FATAL FRAME II: Crimson Butterfly Remake REVIEW

Meine ersten Berührungen mit der Fatal Frame Reihe, seinerzeit noch als Project Zero bekannt, hatte ich auf dem Nintendo 3DS. Von der Hardware des Handhelden fasziniert, sollte Spirit Camera: The Cursed Memoir mein Einstieg werden, welches zum Franchise gehörte. Ein Einstieg der hätte nicht schlimmer sein können, denn mit der beliebten Reihe hatte das Spiel nicht viel gemeinsam. Doch auf der Wii U lernte ich ferner den zweiten Teil der japanischen Reihe rund um Mysterien und Geister kennen: Project Zero 2 Crimson Butterfly. Der mitunter beliebteste und berüchtigtste Teil, der nun ein Remake erhalten hat – Ein Remake, dass den Horror nicht nur zurückbringen, sondern ihn noch besser in Szene setzen will. Ob dies bei dieser Vorlage gelingt? Zu erwähnen ist, dass das Erstlingswerkt im Jahre 2005 für die PlayStation 2 erschien und daher technisch noch einigermaßen limitiert war.

Mit Originalnamen, zeitgemäßer Grafik und einigen Veränderungen tauche ich in das FATAL FRAME II: Crimson Butterfly Remake ein und erlebe die Geschichte noch einmal. Eine Story, die dem Ursprung treu bleibt und doch versteht, erneut zu schocken.

Die Zwillingsschwestern

Erzählt wird die Geschichte der beiden Zwillingsschwestern Mio und Mayu, die einen alten Ort aufsuchen, in welchem sie ihre Kindheitstage verbracht haben. Mit dem Überschreiten einer unsichtbaren Grenze entdecken sie eine völlig andere Welt. In einem mysteriösen Dorf, umschlossen von einem düsteren Wald, beginnt das Schreckensszenario, in dem beide um ihr Leben bangen müssen. Doch es stellt sich heraus, dass ihre Ankunft in dem mit Geistern befallenden Ort keinesfalls ein Zufall ist…

Beide Schwestern durchqueren das mysteriöse Dorf, in dessen Inneren sie oft von seltsamen Erscheinungen heimgesucht werden, die nach ihrem Leben trachten. Doch glücklicherweise findet sich ein Gegenstand, mit deren Hilfe Mio und Mayu die Geister bannen können. Die Kamera Obscura kann mithilfe von eingelegten Filmen die böswilligen Geister, wie Nachtmahr, endgültig aus unserer Welt tilgen.

Eine Kamera, sie zu bannen

So ist es erforderlich, den Fokus auf den Geist zu richten und die Kamera so lange aufzuladen, bis der Geist in bedränglicher Nähe ist. Der Schnappschuss drängt den Geist nicht nur zurück, sondern zieht ihm auch Energie ab. Gelingt euch das Unterfangen oft genug, wird der Geist in der Kamera eingesperrt und ihr seid sicher. Es ist sogar möglich, mit nur einem einzigen Schnappschuss, den Geist endgültig aus dem Dorf zu drängen. Doch oft ist ein gutes Timing und der entsprechende Film vonnöten, um so viel Glück zu haben.

Normalerweise würde man bei der Anwesenheit von so bösartigen und mysteriösen Geschöpfen die Flucht ergreifen, doch dieses Vorhaben wird zur Nichte gemacht, als eure Schwester Mayu plötzlich verschwunden ist. Und so wird aus der Begehung in FATAL FRAME II: Crimson Butterfly Remake eine Rettungsaktion mit vielen Hindernissen. Das heißt, jeden Schritt sollte mit bedacht gewählt werden, denn die Geister können jederzeit auftauchen und euch bedrängen. Sie stören sich weder an Wänden, noch an eurer Angst.

Damit ihr auch gegen die immer stärker werdenden Geister gewappnet seid, könnt ihr wichtige Items finden, mit denen ihr auch eure Kamera verbessern dürft. Auch wichtige Gegenstände für die eigene Gesundheit werdet ihr finden und fermer auch benötigen, wenn es ein Geist schafft, euch doch mal zu Nahe zu kommen. Doch geht behutsam damit um, denn ihr werdet diese so wichtigen Utensilien nicht gerade in Massen finden.

