemalige Bekannte von Victor Sullivan, stiehlt ein gefälschtes Duplikat des Ringes von Francis Drake, in dem Glauben, es sei der echte Ring. Marlowe ist jedoch auch im Besitz einer Scheibe, in welche der echte Ring eingelegt werden kann, welcher einem dann Hinweise dazu gibt, wo sich möglicherweise die verlorene Stadt Iram befindet, nach welcher Drake und Sully schon lange suchen. Zusammen mit Teil 2 zeigt sich Uncharted 3: Drake’s Deception als die spannendste und unterhaltsamste Story, aber auch Teil 1 fällt nicht weit dahinter zurück.

Viel Action, noch mehr klettern und (zu) wenig Rätsel

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Wenn ihr mit dem sympathischen Schatzsucher Nathan Drake unterwegs seid, werdet ihr schnell feststellen, dass sich seine Tätigkeiten in allen drei Teilen der Collection auf drei grundlegende Dinge beschränken. Zum einen wäre wie für ein Action-Spiel üblich natürlich der Feindkontakt. Uncharted setzt dabei in den Schusswechseln besonders auf Deckungsmöglichkeiten, welche aufgrund der Tatsache, dass Nathan besonders auf den höheren Schwierigkeitsgraden nicht allzu viele Treffer einstecken kann, zum Überleben absolut von Nöten sind. Während wir in Uncharted: Drakes Schicksal bereits durch sehr auffällig platzierte Felsen, Kisten oder Mauern auf das nächste Gefecht vorbereitet werden, werden besonders im dritten Teil Uncharted 3: Drake’s Deception viel mehr die natürliche Umgebung als Schutz vor dem feindlichen Kugelhagel eingesetzt.

Der zweite große Teil der Uncharted-Reihe machen die abwechslungsreichen, aber doch häufig zu anspruchslosen, Kletterpassagen aus. Wir klettern an Burgwänden an deutlich erkennbaren Steinen, die aus der Wand herausragen, nach oben, oder schwingen uns an Lianen über einen waghalsigen Abgrund. Besonders an Mauern und Felswänden sieht man auf den ersten Blick in welche Richtung wir springen sollen, da sich diese farblich sehr deutlich vom Rest der Umgebung abheben.

Die dritte große Aufgabe von Nathan Drake sind die Rätsel, welche unserer Meinung etwas zu kurz kommen, uns aber immer wieder gut unterhalten konnten. Durch geeignete Tagebucheinträge bekommen wir zu jedem Rätsel immer wieder einen gezielten Hinweis auf die Lösung eines Rätsels, beispielsweise in welcher Reihenfolge wir diverse Statuen anklicken sollten, um damit eine geheime Tür zu öffnen. Außerdem können wir in den zahlreichen Kapitel mehr oder weniger gut versteckte Schätze finden, was besonders sammelfreudige Spieler für eine längere Zeit an die Konsole fesseln wird.

Neue Schwierigkeitsgrade sowie Speedrun inklusive

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Uncharted: The Nathan Drake Collection bringt auf der PlayStation 4 zwei neue zusätzliche Schwierigkeitsstufen mit sich. Zum einen mit dem „Forscher“-Modus die leichteste Stufe, die bisher in einem Uncharted-Teil erschienen ist. In diesem geht es, wie es der Name bereits erahnen lässt, ausschließlich um das Entdecken der Levels mit ihren zahlreichen Schätze, die Gegner sind dabei reines Kanonenfutter. Als extrem Kontrast dazu gibt es einen neuen härtesten Schwierigkeitsgrad, der wirklich sämtliches Können von Euch erwartet.

Außerdem gibt es in Uncharted: The Nathan Drake Collection einen neuen Speedrun-Modus. Dieser lässt euch unter Zeitdruck das ganze Spiel oder die jeweiligen Kapitel noch einmal im Schnelldurchgang erleben. Mit dem Fotomodus den ihr jederzeit im Spiel aktivieren könnt, habt ihr die Möglichkeit hübsche Screenshots von Nathan Drake und den wirklich schön gestalteten Spielabschnitte zu erstellen.

Den aus Uncharted 2: Among Thieves sowie Uncharted 3: Drake’s Deception beliebten Multiplayer-Modi wurden in der exklusiven Collection für Sonys PlayStation 4 ersatzlos gestrichen. Die Gründung für diese Streichung liegen uns nicht vor, allerdings gehen wir davon aus, dass sich Sony den Aufwand des benötigten Netzcodes und der Unterhaltung der Server nicht aufnehmen wollte, zumal die Entwicklung von Uncharted 4: A Thief’s End bereits in einem relativ weiten Stadium befindet.

Nathan Drake erstrahlt nun in hübscher HD-Optik

Neben den bereits weiter oben genannten spielerischen Neuerungen hat sich natürlich auch an der Grafik der Collection auf der PlayStation 4 so einiges getan. So erstrahlt unser Abenteurer Nathan Drake nun in flüssigen 60 Bildern pro Sekunde und in voll auflösenden 1080p auf unserem Fernseher. Und auch wenn die Grafik aller drei Teile der Uncharted: The Nathan Drake Collection verbessert wurde, so sehen wir immer noch deutlich spürbare Unterschiede innerhalb der Serie. Toll inszenierte Kamerafahrten und und spektakuläre Explosionen sehen wir besonders im letzten der drei Teile am deutlichsten. Auch der Detailgrad der jeweiligen Level steigert sich mit dem Verlauf der drei Titel. Dass dies bewusst beibehalten wurde, hat uns persönlich sehr gut gefallen. Ebenfalls gut gefallen haben uns die immer wieder in den Levels auftauchenden Zwischensequenzen. Diese sehen nicht nur klasse aus, sondern sind auch erstklassig vertont und relativ synchron gesprochen. Da kommt schon ein wenig Filmatmosphäre beim Spielen auf. Abstürze oder gelegentliche Ruckler konnten wir in keinem der drei angespielten Teile feststellen, darüber sind wir natürlich mehr als glücklich.

Und auch der extra für PlayStation 4 hinzugefügte 5.1 Surround-Sound kann uns komplett überzeugen. Sowohl die Soundkulisse als auch die Hintergrundmusik wurde dazu komplett überarbeitet und in einwandfreier Qualität hinzugefügt. Diese wird in spannenden Situationen auch perfekt eingesetzt und untermalt perfekt das aktuelle Geschehen auf dem Bildschirm.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
92
92
Super
-
Multiplayer

FAZIT

Auch ich muss gestehen, dass ich zu den 80 % der PlayStation 4-Besitzer gehöre, welche bisher noch keinen Teil der beliebten Uncharted-Reihe auf Sonys PlayStation 3 gespielt haben. Nachdem ich nun alle drei Teile mit dem Abenteurer Nathan Drake erleben durfte, kann ich es jetzt schon nicht mehr erwarten bis im März 2016 ein neues spannendes Abenteuer erscheinen wird. Die aufpolierte Grafik sowie der überarbeitete Sound konnte uns ebenso überzeugen wie der gesamte Umfang von Uncharted: The Nathan Drake Collection. Hier stimmt also das Preis-/Leistungsverhältnis absolut und ich kann jedem Neuling den Kauf nur ans Herz legen. Und auch Besitzer der drei Teile für PlayStation 3 können durchaus einen Blick in die Remaster-Version werfen und machen damit absolut nichts falsch.

- Von  Christian

Playstation 4

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