Splatter – Blood Red Edition REVIEW

Yeah – Zombies! Es bedarf nur dieser beiden Worte, um meine Begeisterung bezüglich des Themas und quasi sämtlicher Abwandlungen dafür zu äußern. Aber trotzdem werde ich versuchen, möglichst neutral an „Splatter – Blood Red Edition“ heranzugehen.

Zuallererst einmal sei gesagt, dass es sich bei Splatter um einen Happen für zwischendurch handelt. Für knapp einen Zehner wird euch aber etwas Nettes serviert und hilft, getrost einfach den Frust von der Seele zu ballern. Aber ich will nicht vorweg greifen.

Zunächst fängt alles mit einer kleinen, überwiegend in schwarz-weiß gehaltenen Standbildsequenz an. Ein recht kurios aussehender Typ, anscheinend aus einem Dirty Harry-Streifen entsprungenen Mann, erzählt von seiner momentan drastisch veränderten Lebenssituation – der Untotenplage. So rasch wie die Sequenz anfängt, so fix ist auch beendet und wirft euch direkt ins Spiel.

Bumm, bumm, bumm…

Zu Anfang sei gesagt, dass ihr die komplette Spielwelt der üblichen Szenarios eines solchen Themas in einer Draufsicht wie bei den ersten GTA-Titeln seht. Anfangs befindet sich der Held noch in seiner Wohnung und wird von der Polizei energisch herausgebeten. Dies ist der Moment, in dem ihr euch mit der Steuerung anfreunden müsst. Da ich persönlich aber notorischer Padspieler bin, was ich mit Freude in den Einstellungen der Steuerung gefunden habe, helfen mir die eingeblendeten Keyboards-Kommandos wenig weiter – egal! Das Game lässt sich zum Glück ziemlich leicht steuern. Wahlweise W,A,S,D oder der linke Analogstick dienen zum Fortbewegen. Die Maus bzw. der rechte Stick lässt euch in eine bestimmte Richtung schauen, ohne eure Bewegung zu beeinflussen.

Sobald ihr eure erste Waffe aufgenommen habt – selbstverständlich eine Pistole mit der obligatorischen unendlichen Munitionsversorgung – dient euch die Blickrichtung als Schusslinie. Ein paar Schüsse auf (noch) wenige Zombies zur Eingewöhnung und ab geht die wilde Luzie! So einfach lassen sich die Zombies aber nicht killen. Sehen diese euch beispielsweise auf der freien Straße, kommen sie auf euch zu gelaufen und wollen an euer leckeres Fleisch. Auch der Schein der Taschenlampe macht sie neugierig auf euren Geschmack. Diese ist aber Standard, um euch die Navigation in dunklen Gebäuden, bevor ihr den zentralen Lichtschalter findet, zu erleichtern. Hier ist auch etwas Vorsicht geboten – schließlich könnte eine Horde Zombies im nächsten dunklen Raum auf euch warten und das enge Haus wird zur Menschenfalle. Ein Schuss wird den Untoten sicher nicht fällen. Auch hier heißt das Motto stets: Überlegt euch gut, wen ihr angreift, denn ein Rattenschwanz von herumlungernden Leichen könnte dadurch auf euch aufmerksam werden!

Aber keine Sorge – Splatter ist beileibe kein Schleichspiel! Hier ist der Name Programm. Fast alles lässt sich zerstören – natürlich inklusive der lästigen Zombies, welche in einem Blutschwall zerplatzen, wenn sie durch eure Schusswaffen nochmals sterben. Und mit fast allem meine ich auch eine ganze Palette an Gegenständen, Fenstern oder gar Autos, die krachend auseinander bersten oder sogar wie bei Alarm für Cobra 11 explodieren und Untote mitreißen. Das macht einen Heidenspaß!

Nicht zuletzt für die Zerstörung verantwortlich zu machen sind natürlich die verschiedenen Waffen, welche ihr im Spielverlauf einsammelt. Immer wieder findet ihr Geld für Upgrades oder gar neue Schießprügel, die euch das Leben in der Endzeit erleichtern. Dazu kommen noch Werkbänke innerhalb der Level, an denen der Spieler die Waffen aufrüsten kann, etwa durch einen Laserpointer, der euch das Zielen erleichtert (speziell beim Spielen mit dem Pad gut!), oder eben die obligatorische Schusskrafterhöhung zum schnelleren Erledigen der Meute. Diese setzt sich im Übrigen nicht nur aus den gleichen Seelenlosen zusammen – auch Variationen werden geboten. Schnellere oder auch stärkere Exemplare kommen auf euch zu, um euch ans Leder zu gehen. Habt ihr dennoch einen Level gemeistert, erwartet euch eine kleine Statistik mit euren Daten. Neben den Combokills führen auch noch gefundene Geheimnisse zu einem guten Score. Auch die Anzahl von getöteten und der insgesamten Zombies trägt zu einem Highscore bei. Dieser kann praktischerweise direkt durch eine Rangfolge per Internet mit anderen Spielern für den jeweiligen Abschnitt verglichen werden. Feine Sache für Highscorejäger!

Technik

Für solch eine Art Spiel geht die Grafik vollkommen in Ordnung. Pausenfüllerspiel mit Pausenfüllergrafik – so etwa kann man Splatter zusammenfassen. Die bekannte GTA-Draufsicht ist für dieses Metzelgame sehr passend gewählt, da sie den optimalen Überblick gewährt und dank dunkler Räume auch genug Überraschung zur Abwechselung bereit hält.

Die Steuerung ist anfangs etwas hakelig, kann aber ziemlich schnell gemeistert werden, was auch von Nöten ist, da die Horden auch nicht kleiner werden. Außer Schießen, Zielen und ab und an die Öffnung des Pausenmenüs, um neben den automatischen Speicherpunkten eigene zu erstellen, kommt eh nicht viel Herausforderndes vor.

Der Sound passt zu den Spielewelten und das gesamte Themas und ist nicht weiter aufdringlich. Eher unterstreicht er noch die Atmosphäre. Hier ist nichts Herausragendes oder besonders Schlechtes aufgefallen.

Der Mehrspielermodus bietet entweder eine Coop-Variante, die euch gegen immer größer werdende Monsterhorden kämpfen lässt sowie einen Modus, in dem gegenseitiges Behaken mit Waffen möglich ist. Neben der Story ist es zwar ein nettes Beiwerk, aber eben auch nicht mehr. Interessanter – gerade für Highscorler – ist der Arcademodus. In ihm dürft ihr immer mehr und mehr Zombies killen – solange ihr könnt. Dafür wird euch dann natürlich ein Endscore ausgegeben, ähnlich wie im Hauptspiel, und lässt euren Spielernamen in einer Rangliste Platz nehmen.

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