Wer jedoch leichte Probleme mit dem richtigen Fokus der Obscura in der manchmal aufkommenden Hektik hat, kann jederzeit den Schwierigkeitsgrad anpassen und somit beispielsweise mehr von der Story genießen. Denn schon ab der normalen Schwierigkeitsstufe werden die Kämpfe kraftraubend und die Geister können insbesondere mit ihrer zunehmenden Wut zum echten Problem werden – insbesondere dann, wenn sie in Gruppen erscheinen.

Rundumblick

Leider bekommt ihr es nach einer Weile mit ganz neuen und besonders gefährlichen Geistern zu tun, die sich nicht durch Schnappschüsse beeindrucken lassen – egal wie stark der eingelegte Film ist. Hier heißt es nur noch, die Flucht anzutreten, oder ein Versteck im Schatten aufzusuchen. Generell sind die Boss-Gegner nicht zu unterschätzen. Diese haben einige Tricks auf Lager und sind genauso schnell verschwunden, wie sie wieder auftauchen. So solltet ihr immer einen Rundumblick haben, wenn die Kämpfe etwas langatmiger werden. Zumal auch zu erwähnen ist, dass Mio oft alleine zurechtkommen muss und Mayu nur als passiver Charakter mitwirkt.

Ab und an solltet ihr dabei auch nach Speicherpunkten Ausschau halten, um euren Fortschritt zu sichern. Die Speicherpunkte in Form einer roten Lampe sind allerdings recht großzügig verteilt und fordern selten ein Durchwandern ganzer Areale. Dennoch wird FATAL FRAME II: Crimson Butterfly Remake auch einzelne Ziele automatisch sichern.

Zur weiteren Orientierung bekommt ihr noch eine Karte gestellt, die euch auf zu öffnende Türen hinweist. Zumeist zeigen euch aber die scharlachroten Schmetterlinge den richtigen Weg und stellen sich dadurch als sehr wichtiger Faktor heraus. Aber ihr seid nicht ganz verlassen in dem Dorf, denn es gibt auch gut gesinnte Geister, welche euch mit Rat zur Seite stehen und helfen, eure Schwester zu finden und euer Schicksal zu erfüllen. Ferner warten verschiedene Schlussszenen auf euch, was bedeutet, ihr bestimmt über das Schicksal von Mio und Mayu und könnt die Geschichte schön sowie tragisch enden lassen. Doch dazu müsst ihr viele Faktoren im Spiel beachten, was alles andere als einfach ist, jedoch den Mehrspielwert enorm steigert. Gegenüber dem Original gibt es im Remake noch mehr Enden zu erspielen.

Technik

Dass ganze Szenario umfasst 9 Kapitel, in einer düsteren und interessant gestalteten Welt, die eine wirklich beklemmende Atmosphäre zaubert. Das Ganze wirkt sehr echt und nah, dass man wirklich mit den Schwestern mitfiebert. Gegenüber dem Original ist grafisch natürlich einiges passiert. FATAL FRAME II: Crimson Butterfly Remake verdichtet die beklemmende Atmosphäre noch weiter und schafft ein gutes Horror-Szenario. Mit einigen an Jumpscares gespikt, gibt es ein paar nette Schockmomente – die insbesondere Fans ohnehin erwarten.

Auch die Cutscenes zwischen den Abschnitten versetzen euch nicht nur ins Staunen, sondern jagen euch regelrecht Gänsehaut ein. Die Szenen, die wie alte schwarz/weiß Aufnahmen aufgeführt werden, passen perfekt zum gesamten Setting und wirken skurril wie abschreckend. Die gesamte Aufmachung ähnelt bekannten japanischen Horrorfilmen, wie beispielsweise Ring oder Ju-on: The Grudge.

Die zugehörigen Klänge erweitern das Spielerlebnis in einem Umfang, wie es selten ein Titel schafft. Die musikalische Untermalung versteht vollkommen, wie beklemmende Situationen noch dramatischer und hoffnungsloser dargestellt werden können. Mit einer englischen oder wahlweisen japanischen Sprachausgabe wird die Reise der beiden Schwestern begleitet, die ebenfalls in beiden Optionen als Bereicherung bezeichnet werden darf.

Trailer

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pros
  • Spannende Story
  • Schaurig schöne Zwischensequenzen
  • Eine sehr ungewöhnliche wie einzigartige Waffe - Kamera Obscura
  • Verdiente Bezeichnung "Remake"

thumbs-up-icon

Cons
  • Schon ab der normalen Schwierigkeitsstufe werden die Kämpfe kraftraubend
  • Teils sehr unübersichtliche Areale
  • Ein paar unnötige Jumpscares

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