Metro 2033 REVIEW

In einer Zeit, in der Geld keine Rolle mehr spielt und Munition in den Händen von Kindern zum Alltag wird, befindet sich die Menschheit in großer Gefahr. So oder so ähnlich könnte man Metro 2033 in einer Märchenfassung niederschreiben. Im Spiel selbst beginnt die Geschichte mit Artjom, einem russischen Bürger, der hier als Hauptprotagonist fungiert. Dieser hat sich nach der Übernahme unserer Erde von Dämonen und weiteren außerirdischen Gestalten, in den untersten Tunneln mit einer Handvoll weiteren Personen Schutz gesucht.

 

Eine Lebhafte Metro

 

Mehrere Jahre nach dem schlimmen Ereignis hat sich die Menschheit mit der Dunkelheit abgefunden und lebt in glaubhafter Sicherheit inmitten der Moskauer U-Bahn. Doch der Schein trügt. Jederzeit könnten die Kreaturen durch das Lüftungssystem der Metro in die sichere Zone gelangen und dadurch den kompletten Unterschlupf vernichten. Doch zum Glück gibt es noch einige Wagemutige, wie zum Beispiel den jungen Artjom, die den Gefahren ins Antlitz sehen und ihr Leben für die Menschheit riskieren.

Die Todesmutigen müssen nicht nur mit einer geringen Munitionsmenge auskommen, sondern ebenso auf den Nahkampf ausweichen, sollte kein anderer Weg das Überleben sichern. Doch eines Tages beschließt Artjom, seinen Schutzraum zu verlassen, um mit einigen Mitstreitern zur nächsten Station zu gelangen. Ab hier beginnt das große und gefährliche Abenteuer zwischen Psyche, Angst und Überleben.

Während man sich in den sicheren Zonen, also beispielsweise den Stationen oder Märkten befindet, kann man regen Handel betreiben. Als Zahlungsmittel wird Munition genutzt, die ihr für diverse Dinge eintauscht. Selbstverständlich könnt ihr auch den Gutmenschen in euch hervortreten lassen und den ansässigen Bettlern eine Patrone geben. Gleichzeitig wird es euch aber auch gewährt, die Hilfe anderer Personen oder Kinder anzunehmen, um eigene Vorteile zu erschließen. Doch das ist noch lange nicht alles mit den Freiheiten, denn zur eigenen Belustigung, darf man der eigenen Musik lauschen oder sich betrinken und die Welt aus einem anderen Auge betrachten. Selbst das älteste Gewerbe der Welt kommt in Metro 2033 nicht zu kurz und darf in vollen Zügen ausgeschöpft werden. Doch Vorsicht, die Gier nach Leidenschaft, die mit einem Hauch an Nachlässigkeit einhergeht, kann ebenso ausgenutzt werden

Jedoch lässt sich nicht die komplette Unterhaltungsbranche mit genügend Munition aufwiegen und so solltet ihr anderen Tätigkeiten nachkommen. Zum Glück gibt es genügend Menschen, mit denen man einen Plausch einlegen kann. Und auch mit dem Talent Gespräche zu belauschen und wichtige Informationen herauszufiltern, ist Artjom glücklicherweise gesegnet. Da wäre zum Beispiel der Kontakt zur Außenwelt, welcher an einer Stelle zusammengebrochen und einen interessanten Dialog füllt. Gerade die dadurch zum Tragen kommenden Spekulationen treiben die Neugierde des Zuhörers an.

Zudem findet ihr auch Schießstände, an denen man sich beweisen und seine Schusskünste (ohne Munitionsverlust) verbessern kann. Dennoch gibt es einen kleinen Wermutstropfen, denn nicht alle Übungsplätze sind frei zugänglich, sondern fordern eine kleine Anzahlung. Dafür wird euch Preisgeld geboten, wenn gewisse Herausforderungen erfüllt werden. Und somit kann sich jeder Profischütze eine goldene Nase verdienen, wenn er den geforderten Aufgaben gewachsen ist. Abwechslungsreich sind sie allemal und bringen sogar Langzeitmotivation mit. Doch bleibt noch etwas zu erwähnen, denn ein Schießstand wäre nicht vollkommen, ohne einen angesiedelten Waffenladen. Dieser verfügt über erstaunlich viel Munition und Verbesserungen für die mitgeführten Waffen, obwohl sich das Szenario von Metro 2033 in einer Krisenzeit abspielt. Leider muss man jedoch erwähnen, dass das Inventar nicht sonderlich groß ist, wodurch die Munition schneller aufgebraucht ist als wünschenswert.

