Fossil Fighters: Frontier REVIEW

Dinosaurier sind hip und kommen nie aus der Mode wie auch Jurassic World noch dieses Jahr beweisen wird. Nahezu jeder Junge und einige Mädchen wachsen mit ihnen auf, sei es in Plastik oder visueller Form. Nahezu logisch, dass auch Nintendo nun mit Fossil Fighters: Frontier sein Dinosaurier-Spiel in Europa veröffentlichte, nachdem es bereits erfolgreich im letzten Jahr in Asien erschien. Wir haben uns in das ungewisse Land der Dinosaurier gewagt und mehr als nur einen kunterbunten Pokémon-Klon vorgefunden.

Willkommen im Fossilienpark Asien

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Nachdem wir uns zunächst entschieden haben, ob wir Männlein oder Weiblein sind, geht es auch schon los. Wir und sieben andere Novizen sind als angehende Wächter im Fossilienpark Asien angestellt um die Ausbildung zu beginnen. Ihr fragt euch nun vielleicht welche Aufgabe die sogenannten Wächter haben? Die Aufgabe der Wächter ist es den Frieden in den verschiedenen Fossilienparks der Welt zu wahren. Dabei erkunden wir Areale, führen Ausgrabungen durch und kämpfen mit unseren Dinos in sogenannten Fossilkämpfen. Hier erkennt man die Ähnlichkeit zu Pokémon zweifellos.

Nach einer Einweisung durch den Direktor des Fossilienparks Asien und dem Kennenlernen der anderen Charaktere geht es auch schon los in den ersten Einsatz. Dabei lernen wir vor allem die grundlegende Steuerung kennen. Soll heißen, wie kommen wir mit unserem Vivomobil von A nach B, wie führen wir Ausgrabungen durch und wie können wir in den bereits angesprochenen Fossilkämpfen unseren Dinosaurier zum Sieg führen.

Unser Alltag besteht fortan daraus uns in RPG-Manier durch die verschiedenen Areale zu bewegen, neue Quests zu bewältigen und dabei die verschiedensten Vivosaurier zu bekämpfen. Durch die verschiedenen Areale können wir im Übrigen an Tankstellen bequem per Schnellreise reisen. Wichtig sind natürlich auch noch die Ausgrabungen, mit diesen erhalten wir dann einen neuen Dinosaurier in unserem Fundus. Gute Ausgrabungsstätten entdecken wir mit dem Fossilsonar. Denn mit diesem können wir die Umgebung abscannen und entdecken so vergrabene Fossilien. Ausgegraben wird das Fossil dann über ein recht simples Minigame. Unter Zeitdruck müssen wir uns auf dem Touchscreen durch verschiedene Gesteinsschichten graben, ehe das Objekt der Begierde freigelegt wurde. Dazu stehen uns verschiedene Gegenstände wie ein Hammer oder ein Bohrer zur Verfügung. Wirklich herausfordernd und spannend ist das Ausgraben der Fossilien auf Dauer leider nicht.

Auf ins Getümmel

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Zum Glück lauern in den Fossilienparks aber auch noch allerhand lebendige, wilde und vor allem kampfeslustige Vivosaurier auf uns. So müssen wir immer wieder rundenbasierte Kämpfe ausfechten, zu denen auch die anderen Wächter-Azubis dazu stoßen. Wichtig in den Kämpfen ist es auf die verschiedenen Elemente eurer Saurier und die des Gegners zu achten. Wasser hat einen Vorteil gegenüber Feuer und ähnliches. Während ihr angreift oder verteidigt stehen euch auch eine begrenzte Anzahl an sogenannten Hilfsladungen zur Verfügung. Mit diesen können wir etwa die Angriffswerte unseres Vivosauriers erhöhen oder wenn es mal hart auf hart kommt auch heilen. Wenn eure Hilfsladungen mal zur Neige gehen erhaltet ihr Neue im Übrigen an den schon erwähnten Tankstellen.

Doch wir kämpfen nicht alleine, sondern auch die anderen Charaktere stürzen sich mit uns in die Schlacht. Befehligen können wir deren Attacken jedoch nicht. Wir können diese allenfalls mit Hilfsladungen unterstützen. Noch strategischer werden die Kämpfe indes durch die vier Haltungen – vorwärts, aufwärts, abwärts und rückwärts. So könnt ihr den Gegner mit einem Angriff zum Ducken zwingen, mit dem nächsten Angriff dann explizit einen Angriff auswählen, der bei dieser Haltung mehr Schaden bewirkt. Wichtig ist es nach erfolgreichen Kämpfen seine Vivosaurier stets aufzuleveln, denn die gegnerischen Dinosaurier werden quasi von Kampf zu Kampf stärker.

Neben den Kämpfen im Alltag dürft ihr euch in Turnieren beweisen. Diese sind komplett abgekoppelt vom Spielverlauf, ermöglichen es euch jedoch nützliche Ausrüstungsgegenstände zu gewinnen und auch eure Vivosaurier aufzuleveln. Es ist zudem zwingend notwendig an Turnieren teilzunehmen, denn zum weiteren Rangaufstieg als Wächter benötigt ihr immer wieder neue Lizenzen, die ihr nur mit siegreich bestrittenen Turnieren erhaltet. Neben den Einzelkämpfen dürft ihr euch auch lokal und online im Multiplayer-Modus gegen andere Wächter aus aller Welt beweisen.

Denn während das Erkunden und Kämpfen alleine recht schnell eintönig werden kann, bietet der Mulitplayer von Fossil Fighters: Frontier umso mehr Spaß. So könnt ihr euch sowohl lokal als auch online mit anderen Wächtern weltweit messen. So dürft ihr zum Beispiel mit bis zu drei Freunden die Welt erkunden und den eigentlichen Singleplayer-Inhalt kooperativ angehen. Habt ihr genügend Freunde parat und ein ausreichend großes Zockerzimmer, könnt ihr lokal sogar 3 vs. 3 Kämpfe ausfechten. Im Online-Modus hingegen kämpft ihr euch alleine gegen andere Spieler von unten bis ganz an die Spitze der Rangliste. Gerade Letzteres kann motivierend sein, wenn ihr euch darauf einlasst. Den das eigentliche Problem der zwar taktischen, aber nicht wirklich herausfordernden Kämpfe bleibt auch im Multiplayer.

Fehler in der B-Note

Während die Steuerung grundsätzlich sehr gut funktioniert und tadellos von der Hand geht, kann vor allem die Grafik kaum überzeugen. Der 3D-Effekt verblasst sehr schnell und unsgesamt wirkt die Grafik nicht mehr zeitgemäß. Der Nintendo 3DS ist im Stande Besseres zu leisten, dies beweisen aktuell viele andere Titel auf beeindruckende Art und Weise. Matschige Texturen und ziemlich uninspiriert aussehende Areale sind da nur die Spitze des Eisbergs. Denn dies setzt sich auch bei der musikalischen Untermalung von Fossil Fighters: Frontier fort.

Das Gedudel ist dermaßen eintönig, dass man am besten den Ton seines Handhelds ausschaltet. Belanglos kommt auch die Story daher, aber diese steht auch bei einem Pokémon sicher nicht im Vordergrund und ist also verschmerzbar. Immerhin kommen dank der unterschiedlichen Charaktere immer wieder lustige Dialoge zustande, die den ein oder anderen Schmunzler erlauben.

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