Apollo Justice: Ace Attorney Trilogy REVIEW

Meine Anfänge mit Phoenix Wright: Ace Attorney liegen nun bald 20 Jahre zurück, haben aber dafür gesorgt, dass ich der Reihe treu geblieben bin. Inzwischen feiern wir das Jahr 2024 und Phoenix Wright ist nicht mehr der alleinige Hauptakteur, des ungewöhnlichen Franchise. In den Fokus tritt zudem Apollo Justice, der als junger Strafverteidiger gleich richtig harte Nüsse zu knacken hat. Zwar nennt sich die neue Sammlung Apollo Justice: Ace Attorney Trilogy, setzt aber nicht nur auf Apollo. In der Trilogie finden sich die Titel Apollo Justice: Ace Attorney, Phoenix Wright: Ace Attorney – Dual Destinies und Phoenix Wright: Ace Attorney – Spirit of Justice. Es gibt also auch ein Widersehen mit Phoenix Wright und vielen anderen bekannten Figuren aus vorangegangenen Teilen.

Neue Fälle

Die Apollo Justice: Ace Attorney Trilogy ist eine perfekte Ausgewogenheit verschiedener Gameplay-Elemente, die in eine Visual-Novel gepackt wurden. Schon lange sitzt ihr nicht nur im Gerichtsaal und versucht für euren Mandanten einen Freispruch zu erwirken. Auch Tatortermittlungen stehen an der Tagesordnung. Jede Zeugenaussage ist wichtig und jeder Gegenstand könnte dazu beitragen, die wirkliche Tat zu rekonstruieren. Und plötzlich kreuzen sich mehrere Verbrechen in einem Fall, die ganz neue Fragen, Verstrickungen und Verdächtige hervorheben.

Den drei Spielen der Apollo Justice: Ace Attorney Trilogy inkl. der DLCs merkt man schnell an, dass sie versuchen sich weiterzuentwickeln. Spirituelle Zeichen wahrnehmen und Fingerabdrücke sichtbar machen ist weit ab von dem, was einst bei Phoenix Wright: Ace Attorney möglich war. Das steckt selbstverständlich auch die Spielzeit, die ich aufgrund einer individuellen Spielweise nicht beziffern kann, aber alles andere als gering ausfällt.

Der Gerichtssaal

Im Gerichtssaal bleibt die Linie oft konstant. Der Zeugenstand bietet die Möglichkeit, tiefer in die Aussage einzudringen. Widerspricht die Zeugenaussage der Beweislage, ist es Zeit für einen Einspruch! Liegt ihr richtig, wird die Zeugenaussage ergänzt, liegt ihr falsch, bekommt ihr vom Richter einen Strafpunkt. Schießt ihr fünfmal am Ziel vorbei, gilt der Fall als verloren. Glücklicherweise müsst ihr aber nicht von vorne anfangen, sondern könnt an der Stelle, an der ihr falsch gelegen habt, einen neuen Versuch starten. Auch ein Zwischenspeichern ist möglich und sollte bei kniffligen Fällen in Betracht gezogen werden.

Oftmals kommt es vor Gericht zu sehr überraschenden Wendungen, die dafür sorgen, dass ihr das Spiel gar nicht mehr wegpacken möchtet. Da wirkt es fast schon ernüchternd, wenn die Verhandlung unterbrochen wird und ihr wieder auf Spurensuche gehen müsst. Dennoch ist gerade diese Vielfältigkeit der Schlüssel zum Erfolg. Wenngleich am Anfang es den meisten Spaß bringt, wäre es dauerhaft doch sehr eintönig, wenn ich nur im Gericht verweilt.

Spirit of Justice versucht an dieser Stelle noch einen kleinen Umbruch und setzt auf gänzlich neue Schauplätze, wie auch dem Gerichtssaal. Der gesamte Fokus richtet sich fernöstlich aus und bricht mit bekannten Traditionen. Wer merkt, dass die bekannten Muster doch mehr Freude bringen, darf nach einem abgeschlossenen Fall auch wieder das Spiel wechseln.

Technik und Extras

Die Apollo Justice: Ace Attorney Trilogy samt DLCs ist eine großartige Sammlung abwechslungsreicher und skurriler Fälle. Mit übertriebener Mimik und Gestik sorgen die Figuren für Schmunzeln und bleiben im Gedächtnis haften. So wird der typische Anime-Charme perfekt eingefangen und schafft es, Emotionen auch ohne Sprachausgabe perfekt zu transportieren. Zudem ist es von Vorteil, dass die Cel-Shading-Grafik einfach zeitlos anmutet und die Animationen immer noch gut funktionieren. Die verbesserte 1080p-Auflösung sowie das Seitenverhältnis von 16:9 fangen den Zeitgeist komplett ein. Warum ich das erwähne? Tatsächlich handelt es sich bei den drei Games um Remaster, die einst für den Nintendo DS bzw. Nintendo 3DS erschienen.

Und auch die Musik schafft es, im richtgien Moment ordentlich Spannung zu erzeugen, oder direkt danach in heitere Momente umzuschlagen. Mit bekannten Effekt-Sounds und den nostalgischen „Moment mal“ sowie „Einspruch“ Vertonungen, bleibt die Trilogie dem Debüt treu. Die Textboxen, die ihr zumeist präsentiert bekommt, sind komplett in deutsch übersetzt. Dies ist aber auch wichtig, denn ihr werdet mit regelrechten Textlawinen überschüttet. Weitere Sprachen wurden ebenfalls implementiert.

Die Sammlung der Apollo Justice: Ace Attorney Trilogy enthält des Weiteren ein paar interessante Extras. Mit dabei sind unter anderem 175 Musiktitel, die die ganze Bandbreite der Spiele aufzeigt. Hinzu kommt ein Animationsstudio, das allerdings sehr einfach gestrickt ist. Eigene Gerichtsverhandlungen können damit leider nicht erstellt werden.

Ebenso wenig darf eine Artwork-Bibliothek fehlen, die nicht nur auf Charakterdesigns und Artworks setzt. Wer die Spiele liebt, kann mit den Extras noch einige Zeit abseits des Gameplays verweilen. Man darf auch sagen: Fanservice pur.

Pro & Kontra

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Pros
  • Spannende Fälle mit überraschenden Wendungen
  • Großer Umfang und viele Extras
  • Grafische Auffrischung mit 1080p

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Cons
  • Sehr viele Textboxen

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Spiel Bewertung
Singleplayer
90
90
Super
-
Multiplayer

FAZIT

Die Apollo Justice: Ace Attorney Trilogy ist der Inbegriff einer perfekten Visual-Novel Sammlung. Abwechslungsreiche Fälle, die oft skurril ausarten und überraschend verlaufen, gepaart mit illustren Charakteren begeistern über viele Stunden. Mit ordentlichen Fan-Service und überarbeiteter Optik zeigt der Publisher Capcom, dass ihnen die Reihe sehr wichtig ist. Als perfekter Einstieg oder zur Auffrischung der Erinnerungen ist die Sammlung ein wahnsinnig toller Zeitvertreib, der oft zum Grübeln anregt.

- Von  Rena

Ein Must-Have für Fans von Visual-Novals
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Apollo Justice: Ace Attorney Trilogy REVIEW

USK 12 PEGI 12

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