 

Angst und Schrecken

 

Außerhalb der Stationen gibt es keinen Schutz durch Wände oder Ähnliches, obwohl die meisten Wege durch die Metro hindurchführen. Die Monster selbst befinden sich hinter vielen Ecken und Winkeln, wodurch es sich zumeist als vorteilhaft erweist, nicht ganz alleine den beschwerlichen Weg zu bestreiten. Dafür spricht vor allem die Munition, die ihr euch durch gefallene Menschen und an diversen Orten aneignen könnt. Trotzdem bleibt sie noch immer knapp bemessen, was eure Sparsamkeit dauerhaft fordert. Natürlich ist das leichter gesagt als getan, denn meistens gibt es Schreckmomente, in denen die Kreaturen wie aus dem Nichts erscheinen und euren unkontrollierten Reflexen die Schüsse entlocken. Die Treffsicherheit wird in jenen Momenten auch zu wünschen übrig lassen und euch weiter in die Zwickmühle treiben. Hinzu kommen giftige Plätze, in denen eine Gasmaske benötigt wird, um das Überleben des Protagonisten zu sichern. Dies bedeutet ebenso, dass der Spieler auch unter Zeitdruck steht, da nach einer gewissen Zeit der Filter gewechselt werden muss. Kommt es also vor, dass man sich verirrt, was häufiger passieren kann, wird es umso schwieriger, das jeweilige Kapitel abzuschließen.

Um eine sehr düstere Atmosphäre zu schaffen, gibt es einige Orte, an denen Artjom befremdliche Stimmen hört und zudem Erscheinungen auftreten. An diesen Orten ist Vorsicht geboten, denn mit den einhergehenden Schreckensszenarien, können schnell die Nerven blank liegen. Es gibt aber noch weitere mystische Momente, die euer Nervenkostüm jedoch nicht ganz so extrem ankratzen. Während dieser Phase befindet sich Artjom zwischenzeitlich in einer anderen Dimension, die gleichzeitig sein Leben bedrängt. Was in der parallelen Welt als Kampf ums Überleben fungiert, stellt sich in der realen Welt als harmlos heraus. Mitnichten werden aber Fehler in der fremden Dimension auch auf die eigentliche Welt übertragen. Das heißt, dass euer Exitus endgültig.

 

Technik

[slideshow_deploy id=’12397′]

Metro 2033 glänzt mit einer sauberen und schönen Grafik, die nur unweit vom echten Leben entfernt ist. So sind die Schauplätze der Metro sehr detailliert bestückt, wie man anhand von Fliegen oder auch Ratten sieht. Auch die optische Verliebtheit ist in jedem Winkeln sehr ausgeprägt, sodass kein Ort dem anderen gleicht. Dasselbe gilt für die Bewohner, dessen optischer Darstellung ich mit Lob überschütten darf. Die Atmosphäre des Spiels ist sehr gelungen, da an den richtigen Stellen mit der Psyche des Menschen gespielt wird und sich dadurch auch die Dramatik des Spieles zuspitzt.

Die Lokalisation der Charaktere ist sehr gelungen, wobei man vereinzelte Abstriche mit verfrühten Gesprächseinstiegen oder aber auch der fehlenden Gesprächsvielfalt machen muss. Sound und Steuerung sind gelungen und sind auf dem technischen Niveau, das man dem Gerne auch abverlangt. Beklemmenden Szenarien werden bestens untermalt und Befehle in kürzester Reaktionszeit übertragen.

Facebook
Twitter

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Partner: