Bridge Constructor REVIEW
Building Bridges lautete nicht nur das Motto des Eurovision Song Contest 2015, sondern ist auch das Thema dieses Reviews. Wir hatten die Möglichkeit die Wiedergeburt des Bridge Builders, den Bridge Constructor des Innsbrucker Entwicklers ClockStone Studio, samt der aktuellen Erweiterung Trails für euch zu testen. In unserem Test zeigen wir, ob der Titel ein solider „Build“ ist oder etwa doch auf wackeligen Pfeilern steht.
Brücken sollst du bauen

Die Insel Camatuga wurde durch ein starkes Erdbeben schwer zerstört, viele Landstriche von der Außenwelt abgeschnitten, die Versorgung stockt. Nun liegt es am Spieler, beim Wiederaufbau zu helfen. Als aufstrebender, junger Brückenbauunternehmer übernehmt ihr den Neubau der vielen zerstörten Brücken. Das war auch schon die Geschichte hinter Bridge Constructor, kommen wir also besser zum Gameplay, dem Herzstück der Brückenbausimulation.
Das präsentiert sich angenehm zugänglich wie einsteigerfreundlich. Selbst absolute Gelegenheitsspieler sollten sich hier sehr schnell zurechtfinden. Es gilt, in gesamt über 80 Einsätzen zahlreiche Brücken unterschiedlichster Länge wieder aufzubauen und schlussendlich einem Belastungstest zu unterziehen. Die Kunst besteht nun darin, eine möglichst stabile und dabei kostengünstige Brücke zu errichten, denn für jedes Projekt steht nur ein sehr knappes Budget zur Verfügung.
Jedes Level gliedert sich in zwei Abschnitte, der Planungs-/Bauphase und dem Belastungstest. Erstere stellt den Kernaspekt von Bridge Constructor dar. Hier klickt ihr euch mittels simpler Mausklicks eure Wunschbrücke zusammen. Pro Level stehen bis zu vier Baumaterialien zur Verfügung, die alle über diverse Vor- bzw. Nachteile verfügen. Holz, der Baustoff Nummer eins etwa, ist relativ leicht und günstig, dafür bei weitem nicht so belastbar wie Stahl. Während Betonpfeiler selbst die schwersten Lasten tragen, entlasten Stahlseile instabile Brückenabschnitte und ermöglichen so längere Konstruktionen.
Leichte Bedienschwierigkeiten und kein freies Spiel

Der Brückeneditor gestaltet sich, wenngleich er sehr einsteigerfreundlich aufgebaut ist, etwas schwerfällig. So lassen sich Knotenpunkte nicht nachträglich in bereits angebrachte Streben integrieren. Was zur Folge hat, dass Teile einer fertigen Brücke wieder abgerissen werden müssen und das nagt besonders bei großen Projekten an den Nerven des Spielers. Abgesehen von diesem Kritikpunkt, der sich definitiv mit einem Patch beheben ließe, verläuft die Planungsphase ohne weitere Probleme.
Sobald die Brücke steht, kann sie auch schon getestet werden. Hierzu fahren entweder zwei Pkws oder Trucks über das Gebilde. Farbliche Indikatoren zeigen die aktuelle Auslastung der einzelnen Segmente an, die brechen, sollte die Last zu groß werden. Hält die Brücke jedoch stand, gilt das Bauprojekt als erfolgreich und es geht weiter zum nächsten Szenario. In der Erweiterung Trails gilt es, Züge sicher an das andere Ende zu bringen.
So arbeitet ihr euch, Brücke um Brücke durch immer anspruchsvollere Aufträge. Sitzt ihr an den ersten Objekten lediglich einige Minuten, wird 20 Brücken später schon mal eine Viertelstunde und mehr daraus. Gerade Gelegenheitsspieler sollten den rasch ansteigenden Schwierigkeitsgrad nicht unterschätzen, besonders da es sich bei Bridge Constructor um einen potenziellen Titel für die Mittagspause handelt. Die Spielzeit von 15 bis 20 Stunden, je nach Spielgeschwindigkeit ist durchaus respektabel, doch aufgrund des stark repetitiven Spielablaufes macht sich bereits nach einigen Levels Langeweile breit.
Hinzu kommt, dass Bridge Constructor weder über einen „freien Modus“, noch über einen Mehrspielermodus verfügt. Beide würden Spieler, dich sich für dieses eintönige Spielprinzip begeistern können, über unzählige Stunden vor den Monitor fesseln, doch so ist nach den beiden großen Gebieten Camatuga, Tiltin Island sowie der Trains-Erweiterung erst einmal Schluss. Etwas Trost bieten die beiden Season-Events, die während Dezember bzw. März zeitlich begrenz verfügbar sind.
Technik

Technisch ist Bridge Constructor für ein Gelegenheitsspiel recht solide. Von Gebiet zu Gebiet variiert der Hintergrund, vor dem die Brücke errichtet wird, und bietet so immer eine atmosphärische Aussicht. Untermahlt wird das Spektakel mit einem beruhigenden, unaufdringlichen Soundtrack, der genauso gut in einem Fahrstuhl Verwendung finden würde. Ebenso unauffällig gestaltet sich das Einstellungsmenü, denn das ist solches gar nicht erst vorhanden. Vor dem Spielstart lässt sich lediglich eine Auswahl der gewünschten Auflösung treffen, sowie die Grafikqualität auf einer Skala von „Fastest“ bis „Fantastic“ festlegen.
Auf die allgemeine Performance wirken sich die Änderungen der Grafikqualität kaum aus, die ist immer stabil und auf einigermaßen aktueller Hardware allzeit jenseits der 60 Frames per Second. Die Anforderungen an die Hardware liegen sogar so tief, dass Bridge Constructor selbst auf Notebooks oder Office-Rechnern mit integrierter Grafikeinheit flüssig läuft. Damit sollte die Mittagspause an verregneten Arbeitstagen gerettet sein. Während unseres mehrstündigen Tests traten weder schwerwiegende Fehler auf, noch stürzte das Spiel ab.
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