Tales of Vesperia REVIEW

Die Tales of Reihe kann schon auf unzählige Teile verweisen, die alle unabhängig voneinander sind, dennoch Ähnlichkeiten aufweisen. Auch Tales of Vesperia gehört in die Rollenspiel-Familie und durfte auf der Xbox 360 sowie der PlayStation 3 begeistern. Selbstverständlich versucht auch dieser Teil keine großen Experimente und fängt ähnlich an, wie die meisten Serienableger. Denn noch zu Beginn kämpft ihr euch als einsamer Held durch die Reihen von Rittern. Und dies nicht grundlos, denn ihr seid aus dem Gefängnis ausgebrochen und daher versucht man euch wieder in jenes einzubuchten. Doch nicht lange müsst ihr alleine diesen Kampf bestreiten und schnell bekommt ihr weibliche Unterstützung, mit der ihr versucht zu entkommen.

Auf bekannten Pfaden

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Mit Nah- und Fernattacken schafft ihr natürlich die Flucht und findet euch in der Stadt wieder, in der ihr euch Ausrüstung zulegen könnt, die eure Attribute verbessern. Es gibt für ein kleines Entgelt somit Rüstungen für einen besseren Schutz oder Schwerter für einen stärkeren Angriff zu erwerben. Doch nicht jedes Teil kann von eurem Charakter getragen werden.

Seid ihr fertig mit dem Erwerb und habt neue Kräfte gesammelt, evtl. auch an einem Speicherpunkt euren Fortschritt gesichert, landet ihr mit dem Verlassen der Stadt auf einer großen Kartenübersicht. Nun geht die Reise weiter, denn ihr sucht einen tapferen Ritter namens Flynn, den ihr scheinbar andauernd verpasst. Also ab zum nächsten begehbaren Punkt und dort von den ansässigen Dorfbewohnern Informationen einholen, die euer nächstes Ziel offenbaren. Darunter klappert ihr aber nicht nur die Orte ab, wo Flynn gesichtet wurde, auch Nebenmissionen warten auf eure tapferen Recken. So sollt ihr beispielsweise Zutaten für ein Allheilmittel besorgen, um einen Baum zu retten.

Unterwegs trefft ihr auf immer weitere Personen, die sich aus verschiedenen Gründen eurer Reise anschließen und somit auch die Kämpfe bestreiten, die in knappen Intervallen anstehen. Um die Kämpfe mal ein wenig genauer zu beleuchten, kann man sie als Echtzeit bezeichnen. Taucht ein Gegner auf und erfasst euch, erscheint ein neues Szenario auf dem Bildschirm, das die Perspektive abändert und die Schlacht ausgetragen lässt. Auf eurer Seite sind bis zu vier Krieger, die sich dem bösen Gesocks entgegenstellen. Auf der gegnerischen Seite wird die Anzahl von vier Einheiten jedoch gerne auch einmal überschritten, was eine neue Herausforderung offenbart, denn von Schaden seid ihr so nicht befreit.

Mit den obligatorischen Feuerknöpfen gebt ihr die Kampfbefehle ein, die zwischen Nah- wie auch Fernattacken unterscheiden. Befehligt ihr einen Fernangriff, setzt der jeweilige Charakter beispielsweise einen Feuerball ein und schleudert diesen aus der Distanz auf die Gegner. Selbstverständlich könnt ihr euch auch in den Nahkampf stürzen, der zumeist einen höheren Schaden beim Gegner hinterlässt.Und auch eure Mitstreiter verfügen über Nah- sowie Fernattacken. Ebenso wird es euch an heilenden Zaubern kaum mangeln, wenn ihr die richtige Spielfigur mit in den Kampf schickt. Verfolgt ihr jedoch eine andere Taktik, könnt ihr auch mitten im Kampf das Menü aufrufen und heilende Items anwenden, sollte die Lebensenergie eurer Recken doch mal gefährlich knapp sein. Doch Obacht, gerade die Zauberenergie ist nur begrenzt verfügbar und kann nur mit Schlägen im Fernkampf aufgeladen werden.

Die Expertise macht’s

Für siegreiche Schlachten bekommt ihr natürlich wie in fast jedem Rollenspiel Erfahrungspunkte, die ab einer festgelegten Grenze euren Helden in der Charakterstufe aufsteigen lassen und somit in all seinen Attributen verbessert. Natürlich ergeht dies auch euren tapferen Begleitern so, die dadurch ein machtvolles Team werden. Allgemein solltet ihr jedoch nicht unbedingt vor jedem Kampf davonrennen, denn mit Verlauf der Reise werden auch die Monster immer stärker. Zumal ihr nicht vergessen dürft, dass auch einige Endbosse auf euch lauern, die alles andere als harmlos sind. Seid ihr aber Stark genug, ist es ein Leichtes die Kämpfe zu überstehen, ohne den Exitus befürchten zu müssen.

Auf der Suche nach Flynn, erkundet ihr nicht nur die Landschaften und trefft auf Mitstreiter, auch Wunderköche sind zu entdecken, die als Gemüse zumeist versteckt sind. Diese schenken euch nach der Entdeckung seltene Rezepte, mit denen ihr euch leckere Speisen zubereiten könnt. Doch es gibt noch eine andere Art von Rezepten – besser gesagt eine Symbiose, in denen ihr euch mit verschiedenen Utensilien, Gegenstände erschaffen könnt. Somit ist wieder einiges an Abwechslung geboten, denn sich seine eigene Waffe zusammenzuschustern, steigert den Unterhaltungswert von Tales of Vesperia ungemein und ist zudem noch ein nettes Feature.

Technik

Euch erwartet eine riesige Welt mit tollen detailreichen Schauplätzen, Charakteren und Monstern. In bester Trickfilm-Manier, die sich an den japanischen Animes orientiert, erschließt sich euch eine Wohltat für die Augen. Mit charakteristischen Protagonisten wird das ganze wunderbar abgerundet und der Tales of Reihe abermals gerecht. Zusätzlich dürft ihr euch an einigen Videos erfreuen, die ebenso auf das Anime-Niveau ausgelegt sind. Und auch der Sound untermalt die Comicstrip-Atmosphäre bestmöglich und umhüllt das Spiel in schönen Klängen. Begleitet wird das ganze Szenario von einer guten englischen Sprachausgabe, die aber von deutschen Bildschirmtexte unterlegt sind

Einig ein Faktor stört mich, denn obwohl alles wunderschön gestaltet ist, fehlt mir gelegentlich die Übersicht. Manchmal übersehe ich Treppen oder Gänge während meiner Erkundungstour. Und da es auch in den Spielwelten selbst nicht möglich ist, die Perspektive anzupassen, gerate ich zumeist nur durch Zufall, an den fortführenden Weg.

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